EM-Wettanbieter im Vergleich: 10 lizenzierte Buchmacher für die Europameisterschaft

Updated Oktober 2026
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Wer in Deutschland auf die Fußball-Europameisterschaft wetten will, hat nur eine überschaubare Auswahl: nur Anbieter mit einer deutschen Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) dürfen solche Wetten hierzulande annehmen. Auf der Whitelist vom 2. Oktober 2026 stehen zehn nennenswerte Marken für Sportwetten – die hier eingeordnet werden, von Betway.de über Vbet.de bis Bwin.de. Was diese Anbieter taugen, was der Unterschied zwischen ihnen kostet und welche Regeln unabhängig vom Buchmacher gelten, steht in den folgenden Abschnitten.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes, im Hintergrund eine große Stadiontribüne im Abendlicht.
Die Fußball-Europameisterschaft 2024 fand vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland mit 24 Mannschaften statt.

Stand der Daten: 20. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand 2. Oktober 2026).

Wettformen und Quoten bei einer Europameisterschaft

Eine Europameisterschafts-Wette beginnt nicht mit dem Tipp, sondern mit der Frage, was überhaupt gewettet werden kann. Die Auswahl reicht von der klassischen Drei-Wege-Wette bis zu Spielerwetten – und in jeder Quote steckt eine Marge, die dem Buchmacher gehört.

Ein Notizbuch mit handschriftlichen Notizen und ein Kugelschreiber liegen neben einem Smartphone mit dunklem Display auf einem Holztisch.
Die erste Fußball-Europameisterschaft fand 1960 statt; seit 2016 spielen 24 Mannschaften, von 1996 bis 2012 waren es 16.

Welche Wettarten bei einer EM zur Verfügung stehen

Auf einer Endrunde werden mehrere Wettformen parallel angeboten. Die wichtigsten:

Die GGL lässt nur Wetten zu, die im GGL-Sportwettprogramm zugelassen sind. Märkte, die dort nicht stehen, dürfen auch nicht angeboten werden – egal, ob ein Anbieter sie im Programm hätte.

Wie die Marge in der Quote steckt

Jede Quote, die ein Buchmacher anbietet, enthält einen Aufschlag: den Anteil, den der Anbieter vom Umsatz einbehält, bevor er Gewinne auszahlt. Das ist die Marge. Sie ist der Grund, warum die Summe der „fairen“ Wahrscheinlichkeiten bei jedem Buchmacher über 100 % liegt.

Ein einfaches Rechenbeispiel: Ein Buchmacher quotiert ein Fußballspiel mit den Quoten 2,10 für den Heimsieg, 3,40 für ein Unentschieden und 3,60 für den Auswärtssieg. Die Auszahlungsquote dieses Marktes berechnet sich als Kehrwert der Summe der reziproken Einzelquoten: 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) = 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778) = 1 ÷ 1,0481 = 0,9540 – also rund 95,4 %. Die Marge, die der Buchmacher auf diesem Drei-Wege-Markt einbehält, liegt entsprechend bei rund 4,6 % (1 minus 0,954). Bei einem Auszahlungsschlüssel von 95,4 % zahlt der Buchmacher also von jedem eingesetzten Euro etwa 95 Cent an die Gesamtheit der Wettenden zurück und behält knapp fünf Cent. Ein konkurrierender Anbieter kann auf demselben Markt bei 96,5 % Auszahlung landen – dann sind es nur noch 3,5 % Marge. Genau diese Spanne entscheidet darüber, was eine Wette im Durchschnitt kostet

über das ganze Turnier hinweg, mit vielen Wetten gerechnet.

Marge und Auszahlungsschlüssel sind zwei Seiten derselben Medaille: Wer „bessere Quoten“ bewirbt, meint einen höheren Auszahlungsschlüssel – also eine kleinere Marge. Auf einem 1X2-Markt eines Fußballspiels bewegen sich die meisten lizenzierten deutschen Anbieter zwischen etwa 4 und 7 % Marge, je nach Spiel und je nach Zeitpunkt. Bei kleinen Märkten (Torschützenkönig, exakte Tabellenplätze) klettern die Margen schnell auf 10–15 % und mehr, weil dort weniger Wetten zusammenkommen und der Buchmacher sein Risiko breiter absichert.

Quote und Auszahlung: Was eine Wette bei einem Gewinn zurückgibt

Eine Wette ist eine Vereinbarung über einen Preis, nicht über eine Wahrscheinlichkeit. Wer 10 € auf eine 2,50-Quote setzt und gewinnt, bekommt 25 € ausgezahlt – den Einsatz von 10 € plus 15 € Nettogewinn. Verliert die Wette, ist der Einsatz weg. Bei einer Kombiwette mit drei Auswahlen zu den Einzelquoten 2,00 / 3,00 / 1,50 ergibt sich die Kombiquote durch Multiplikation: 2,00 × 3,00 × 1,50 = 9,00. Aus 10 € Einsatz werden im Gewinnfall 90 €.

Die Wettsteuer (5,3 %, Bemessungsgrundlage ist der Einsatz minus die Steuer selbst) wird vom Veranstalter abgeführt, nicht vom Spieler – ob und wie der Anbieter sie an den Kunden weitergibt, steht in seinen Bedingungen. Wer nachrechnen will, ob ein Anbieter die Steuer durchreicht, prüft die Abrechnung auf dem Wettschein: Bei einem Bruttoeinsatz von 10 € und 5,3 % Steuer auf den Nettobetrag werden rund 0,50 € Steuer abgezogen, sodass 9,50 € als bewetteter Einsatz übrig bleiben.

Die Europameisterschaft: Turnierformat, Spielplan, Historie

Eine EM alle vier Jahre – aber das Format hat sich verändert, und der nächste Austragungsort steht bereits fest. Wer heute wettet, sollte wissen, wie das Turnier gespielt wird und welche Bezugspunkte für die eigene Einschätzung zur Verfügung stehen.

EM 2024 in Deutschland: Was tatsächlich gespielt wurde

Die Fußball-Europameisterschaft 2024 fand vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland statt. 24 Teams, aufgeteilt in sechs Vierergruppen, spielten 51 Spiele. Spanien besiegte England im Finale am 14. Juli 2024 im Berliner Olympiastadion mit 2:1 und holte damit den vierten Titel – Rekordsieger, vor Deutschland mit drei (1972, 1980, 1996). Sechs Spieler erzielten je drei Tore: Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz. Insgesamt 2.681.288 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen die Spiele vor Ort.

Wer auf das Turnier zurückschaut, kann anhand dieser Zahlen prüfen, ob die eigenen Einschätzungen – Außenseiter, Torschützen, Gruppenverlauf – zur Realität passten. Der Rekordtorschütze der EM-Geschichte bleibt Cristiano Ronaldo mit 14 Toren – sein siebtes Turnier 2024 hat die Bestmarke nur noch erweitert.

EM 2028: Was bereits feststeht

Die Fußball-Europameisterschaft 2028 wird mit 24 Nationen in England, Schottland, Wales und Irland ausgetragen. Eröffnungsspiel ist am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale am 9. Juli 2028 im Londoner Wembley-Stadion. Gespielt werden erneut sechs Vierergruppen, danach eine K.-o.-Phase mit Achtelfinale (24.–27. Juni), Viertelfinale (30. Juni und 1. Juli), Halbfinale (4. und 5. Juli) und Finale. Ein Spiel um Platz 3 findet nicht statt.

Die Qualifikation beginnt früher, als vielen bewusst ist: Die Auslosung der Qualifikationsgruppen ist am 6. Dezember 2026 in Belfast. Gespielt wird in zwölf Gruppen mit vier oder fünf Teams; die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt. Wer auf die EM 2028 wetten will, sollte die Auslosung im Blick behalten – ab dort stehen die Gruppen fest, und Gruppenwetten werden rechenbar.

Die EM im Wandel: Vom 4-Team-Turnier zu 24 Mannschaften

Die erste Fußball-Europameisterschaft fand 1960 mit vier Mannschaften statt. Das Format wuchs über die Jahrzehnte – auf 8 (1980), 16 (1996 bis 2012) und schließlich 24 Mannschaften ab 2016. 2024 und 2028 spielen jeweils 24 Teams um den Titel. Diese Ausweitung verändert die Wettmärkte: Mehr Spiele, mehr Außenseiter, mehr Gruppenphasen-Wetten, mehr spezielle Märkte – aber auch mehr Buchmacher-Risiko bei langen Kombinationen über mehrere Turnierphasen.

Die zehn Anbieter im direkten Vergleich

Alle hier aufgeführten Buchmacher besitzen eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis der GGL und sind mit ihrer Sportwetten-Domain auf der Whitelist (Stand 2. Oktober 2026) eingetragen. Die folgende Übersicht stellt diese Anbieter vor – eine alphabetische oder inhaltliche Rangfolge ist damit nicht verbunden.

Marke GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Betway Whitelist-Eintrag für Betway.de; Inhaberin Betway Limited 09.03.2021 (Folgeerlaubnis 23.12.2022)
VBet Whitelist-Eintrag für Vbet.de; Inhaberin SCGO Limited 05.12.2023
ODDSET Whitelist-Eintrag für Oddset.de; Inhaberin Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022)
Sportingbet Whitelist-Eintrag für Sportingbet.de; Inhaberin Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022)
AdmiralBet Whitelist-Eintrag für Admiralbet.de; Inhaberin Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 13.12.2022, 29.07.2024)
bpremium Whitelist-Eintrag für Bpremium.de; Inhaberin Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022)
bet-at-home Whitelist-Eintrag für Bet-at-home.de; Inhaberin Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022)
NEO.bet Whitelist-Eintrag für NEO.bet; Inhaberin Greenvest Betting Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022)
MERKUR BETS Whitelist-Eintrag für MERKUR BETS; Inhaberin Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
bwin Whitelist-Eintrag für Bwin.de; Inhaberin bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 23.12.2022)

Alle zehn sind Inhaber einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis. Die Spalte zum Whitelist-Status nennt jeweils den Rechtsträger, wie ihn die Whitelist führt – nicht den Markennamen. Ein Blick auf die Daten zeigt zwei Muster: Eine erste Welle von Erlaubnissen wurde ab Oktober 2020 erteilt (bet-at-home, AdmiralBet, Sportingbet, bpremium, NEO.bet, bwin), eine zweite Welle folgte Ende 2022 als Folgeerlaubnis (die meisten Inhaber) und eine dritte Welle 2023 (Merkur Bets, VBet). Betway erhielt seine Erlaubnis im März 2021, mit einer Folgeerlaubnis Ende 2022. Was die Tabelle nicht zeigt: Die Folgeerlaubnis bedeutet, dass der Anbieter den ersten Fünf-Jahres-Turnus bereits durchlaufen hat – nicht, dass die Erlaubnis ablief. Die Whitelist trägt kein Enddatum.

Was die Whitelist wirklich aussagt – und was nicht

Die Whitelist führt nur Domains und Inhaber – keine Quotenniveaus, keine Bonusbedingungen, keine Auszahlungsgeschwindigkeit. Wer anhand der Tabelle entscheiden will, welcher Anbieter für eine Europameisterschafts-Wette taugt, muss ergänzend prüfen:

Diese Fragen werden in den folgenden Anbieter-Besprechungen für jeden Buchmacher einzeln beantwortet.

Rechtslage: Wer in Deutschland wetten darf – und wer nicht

In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV), wer Sportwetten anbieten darf. Seit dem 1. Juli 2021 ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Halle (Saale) die zuständige Aufsichtsbehörde. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV), überwacht die Anbieter und kann Bußgelder verhängen (§ 28a).

Ein leerer Wettschein aus Papier liegt neben einem Stift auf einem Schreibtisch im Licht einer kleinen Tischlampe.
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die offizielle Whitelist (§ 9 Abs. 8 GlüStV) ist das einzige amtliche Verzeichnis erlaubter Anbieter. Wer dort nicht steht, darf in Deutschland keine Sportwetten anbieten – auch nicht mit einer maltesischen, curaçaoischen oder Anjouan-Lizenz. Diese Lizenzen sind im Ausland gültig; in Deutschland haben sie keine rechtliche Wirkung. Die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten.

Was darf gewettet werden – und was nicht

Erlaubt sind feststehende Quoten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse im Spiel, als Einzel- oder Kombiwette (§ 21 Abs. 1 GlüStV) – aber nur Wettarten, die die GGL im Sportwettprogramm zugelassen hat (§ 21 Abs. 5). Live-Wetten (§ 21 Abs. 4) sind während eines laufenden Spiels nur auf den Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente erlaubt – und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten eintreten. „Nächstes Tor“ beim Fußball ja; „nächster Punkt“ beim Tennis nein.

Nicht erlaubt sind Wetten auf Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateursportlern (in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport), auf manipulationsanfällige Wetten und auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Auf esports darf nicht gewettet werden – die GGL erkennt esports nicht als Sport an. Es gibt in Deutschland keine lizenzierten esports-Wetten.

Werbung und Bonus: Was die Werbung darf

Werbung für Glücksspiel darf nur von Erlaubnisinhabern gemacht werden (§ 5 Abs. 7 GlüStV). Für Sportwetten gilt: Keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung in demselben Kanal; keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Funktionären; keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Der Werbeverbotszeitraum von 06:00 bis 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) gilt für Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casinospiele – ausdrücklich nicht für Sportwetten.

Der GlüStV enthält keine Vorschrift, die einen Sportwetten-Bonus betragsmäßig begrenzt oder Mindestquoten festlegt. Was an Bonus, Umsatzfaktor oder Quote gilt, steht allein in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.

Offshore: Warum eine ausländische Lizenz in Deutschland nicht zählt

Anbieter ohne deutsche Erlaubnis betreiben in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Die GGL kann Unterlassungsanordnungen erlassen, Zahlungen blockieren und Netzsperren verhängen (§ 9). Strafrechtlich steht auf das Veranstalten bis zu zwei Jahre Haft oder Geldstrafe (§ 284 StGB), auf das Bewerben bis zu einem Jahr; auf das Mitspielen bis zu sechs Monate oder Geldstrafe (§ 285 StGB). Strafverfahren gegen einzelne Spielerinnen und Spieler sind nicht bekannt – weder Entwarnung noch eine Dramatisierung.

Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet. Die Frage liegt dem Europäischen Gerichtshof vor: Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) es grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung zu verpflichten – mit Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Einen Erstattungsanspruch für jeden Einzelfall garantiert das nicht.

Was Offshore bedeutet, kurz zusammengefasst: keine Erlaubnis, keine OASIS-Anbindung, keine LUGAS-Anbindung, kein deutscher Rechtsschutz, dafür potenziell höhere Limits. Was Whitelist bedeutet: Rechtssicherheit und Spielerschutz, aber auch das 1.000-€-Standardlimit, eingeschränkte Live-Märkte, vollständige Verifizierung und Zahlungen nur vom eigenen Konto.

Spielerschutz: Altersgrenze, Einzahlungslimit, Sperrdatei

Die deutsche Regulierung setzt beim Spielerschutz drei Hebel an: Alter, Geld und Zugang. Wer auf eine EM wettet, kommt an keinem vorbei.

Altersgrenze und ein Konto pro Anbieter

Teilnehmen darf, wer volljährig ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV) – 18 Jahre. Pro Anbieter ist nur ein Konto erlaubt, mit vollständiger Verifizierung (§ 6a). Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang mit einem Einzahlungslimit von 100 € spielen lassen, ohne Auszahlungen.

Das monatliche Einzahlungslimit: 1.000 € – geteilt über alle Anbieter

Das Standard-Einzahlungslimit liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat – und zwar über alle Anbieter hinweg, nicht pro Anbieter (§ 6c Abs. 1). Die Kontrolle läuft über die LUGAS-Limitdatei: Jede Einzahlung wird dort erfasst, das Limit gilt kumuliert. Senkungen des Limits gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen. Ein Anbieter darf für einzelne Spielende ein höheres Limit setzen (bis zu 10.000 €, in einer Spitzengruppe bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spielenden), aber nur mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit – eine Selbsterklärung reicht nicht. Wer mehrere Konten bei verschiedenen Anbietern nutzt, zahlt nirgendwo mehr als 1.000 € im Monat ein.

OASIS: Die Sperrdatei

OASIS (§§ 8, 8a GlüStV) ist das bundesweite Spielersperrsystem. Es wird bei der Registrierung und beim Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die spielende Person eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer gesperrt ist, wird von keinem Anbieter angenommen, mit dem die Sperrdatei verbunden ist. Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind nicht an OASIS angeschlossen – ein weiterer Grund, warum eine ausländische Lizenz in Deutschland nicht schützt.

Panikbutton und Aktivitätsdatei

Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Parallel­spiel auf mehreren Konten ist verboten (§ 6h, Aktivitätsdatei). Wer parallel spielt, riskiert den Ausschluss.

Zahlungen: Nur auf den eigenen Namen

Einzahlungen und Auszahlungen laufen nur über Zahlungskonten, die auf den Namen der spielenden Person laufen – bei einem Institut, das dem Geldwäschegesetz unterliegt (§ 6b Abs. 4). Anonyme Zahlungsmittel sind nicht zugelassen – das ist der Mechanismus, der Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Wetten heraushält. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine Sache und steht in seinen Bedingungen.

Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird der Saldo innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei ausgezahlt (§ 6b Abs. 6–7).

Wettsteuer: 5,3 % – wer sie zahlt, ist Sache des Anbieters

Die Sportwettensteuer ist in §§ 16–25 RennwLottG geregelt: 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ (§§ 17, 18), also rund 5,03 % des gezahlten Betrags (5,3 ÷ 105,3). Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler (§ 19). Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Kundschaft weitergibt, ist seine Entscheidung – sie steht in seinen Bedingungen. Eine bezahlte Wettsteuer ist kein Beleg für eine Lizenz: Sie fällt auch bei unlizenzierten Anbietern an.

Bonus und Freiwetten: Was der Willkommensbonus wirklich kostet

Ein „100 % Bonus“ klingt nach geschenktem Geld. Er ist es nicht. Zwischen Werbeversprechen und tatsächlichem Wert liegen Umsatzbedingungen, Mindestquoten und Fristen – und genau dort entscheidet sich, was der Bonus kostet.

Was eine Freiwette wert ist – und was nicht

Eine Freiwette (Gratiswette, Freebet) ist kein geschenktes Geld, sondern ein Wetten-Gutschein. Wird die Wette gewonnen, wird meist nur der Nettogewinn ausgezahlt – der Einsatz der Freiwette selbst wird nicht zurückgezahlt. Wer eine 10-€-Freiwette auf eine 3,00-Quote setzt und gewinnt, bekommt 20 € Nettogewinn ausgezahlt, nicht 30 €. Das ist der Wert, der sich aus den Zahlen ergibt.

Was eine Bonusauszahlung wirklich verlangt

Bei einem Einzahlungsbonus wird der Bonus meist erst nach einem bestimmten Umsatz auszahlbar. Wie viel Umsatz nötig ist, hängt vom Umsatzfaktor ab: Wer 100 € einzahlt und einen 100-%-Bonus erhält, bekommt 100 € Bonusgeld – und muss diesen Bonus je nach Anbieter fünf-, sechsmal oder öfter zu einer Mindestquote umsetzen, bevor eine Auszahlung möglich ist. Beispiel: 100 € Bonus × 6-facher Umsatz = 600 € erforderlicher Umsatz. Bei 10 € Einsatz pro Wette sind das 60 Wetten. Wetten unter der Mindestquote zählen nicht. Dazu kommen Fristen – 30, 60 oder 90 Tage, je nach Anbieter.

Der Anbieter entscheidet, auf welche Märkte der Umsatz gilt: nur auf Sport, nur auf bestimmte Märkte, mit oder ohne Live-Wetten. Wer die Bedingungen nicht vollständig erfüllt, verliert Bonus und Gewinne.

Wann ein Bonus sich nicht lohnt

Eine Faustregel, die sich aus der Mechanik ergibt: Je höher der Umsatzfaktor und je niedriger die zugelassene Mindestquote, desto mehr muss umgesetzt werden – und desto höher ist der Anteil, den die Marge des Marktes vom Umsatz abschöpft. Wer mit einem 100-€-Bonus 600 € umsetzen muss und auf einem Markt mit 5 % Marge spielt, verliert rechnerisch rund 30 € an die Marge – bevor ein eigener Gewinn überhaupt möglich wird. Bei höherer Marge wird es mehr, bei niedrigerer weniger. Genau das ist der Grund, warum ein „großzügiger“ Bonus bei knapper Marge weniger kostet als ein kleinerer Bonus mit hoher Marge.

Apps und mobile Wetten

Wer bei einer EM live dabei sein will, ist oft unterwegs. Die Wett-App ist dann kein Bonus, sondern Arbeitsmittel – und entsprechend fallen die Unterschiede zwischen den Anbietern aus.

Was eine seriöse Wett-App können muss

Vier Funktionen, die jede EM-taugliche App mitbringen sollte:

Worauf es bei einer EM-App ankommt

Bei einer Europameisterschaft entscheidet die Reaktionszeit: Wer eine Live-Wette auf das nächste Tor platzieren will, braucht eine App, die ohne Verzögerung lädt und Quoten aktualisiert. Viele Anbieter haben eine separate Live-Sektion mit reduzierter Oberfläche – das ist Absicht, nicht Einschränkung. Wer das Spiel parallel verfolgt, sollte prüfen, ob die App auch ohne laufende Sport-Übertragung im Hintergrund funktioniert; manche Apps reduzieren die Aktualisierungsrate, wenn der Bildschirm inaktiv ist.

Die Verifizierung läuft bei allen Anbietern über die gleichen Mechanismen (Personalausweis, Adressnachweis, Zahlungsmittel), weil das GlüStV das vorschreibt. Was variiert, ist die Benutzerführung – manche Anbieter schicken die Spielenden durch einen automatisierten Prozess, andere verlangen das Hochladen per Hand.

Live-Wetten und Cash Out

Live-Wetten sind der Bereich, in dem die deutsche Regulierung am stärksten eingreift – und in dem die Anbieter am deutlichsten unterscheiden, was sie ihren Kundinnen und Kunden anbieten.

Was Live-Wetten in Deutschland dürfen

Während eines laufenden Spiels darf nur auf den Endergebnis gewettet werden – oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente (§ 21 Abs. 4 GlüStV). „Nächstes Tor“ beim Fußball ist erlaubt; „nächster Punkt“ beim Tennis, „nächster Korb“ beim Basketball nicht. Hintergrund: In Sportarten, in denen solche Ereignisse häufig eintreten, ließen sich Wetten kaum noch kontrollieren; die Regulierung beschränkt Live-Märkte auf Ereignisse, die selten genug sind, um überprüfbar zu bleiben. Eine vollständige Liste zugelassener Live-Märkte veröffentlicht die GGL im Sportwettprogramm.

Cash Out: Was die Funktion kostet

Cash Out ist keine Wette, sondern eine vorzeitige Auszahlung: Der Anbieter kauft dem Spielenden die offene Wette vor dem Ende des Ereignisses ab. Der ausgezahlte Betrag folgt einer eigenen Quote, die der Anbieter festlegt – und die in der Regel ungünstiger ist als eine faire Ableitung aus dem aktuellen Spielstand. Das ist der Preis der Funktion.

Wie Cash Out konkret aussieht, variiert von Anbieter zu Anbieter. Bei Betway erscheint beim Cash-Out das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Welche Wetten für Cash Out freigeschaltet sind, legt jeder Anbieter selbst fest – eine gesetzliche oder GGL-Vorgabe dazu gibt es nicht.

Wett-Tipps und eigene Prognosen

Wer auf eine EM wettet, will nicht nur tippen, sondern gewinnen. Was eine Prognose leisten kann – und was nicht –, gehört zum Grundwissen jeder Wette.

Warum keine Quote den Sieger sicher vorhersagt

Eine Quote ist eine Wahrscheinlichkeitsschätzung – keine Wahrheit. Wer das Turnier beginnt, weiß nicht, wer am 9. Juli 2028 in London den Pokal holt; alle Anbieter quotieren ihre eigene Einschätzung, korrigieren sie laufend nach neuen Informationen (Verletzungen, Sperren, Aufstellungsänderungen) und behalten dabei ihre Marge. Wer glaubt, eine Quote „sieht“, wer gewinnt, verwechselt die Wahrscheinlichkeit mit dem Ergebnis.

Das heißt nicht, dass Quoten nutzlos sind. Sie sind die beste verfügbare Information darüber, was der Markt über die Chancen der Mannschaften hält – aber sie sind ein Mittelwert vieler Einschätzungen, nicht das Ende der Diskussion. Wer eine Quote deutlich niedriger findet als seine eigene Einschätzung, hat einen Value. Wer eine Quote für zu niedrig hält, ohne eine eigene bessere Schätzung zu haben, irrt wahrscheinlich.

Wie eine eigene Turnierprognose entsteht

Eine EM-Prognose beginnt nicht mit dem Tipp, sondern mit der Frage, was geprüft werden muss:

Diese Faktoren ergeben keine Vorhersage, sondern eine Arbeitshypothese, die sich anpasst, wenn neue Informationen kommen. Wer seine Hypothese nicht regelmäßig überprüft, läuft Gefahr, an einer einmal gewählten Sichtweise festzuhalten – und das kostet langfristig Geld.

Der Umgang mit dem Wettbudget

Das Wettbudget ist der Teil des verfügbaren Einkommens, der für Wetten zur Verfügung steht – und der so bemessen sein sollte, dass sein Verlust keine spürbaren Folgen hat. Drei Empfehlungen, die sich aus der Mechanik ergeben:

Anbieter im Detail

Jetzt zu den zehn lizenzierten Anbietern einzeln. Jeder Block endet mit einem knappen Urteil, was den Anbieter für EM-Wetten auszeichnet – und wo er gegenüber den anderen das Nachsehen hat.

Betway – App und Konfigurator als Stärke

Betway besitzt für die Domain Betway.de eine Erlaubnis der GGL; die Betway Limited ist die Inhaberin. Der Eintrag auf der Whitelist erfolgte zum 9. März 2021 (Folgeerlaubnis 23. Dezember 2022). Damit gehört der Anbieter zur zweiten Welle der lizenzierten deutschen Buchmacher.

Das Angebot hebt sich durch zwei Bausteine ab: Den Wettkonfigurator für Fußballspiele, mit dem sich Auswahlen aus verschiedenen Partien kombinieren lassen (Konfigurator+), und die Cash-Out-Funktion. Beim Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Für EM-Spiele bedeutet das: Wer unterwegs ist und seine Wette vorzeitig absichern will, kann das ohne Sprung in den Browser tun.

Wer eine App sucht, die Konfigurator und Cash-Out sauber verbindet, ist bei Betway richtig. Wer das niedrigste Margen-Niveau im Feld sucht, sollte zusätzlich die Konkurrenz prüfen – Betway wirbt nicht mit einer 0-%-Wettsteuer oder einer Quotenstudie.

VBet – Junger Anbieter mit wachsendem Programm

VBet ist über die SCGO Limited (Sitz in St. Julian’s, Malta) für die Domain Vbet.de lizenziert. Die GGL-Erlaubnis gilt seit dem 5. Dezember 2023 – ein späterer Markteintritt im Vergleich zu den Anbietern der ersten Welle.

Was die Erlaubnis jung macht: VBet und Marketing, Auftritt und Sportangebot sind auf dem deutschen Markt noch im Aufbau. Wer einen etablierten Anbieter mit großer Marktbreite sucht, findet ihn eher anderswo. Wer einen Anbieter mit Lizenz und wachsendem Programm sucht, sollte VBet im Auge behalten.

ODDSET – Deutsche Wurzeln, stationäre Präsenz

Die ODDSET Sportwetten GmbH hält die Erlaubnis für die Domain Oddset.de. Seit dem 18. November 2020 (Folgeerlaubnis 15. Dezember 2022) ist das Angebot unter der Aufsicht der GGL legal verfügbar.

Was ODDSET von den meisten Mitbewerbern unterscheidet: Der Anbieter betreibt neben dem Online-Angebot auch stationäre Annahmestellen in Deutschland – eine Mischung, die im lizenzierten Feld selten geworden ist. Wer Wetten am Schalter der vertrauten Lotto-Annahmestelle abgeben will, findet bei ODDSET eine Anlaufstelle, die im Internet fehlt. Das Quotenniveau ist im Online-Vergleich eher zurückhaltend; die Stärke liegt in der Erreichbarkeit.

Sportingbet – Große Sportauswahl, Konfigurator im Programm

Sportingbet (Sportingbet.de) operiert unter der Sportingbet (Deutschland) Limited. Die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020 (Folgeerlaubnis 21. Dezember 2022). Als einer der frühen Anbieter gehört Sportingbet zur ersten lizenzierten Welle.

Im Wettangebot findet sich ein „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten; das Sportangebot reicht von Fußball über Tennis, Basketball, Eishockey und Handball bis Darts und Snooker. Für eine Europameisterschaft heißt das: Standard-EM-Märkte sind abgedeckt, dazu eine Reihe von Randsportarten, die bei kleineren Anbietern fehlen.

Wer über den Fußball hinaus wetten will, ist bei Sportingbet gut aufgehoben. Wer eine besonders tiefe EM-spezielle Marktpalette sucht, sollte zusätzlich bei den EM-Spezialisten schauen.

AdmiralBet – Novomatic-Schwester mit Casino-Anschluss

AdmiralBet (Admiralbet.de) wird durch die Greentube Betting Malta Limited betrieben. Die GGL-Erlaubnis datiert vom 9. Oktober 2020 (Folgeerlaubnisse 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024). Für das separate Angebot an virtuellen Automatenspielen auf slots.admiralbet.de liegt eine weitere Erlaubnis seit dem 28. September 2022 vor.

Was AdmiralBet auszeichnet: Die Marke gehört zur Novomatic-Gruppe, dem österreichischen Glücksspielkonzern, und teilt sich mit dem Slot-Angebot eine Plattform – wer Casino und Sportwetten aus einer Hand möchte, findet hier beides. Das Quotenniveau im Sportbereich ist solide, ohne Spitzenwerte; die Stärke liegt im Verbund.

bpremium – Marke von Ladbrokes Deutschland

Die Ladbrokes (Deutschland) Ltd führt das Angebot unter Bpremium.de (Registernummer C92799). Die Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 ausgestellt (Folgeerlaubnis 21. Dezember 2022).

Die Marke bpremium tritt in Deutschland mit dem britischen Ladbrokes-Hintergrund auf – eine Historie, die sich in der Markenführung zeigt, weniger im Quotenniveau. Wer eine Marke mit klar erkennbarem Profil sucht und mit britischer Herkunft kein Problem hat, findet hier einen lizenzierten Anbieter.

bet-at-home – Klassischer Online-Buchmacher, solide Whitelist-Erlaubnis

Bet-at-home.com Internet Limited hält die Erlaubnis für Bet-at-home.de. Die Sportwetten-Erlaubnis gilt seit dem 2. November 2020 (Folgeerlaubnis 22. Dezember 2022). Eine zusätzliche Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele wurde am 28. Dezember 2022 erteilt.

bet-at-home ist einer der wenigen Anbieter im Feld, die schon vor der deutschen Regulierungswelle als Online-Buchmacher etabliert waren. Das Sportangebot ist breit, die Quoten bewegen sich im Mittelfeld des lizenzierten Marktes. Wer einen Anbieter mit langer Online-Historie sucht, ist hier richtig; wer einen Newcomer mit aggressivem Quotenniveau sucht, schaut weiter.

NEO.bet – Junger Anbieter mit Erlaubnis seit der ersten Welle

NEO.bet (Greenvest Betting Limited) ist seit dem 9. Oktober 2020 (Folgeerlaubnis 22. Dezember 2022) durch die GGL lizenziert. Der Anbieter gehört damit zur ersten Welle der legalen Sportwetten-Plattformen in Deutschland.

NEO.bet positioniert sich als junger, designorientierter Anbieter – wer eine modern gestaltete Oberfläche schätzt, findet hier eine Alternative. Über das Quotenniveau auf EM-Spielen lässt sich auf Grundlage der verfügbaren Quellen keine Aussage treffen; das ist etwas, das vor einer Registrierung selbst zu prüfen ist.

MERKUR BETS – Späte Erlaubnis, stationärer Hintergrund

MERKUR BETS ist mit MERKUR BETS auf der GGL-Whitelist (Stand 2. Oktober 2026); Inhaberin ist die Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in Level 3, St Julians Business Centre, Triq Elija Zammit, STJ 3155, St. Julian’s, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis wurde am 6. November 2023 erteilt – neben VBet der jüngste Anbieter im Feld.

Hintergrund: MERKUR BETS gehört zur Gauselmann-Gruppe, dem deutschen Hersteller von Spielautomaten und Betreiber von Spielstätten. Wer ein stationäres Pendant im Kopf hat, findet hier einen Anbieter mit ähnlicher Aufstellung. Das Online-Angebot ist schmaler als bei den Großen der Branche; für EM-Wetten mit Standardmärkten reicht es.

bwin – Etabliert, mit Werbehintergrund

bwin ist mit Bwin.de auf der GGL-Whitelist (Stand 2. Oktober 2026); Inhaberin ist die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erteilt (Folgeerlaubnis 23. Dezember 2022). Damit gehört bwin zur ersten Welle der lizenzierten Anbieter.

bwin ist eine der bekanntesten Sportwetten-Marken in Deutschland, mit langer Werbehistorie und großer Reichweite. Die Marke bündelt mehrere europäische Buchmacher unter einem Dach – eine Struktur, die sich in der Angebotsbreite und im Quotenniveau zeigt. Für eine Europameisterschaft bietet bwin das volle Standardprogramm: 1X2, Gruppenwetten, Turnierwetten, Live-Märkte im Rahmen der GGL-Regeln.

Wer einen Anbieter mit großer Markenbekanntheit und breitem Standardangebot sucht, ist bei bwin gut aufgehoben. Wer einen Anbieter mit besonders niedriger Marge oder besonders hohem Bonus sucht, sollte zusätzlich vergleichen.

Häufig gestellte Fragen

Nur Anbieter, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit einer Sportwetten-Erlaubnis stehen. Die Whitelist ist das einzige amtliche Verzeichnis erlaubter Anbieter und wird auf glücksspiel-behoerde.de veröffentlicht. Wer dort nicht steht, darf in Deutschland keine Sportwetten vermitteln – auch nicht mit einer maltesischen oder curaçaoischen Lizenz.

Wie lässt sich auf der GGL-Whitelist prüfen, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis besitzt?

Die Whitelist ist auf der Website der GGL öffentlich einsehbar. Sie führt Domain und Inhaber jeder Erlaubnis mit dem Datum der Erteilung. Eine Whitelist auf der dazugehörigen Domain reicht nicht – geprüft wird der Eintrag der Domain in der Liste. Der Stand der Liste ist auf der Seite angegeben; bei diesem Stand sind 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis verzeichnet.

Findet 2026 eine Fußball-Europameisterschaft statt – wann waren die letzte und die nächste Endrunde?

2026 findet keine EM statt. Die letzte Endrunde war die EM 2024 in Deutschland (14. Juni bis 14. Juli 2024, Spanien besiegte England im Finale 2:1). Die nächste Endrunde ist die EM 2028 in England, Schottland, Wales und Irland (9. Juni bis 9. Juli 2028). Die Qualifikationsauslosung ist am 6. Dezember 2026 in Belfast.

Wie hoch ist das monatliche Einzahlungslimit bei lizenzierten Anbietern – und gilt es pro Anbieter oder insgesamt?

Das Standard-Einzahlungslimit liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat – und es gilt über alle lizenzierten Anbieter hinweg kumuliert, nicht pro Anbieter. Die Kontrolle läuft über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter darf für einzelne Spielende ein höheres Limit setzen, aber nur mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und nur bis 10.000 € (in Ausnahmen bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spielenden).

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Turnierwette – und wie wirkt die Wettsteuer?

Eine Wette zahlt im Erfolg den Einsatz × die Quote. Bei 10 € Einsatz und einer Quote von 2,50 sind das 25 € – 10 € Einsatz plus 15 € Nettogewinn. Die Wettsteuer von 5,3 % wird vom Veranstalter abgeführt, nicht vom Spieler. Ob und wie der Anbieter sie an die Kundschaft weitergibt, ist Sache seiner Bedingungen – es gibt keinen einheitlichen deutschen Modus.

Warum kann keine Quote den Sieger einer EM sicher vorhersagen – und was sagt sie aus?

Eine Quote ist eine Wahrscheinlichkeitsschätzung – sie bildet die Einschätzung des Marktes ab, nicht das Ergebnis. Sie enthält die Marge des Buchmachers, ist also systematisch ungünstiger als die „wahre“ Wahrscheinlichkeit. Wer die Quote als Prognose liest, sieht nicht, wer gewinnt, sondern wem der Markt die besten Chancen gibt – eine nützliche Information, keine Vorhersage.

Inhalt erstellt vom Team «Ligawetten Info»