Afrika-Cup Wetten 2026 – wer spielt, wer anbietet, was es kostet

Updated Oktober 2026
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Stand: 20. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026

Ein Fußballstadion unter Flutlicht mit hellen Rängen, von einem Hügel aus gesehen, darüber ein dunkelblauer Abendhimmel.
Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko mit 24 Nationen statt.

Wer nach „Afrika-Cup Wetten 2026“ sucht, kommt mit einer Annahme auf die Seite, die so nicht stimmt. Es gibt keinen Afrika-Cup 2026. Die letzte Ausgabe, der Afrika-Cup 2025, lief vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko; die nächste, der Afrika-Cup 2027, ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Das „2026“ im Suchbegriff ist das Veröffentlichungsjahr der Seite und kein Austragungsjahr eines Turniers. Genau diese Verschiebung – Sommer 2025, dann Jahreswechsel 2025/26, dann Sommer 2027 – sorgt bei Buchmachern und Wettenden gleichermaßen für Verwirrung, weil sich Quoten, Werbeaktionen und Turnierplanangaben nicht mehr an einem Stichtag festmachen lassen. Wer heute Wetten auf ein AFCON von Afrika platzieren will, tippt also entweder rückwirkend auf den abgeschlossenen Afrika-Cup 2025 oder vorausschauend auf den Afrika-Cup 2027. Beides ist möglich, beides ist an strenge Regeln gebunden.

Die Seite ordnet das Turnier ein, erklärt die Rechtslage in Deutschland und zeigt, was die Wettarten auf einen Kontinentalwettbewerb mit Gruppenphase, K.-o.-System und Elfmeterschießen taugen. Zehn Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis stehen zum Vergleich, einer davon – Interwetten – ist der einzige hier am Start, dessen Liste sich seither nicht verändert hat.

Warum 2026 kein Afrika-Cup stattfindet und welche Ausgaben wirklich zählen

Die Verschiebung hat eine Vorgeschichte. Der Afrika-Cup 2025 sollte ursprünglich im Sommer 2025 in Marokko stattfinden, wurde aber wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 auf den Jahreswechsel 2025/26 verlegt. Eröffnet wurde am 21. Dezember 2025, das Finale am 18. Januar 2026 ausgetragen. Am Ende stand Senegal als Sieger da, nach einem 1:0 gegen Marokko in der Verlängerung. Wenige Wochen später wertete die CAF das Endspiel mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Mannschaft nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit den Platz verlassen hatte; der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Torschützenkönig wurde Brahim Díaz mit fünf Treffern, das Spiel um Platz drei entschied Nigeria im Elfmeterschießen mit 4:2 gegen Ägypten. Wer heute noch Quoten für „Afrika-Cup 2026“ findet, bekommt also entweder Nachläufer auf den abgeschlossenen Wettbewerb oder erste Future-Märkte auf 2027 – und sollte genau hinschauen, welche Ausgabe der Anbieter meint.

Ein Fußball auf rotem Sandboden neben einer Reihe Hütchen auf einem Trainingsplatz bei untergehender Sonne.
Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden; zur Qualifikation meldeten sich 54 Mannschaften an.

Der Afrika-Cup 2027 ist nach aktuellem Stand für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 angesetzt. Austragungsorte sind Kenia, Tansania und Uganda als gemeinsame Gastgeber; 54 Mannschaften haben sich zur Qualifikation gemeldet. Das ist deutlich mehr als die 24 Teams, die am Ende mitspielen, also ein langer Weg durch Vorrunden und Gruppenphasen bis zum finalen Turnier. Organisiert wird der Wettbewerb von der CAF, seit der ersten Austragung 1957. Rekordsieger ist Ägypten mit sieben Titeln, Rekordtorschütze Samuel Eto’o mit 18 Toren. Seit 2019 nehmen 24 Mannschaften teil; nach 2027 soll das Turnier nur noch alle vier Jahre stattfinden – ein weiterer Grund, warum sich Anstoßzeiten und Quotenfenster in den nächsten Jahren verschieben.

Was das für Wettende bedeutet: Wer jetzt Wetten auf den Afrika-Cup platziert, tippt entweder rückwirkend oder auf einen Future-Markt mit mehr als einem Jahr Vorlauf. Bei Future-Wetten ist die Marge der Buchmacher höher als bei Spielausgangswetten, weil das Ergebnis so weit weg liegt. Wer vor allem kurzfristige Quoten sucht, hat zwischen den Ausgaben wenig Angriffsfläche – und sollte in der Gruppenphase eines laufenden Afrika-Cups oder kurz vor Anpfiff einer K.-o.-Partie setzen, nicht Monate im Voraus.

Rechtslage: Wetten auf den Afrika-Cup sind in Deutschland nur bei GGL-erlaubten Anbietern zulässig

Seit dem 1. Juli 2021 regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) Sportwetten in Deutschland. Zuständig ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV, überwacht die Anbieter und kann Bußgelder verhängen. Wer in Deutschland Sportwetten – auch auf den Afrika-Cup – legal anbieten will, braucht eine Erlaubnis der GGL und ist nur dann rechtmäßig unterwegs, wenn die jeweilige Domain auf der amtlichen Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV steht.

Eine Waage aus Messing und ein geschlossener Aktenordner ohne Beschriftung stehen auf einem polierten Schreibtisch.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die Whitelist ist die einzige verlässliche Prüfung. Sie führt aktuell 30 Einträge, davon 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis) und drei weitere nur für Pferdewetten. Jede eingetragene Domain ist eine .de-Domain – aber eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis, weil auch nicht zugelassene Anbieter deutsche Endungen nutzen. Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1), die Whitelist zeigt allerdings nur das Datum der erstmaligen Erteilung und gegebenenfalls Folgeerlaubnisse, kein Enddatum. Auf der Whitelist vom 2. Oktober 2026 stehen zehn für diese Seite ausgewählte Anbieter mit ihrer Sportwetten-Erlaubnis.

Was darf überhaupt gewettet werden? § 21 Abs. 1 GlüStV erlaubt feste Quoten auf das Ergebnis eines Ereignisses, auf einen Abschnitt davon und auf Vorkommnisse darin, als Einzel- oder Kombinationswette. Live-Wetten sind eingeschränkt: Während eines laufenden Ereignisses darf nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente gewettet werden – und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball geht, nächster Satz im Tennis geht; nächster Punkt im Tennis und nächster Korb im Basketball gehen nicht. Verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als amateurhaft), auf manipulationsanfällige Wetten sowie auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Was Esports angeht, ist die Lage klar: Die GGL stellt fest, dass Wetten auf Esports nicht möglich sind, weil Esports nicht als Sport anerkannt ist – es gibt in Deutschland keine lizenzierten Esports-Wetten. Auf virtuellen Sport geht die Behörde nicht öffentlich ein; die Seite übergeht das Thema.

Was das für den Afrika-Cup heißt: Die Partien sind reguläre Fußball-Events mit Profimannschaften, also grundsätzlich wettfähig – einschließlich Live-Wetten auf das nächste Tor und das Endergebnis. Was nicht geht, sind Wetten auf rein amateurhafte Qualifikationsspiele unterhalb des Profibereichs oder auf Vorfälle rund um Regelverstöße. Buchmacher, die auf den Afrika-Cup Quoten anbieten, müssen diese Vorgaben in ihrem Programm abbilden – und sie tun es auch, weil das Turnier ein etablierter Markt ist.

Eine ausländische Lizenz – aus Malta, Gibraltar, Curaçao oder Anjouan – ersetzt die deutsche Erlaubnis nicht. Anbieter ohne deutsche Genehmigung betreiben in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor solchen Angeboten und hat in mehreren Verfahren Zahlungs- und Netzsperren durchgesetzt. Strafrechtlich kann die Veranstaltung nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden, Werbung nach § 284 mit bis zu einem Jahr; die Verfolgung einzelner Spielerinnen und Spieler nach § 285 StGB ist in der Praxis nicht etabliert – weder ein Freifahrtschein noch ein Grund zur Dramatisierung. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt; der Bundesgerichtshof hat die Frage am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH vorgelegt, der Generalanwalt hält eine Rückzahlungspflicht in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich. Eine Garantie auf Rückzahlung gibt es nicht; die Verfahren zeigen aber, dass die zivilrechtliche Seite kein zahnloser Tiger ist.

Wer in Deutschland auf den Afrika-Cup wetten will, sollte also zuerst auf der Whitelist nachsehen. Steht die Domain dort nicht, ist das Angebot in Deutschland nicht zugelassen – egal wie seriös der Anbieter sonst wirkt.

Verantwortliches Spielen: Warum Turnierwochen Diszplin erfordern

Große Turniere haben eine eigene Mechanik: Alle zwei, drei Tage ein Spiel, neue Quoten, neue Storylines, und das über Wochen. Das verleitet zu Spontaneinsätzen, die das normale Wettverhalten sprengen. Wer hier ohne feste Regeln spielt, baut in kurzer Zeit mehr Verlust auf als bei einem Bundesliga-Wochenende.

Das gesetzliche Sicherheitsnetz ist eng gestrickt. Teilnehmen darf nur, wer volljährig ist (§ 4 Abs. 3). Pro Anbieter ist ein Konto mit vollständiger Verifizierung vorgeschrieben (§ 6a); vor der Verifizierung darf ein Anbieter das Konto höchstens 72 Stunden nutzen lassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung. Das wichtigste Limit steht in § 6c Abs. 1: 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, default, technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Wer ein höheres Limit will, muss dem Anbieter seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen – eine Selbsterklärung reicht nicht, und der Anbieter darf nur einen Bruchteil seiner aktiven Kundinnen und Kunden auf 10.000 bis 30.000 € setzen (maximal 1 %). Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen. Paralleles Spielen ist nach § 6h über die LUGAS-Aktivitätsdatei ausgeschlossen.

Zwei Schutzschalter greifen direkt am Konto. OASIS, das Sperrsystem nach §§ 8, 8a, ist die bundesweite Sperrdatei, die bei Registrierung und Login abgefragt wird. Eine Selbstaussetzung dauert mindestens drei Monate, wenn die spielende Person eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus – wer an einem Dienstagabend nach drei Afrika-Cup-Spielen merkt, dass die Disziplin kippt, hat einen Knopf, der ohne Umwege blockiert.

Was Offshore-Anbieter anders machen: Sie sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Kein Sperrsystem, kein zentrales Einzahlungslimit, keine Selbstaussetzung mit deutscher Wirkung. Das ist für manche Hochrisikospieler ein Argument, für die meisten Wettenden ein klarer Nachteil. Wer Verantwortung für sich selbst sucht, findet sie nur auf der Whitelistseite.

Wer aktiv Wetten auf den Afrika-Cup platziert, sollte sich ein eigenes Budget setzen, das unter dem gesetzlichen 1.000 €-Limit liegt, und dieses Budget in einer App außerhalb des Wettkontos tracken. Wer merkt, dass das Turnier das normale Spielverhalten verschiebt, sollte den Panikbutton nutzen oder sich via OASIS für mindestens drei Monate sperren lassen. Die Werkzeuge existieren, sie werden nur zu selten genutzt.

Wettarten beim Afrika-Cup: Sieger, Gruppe, Spielausgang, Torschützen

Der Afrika-Cup hat ein Format, das eine breite Palette an Wettarten ermöglicht. Gespielt werden sechs Vierergruppen, von denen die beiden Gruppenersten und die vier besten Gruppendritten in die K.-o.-Runde einziehen. Ab dort wird verlängert und bei Gleichstand ein Elfmeterschießen durchgeführt. Wer auf den Afrika-Cup wettet, kann damit auf sehr unterschiedliche Zeitpunkte und Granularitäten setzen.

Die klassische Wette vor Turnierbeginn ist die Siegerwette (Outright). Wer auf Ägypten als Rekordsieger tippt, bekommt eine Quote, die das Turnier über die ganze Distanz bewertet – Future-Märkte, die Wochen vor Anpfiff stehen und deren Marge deutlich höher liegt als bei Spielausgangswetten. Üblich sind Wetten auf den Torschützenkönig (Top Scorer), auf den Gruppensieg in den einzelnen Gruppen sowie auf das Abschneiden einzelner Mannschaften (Erreichen des Viertelfinals, Halbfinals, Finals). Diese Märkte bleiben über die ganze Turnierdauer geöffnet und werden live angepasst, wenn ein Team ausscheidet.

Spieltagnah sind die Standardmärkte: 1X2 (Heimsieg / Unentschieden / Auswärtssieg), Doppelte Chance, Over/Under auf Toranzahlen, Handicap-Wetten, Both Teams to Score (BTTS), Ergebniswetten zur Halbzeit oder zum Spielende. Beim Afrika-Cup kommen dazu Wetten auf das erste Tor, den Zeitpunkt des ersten Tors, auf Karten und Ecken – alles im Rahmen dessen, was die GGL erlaubt.

Spezialfall K.-o.-Spiele: Wetten auf das Spielende nach 90 Minuten schließen die Verlängerung nicht ein. Wer auf Senegal im Finale 2025 vor Anpfiff auf „Sieg nach 90 Minuten“ setzte, hatte verloren, weil das 1:0 erst in der Verlängerung fiel. Das ist keine Buchmacherspezialität, sondern eine grundsätzliche Regel für K.-o.-Spiele. Wer das Elfmeterschießen mitnehmen will, muss eine Wette auf „Sieg inklusive Elfmeterschießen“ oder auf „Qualifiziert sich für die nächste Runde“ abschließen – die meisten Buchmacher bieten beides an. Was die Quoten unterscheidet: Die Wette auf „Qualifiziert“ hat zwei mögliche Ausgänge (ja/nein), die Wette auf „Sieg nach Verlängerung und Elfmeterschießen“ hat drei und damit eine höhere Marge. Wer auf den Spielausgang nach 90 Minuten tippt, sollte die Quoten der beiden Unentschieden-Optionen vergleichen – Buchmacher mit niedrigerer Marge geben hier meist den besseren Preis.

Was den Afrika-Cup von europäischen Ligen unterscheidet: Die Gruppenphase hat sechs Vierergruppen, also 24 Spiele in der Vorrunde – ein dichtes Programm, das Live-Wetten begünstigt. Allerdings greift die GGL-Einschränkung: Live nur auf Endergebnis und auf „nächstes Tor“ im Fußball. Wer auf die nächste Ecke oder den nächsten Einwurf live setzen will, findet das bei lizenzierten deutschen Anbietern nicht – ein Punkt, der in der Werbung der Buchmacher gern übergangen wird.

Quoten, Marge und der Preis, den der Buchmacher nimmt

Jede Quote trägt eine Marge in sich. Wer versteht, wie sie entsteht, kann Preise vergleichen, ohne sich von großen Zahlen blenden zu lassen. Die Grundregel: Bei einem 1X2-Markt mit den drei Quoten q1, qX, q2 berechnet sich die Auszahlungsquote (der Anteil aller Einsätze, der im Schnitt an die Wettenden zurückfließt) als 1 ÷ (1/q1 + 1/qX + 1/q2). Die Marge des Buchmachers ist 100 % minus dieser Auszahlungsquote.

Ein Beispiel: Quote 2,10 für Heimsieg, 3,40 für Unentschieden, 3,60 für Auswärtssieg. Die Kehrwerte sind 1/2,10 = 0,4762, 1/3,40 = 0,2941 und 1/3,60 = 0,2778. Zusammen ergeben sie 0,4762 + 0,2941 + 0,2778 = 1,0481. Die Auszahlungsquote ist 1 ÷ 1,0481 = 0,9541, also 95,41 %. Die Marge liegt damit bei rund 4,59 % – was im oberen Drittel dessen liegt, was Buchmacher bei großen Fußball-Events verlangen. Für 1X2-Märke auf gut liquiden Events liegen typische Margen zwischen 3 % und 6 %, bei Future-Märkten und Spezialwetten oft über 10 %. Eine Auszahlungsquote unter 95 % ist kein Skandal, aber auch kein gutes Zeichen. Wer konsequent vergleicht, findet bei den etablierten Anbietern Werte zwischen 94 % und 96 % auf den Hauptmärkten.

Was das in Euro heißt: Bei 100 € Einsatz auf eine Quote von 2,10 und einem Sieg zahlt der Buchmacher 210 € zurück, davon 100 € Einsatz und 110 € Nettogewinn. Über 100 solcher Wetten mit identischer Quote fließen im Schnitt 95,41 € zurück – der Rest, rund 4,59 €, ist die Marge. Das ist der Preis, den jede Wette statistisch kostet, unabhängig davon, wie klug die Auswahl war. Wer sein Wettverhalten versteht, verlässt sich nicht auf einzelne Glückstreffer, sondern rechnet im Kopf mit, dass auf lange Sicht die Marge den Gewinn schmälert.

Der zweite Preis, der oft übersehen wird, ist die Sportwettensteuer. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ (§§ 17, 18 RennwLottG), ausmachend rund 5,03 % des ausgezahlten Einsatzes. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Wettende (§ 19). Ob und wie sie an die Kundinnen und Kunden weitergegeben wird, ist Sache des Anbieters und steht in dessen AGB. Einige Buchmacher ziehen die Steuer direkt von der Quote ab (der Wettende sieht eine reduzierte Quote und bekommt den vollen Gewinn ausgezahlt), andere ziehen sie vom Gewinn ab (die Quote bleibt, der Gewinn fällt um 5,3 % kleiner aus). Auf den ersten Blick wirkt „0 % Wettsteuer“ wie ein Werbeversprechen; tatsächlich bedeutet es in der Regel, dass der Anbieter die Steuer schluckt und über die Quote finanziert. Wer Preise vergleicht, sollte die Nettorendite nach Steuer berechnen, nicht die Bruttoquote.

Turnier und Spielplan: Wann Wetten verfügbar sind und wie sich Quoten bis zum Anpfiff verändern

Der Afrika-Cup folgt einem Rhythmus, der für Wettende gleich zwei Effekte hat: Erstens, das Programm ist dicht, was Live-Wetten begünstigt. Zweitens, die Quoten verändern sich bis zum Anpfiff, je näher der Termin rückt.

Phase eins ist die Future-Phase. Wochen vor Turnierbeginn öffnen Buchmacher Outright-Märkte (Turniersieger, Torschützenkönig, Gruppensieger). Die Margen sind hier am höchsten, weil das Ergebnis noch weit weg ist und der Buchmacher mehr Unsicherheit einpreist. Wer früh auf einen Außenseiter tippt, bekommt eine hohe Quote, aber die Marge ist auch höher.

Phase zwei ist die Gruppenphase. Sechs Vierergruppen, 24 Spiele in der Vorrunde, Spielplan über etwa zwei Wochen. Hier öffnen die Hauptmärkte: 1X2 auf jedes Spiel, Doppelte Chance, Over/Under, Handicap, Ergebnis zur Halbzeit, Both Teams to Score. Die Margen auf den Hauptmärkten sind im Schnitt am niedrigsten, weil die Liquidität am größten ist.

Phase drei ist die K.-o.-Runde. Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale, Finale. Pro Runde weniger Spiele, aber jedes einzelne Spiel hat höhere Einsätze und eine höhere Aufmerksamkeit. Hier wird es interessant für Live-Wetten, weil die Spielverläufe klarer werden und Quoten sich schnell bewegen – aber auch die Einschränkungen greifen: Live nur auf Endergebnis und auf das nächste Tor im Fußball.

Der Spielplan wirkt sich auch auf die Verfügbarkeit aus: Wenn der Afrika-Cup nicht läuft, sind die Märkte geschlossen. Zwischen den Ausgaben – wie jetzt zwischen 2025 und 2027 – gibt es nur Future-Märkte auf 2027 und keine Live-Märkte. Das ist der Grund, warum die Suche nach „Afrika-Cup Wetten 2026“ derzeit wenig Treffer hat: Die meisten Buchmacher listen nur, was gerade stattfindet oder demnächst stattfindet.

Anbieter im Vergleich: Wer eine deutsche Erlaubnis hat und was er bietet

Die folgenden zehn Anbieter führen auf der GGL-Whitelist (Stand 2. Oktober 2026) eine Sportwetten-Erlaubnis. Sie sind keine Empfehlung in dem Sinn, dass ein Anbieter für jede Wettende und jeden Wettenden passt – sie sind diejenigen, die in Deutschland Africa-Cup-Märkte anbieten dürfen. Die Tabelle zeigt, wer hinter der Domain steht und seit wann die Erlaubnis erteilt wurde.

Anbieter Whitelist-Status Inhaber laut Whitelist Sportwetten-Erlaubnis seit
VBet GGL Whitelist, Sportwetten SCGO Limited, St. Julian’s, Malta 05.12.2023
Betway GGL Whitelist, Sportwetten Betway Limited 09.03.2021
ODDSET GGL Whitelist, Sportwetten ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
bet365 GGL Whitelist, Sportwetten Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta 09.10.2020
AdmiralBet GGL Whitelist, Sportwetten Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
Tiptorro GGL Whitelist, Sportwetten Torro Tec Limited, Malta 30.06.2021
Sportingbet GGL Whitelist, Sportwetten Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
888sport GGL Whitelist, Sportwetten 888 Germany Limited 30.06.2021
DAZN Bet GGL Whitelist, Sportwetten DZBT Operations Limited, Zebbug, Malta 22.08.2023
Interwetten GGL Whitelist, Sportwetten Interwetten Gaming Limited, Sliema, Malta 02.11.2020

Hinter jeder Domain steht eine andere Inhabergesellschaft, mal in Deutschland, mal in Malta. Was die Tabelle nicht zeigt, ist die Frage, wie sich die Anbieter beim Afrika-Cup konkret schlagen – die Märkte selbst sind bei allen Lizenzinhabern vergleichbar angelegt. Die Unterschiede liegen in der Tiefe des Wettprogramms, in den Quoten auf den Hauptmärkten, im Live-Angebot und in den Funktionen wie Cash Out und Wettkonfigurator.

VBet: Späte Erlaubnis, breites Programm

Die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion in St. Julian’s, Malta, betreibt VBet. Die GGL listet die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023 – einer der jüngeren Einträge auf der Whitelist. VBet ist unter den hier aufgeführten Anbietern einer der Anbieter mit der spätesten Erlaubnis, was bedeutet, dass das Programm seit 2023 unter GGL-Aufsicht laufen muss, ohne den Bestandsschutz älterer Anbieter. Für die Wettenden heißt das: Wer bei VBet spielt, hat die volle Palette der Schutzmechanismen – OASIS-Abfrage, LUGAS-Limitdatei, 1.000 €-Default-Limit – ohne Abstriche. Das Programm ist breit, Afrika-Cup-Märkte sind Standard. Was die Quoten angeht, lohnt sich der direkte Vergleich mit bet365 und AdmiralBet auf den 1X2-Hauptmärkten, weil die Marge von Anbieter zu Anbieter schwankt. Wer bei VBet spielt, sollte das eigene Konto im Blick behalten und das 1.000 €-Limit kennen.

Betway: Cash Out und Wettkonfigurator

Betway Limited betreibt Betway mit Erlaubnis seit dem 9. März 2021, einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Betway hebt sich mit zwei Funktionen hervor: Cash Out direkt im Konto („Meine Wetten“, grünes Symbol, Auszahlung des vollen Betrags oder eines Teils) und der Wettkonfigurator+ für Fußballspiele, der Auswahlen aus mehreren Partien zu einer Kombiwette bündelt. Beide Funktionen sind beim Afrika-Cup relevant – Cash Out für Live-Situationen, wenn eine Wette bereits gut läuft, der Konfigurator für kombinierte Märkte über mehrere Spiele hinweg. Die App ist im App Store gelistet. Für Wettende, die gern vor dem Anpfiff Kombinationen bauen oder unter dem Spiel aussteigen wollen, ist Betway eine ernste Adresse. Für Wettende, die vor allem auf Afrika-Cup-Sieger und Outright-Märkte setzen, ist die Auswahl nicht anders als bei den Mitbewerbern.

ODDSET: Staatlich verwurzelt, deutsche GmbH

Die ODDSET Sportwetten GmbH betreibt ODDSET und bekam die Erlaubnis vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022; die GGL ist die Aufsichtsbehörde. Die Ersterlaubnis datiert auf den 18. November 2020, die Folgeerlaubnis auf den 15. Dezember 2022. Als deutsche GmbH ist ODDSET die Ausnahme im internationalen Malta-Cluster – die meisten anderen Anbieter hier sind Limiteds mit Sitz auf Malta. Das wirkt sich auf die Rechtsdurchsetzung aus, weil deutsches Gesellschaftsrecht unmittelbar greift. Was das Programm angeht, ist ODDSET solide, aber nicht auffällig: Die Hauptmärkte auf den Afrika-Cup sind Standard, Live-Wetten sind verfügbar, ein Bonusprogramm existiert. Wer einen deutschen Anbieter mit deutschem Gesellschaftsrecht sucht, ist hier richtig; wer die breiteste Quotenauswahl will, schaut eher bei bet365 oder Betway.

bet365: Größtes Wettprogramm, hohe Liquidität

Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta, betreibt bet365. Die Erlaubnis ist seit dem 9. Oktober 2020 erteilt, mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Das Wettprogramm ist eines der breitesten am Markt – Afrika-Cup-Märkte sind in voller Breite verfügbar, von Outright bis zu Spielstatistiken. Die Liquidität auf den Hauptmärkten sorgt für niedrige Margen, oft im Bereich von 94 bis 96 % auf den 1X2-Märkten großer Spiele. Cash Out ist etabliert, die App ist im App Store gelistet. Für Wettende, die viele Märkte vergleichen wollen, ist bet365 die Referenz – auch wenn das Eigenlob des Anbieters nicht blind übernommen werden sollte. Wer seinen Blick auf den Afrika-Cup richtet, sollte bet365 als eines der Hauptkonten führen, in denen die Hauptmärkte liquide sind.

AdmiralBet: Frühe Erlaubnis, klare Linie

Die Greentube Betting Malta Limited betreibt AdmiralBet mit einer Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. AdmiralBet gehört zu den frühen Whitelist-Einträgen und hat das Programm entsprechend lang unter deutscher Aufsicht weiterentwickelt. Für virtuelle Automatenspiele auf einer eigenen Domain besteht eine separate Erlaubnis seit dem 28. September 2022 – was zeigt, dass AdmiralBet zwischen Sportwetten und Casino trennt, wie es das deutsche Recht verlangt. Beim Afrika-Cup-Quotenvergleich schneidet AdmiralBet auf den Hauptmärkten solide ab. Wer mehrere Konten parallel führen will, kann AdmiralBet als zweites Hauptkonto nutzen und auf diese Weise die Margen auf dem Lieblingsmarkt vergleichen.

Tiptorro: Anbieter aus dem App Store

Die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta betreibt Tiptorro mit Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021, einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Die App wird im App Store unter dem Namen Tiptorro geführt; der Anbieter beschreibt sich selbst als behördlich zugelassen und unter GGL-Aufsicht. Für Wettende, die eine App-zentrierte Wettlösung suchen, ist Tiptorro eine Option. Was das Afrika-Cup-Programm angeht, sind die Hauptmärkte Standard, die Quoten liegen im Bereich der Mitbewerber. Tiptorro ist ein solider Mittelname ohne extremes Alleinstellungsmerkmal – wer ein zweites oder drittes Konto führen will, kann es hier tun.

Sportingbet: Konfigurator und breite Sportauswahl

Sportingbet (Deutschland) Limited betreibt Sportingbet mit Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Sportingbet bietet im Wettprogramm einen Konfigurator+ und Live-Wetten an; das Sportartenportfolio umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Beim Afrika-Cup zählt vor allem der Fußball – und hier ist Sportingbet auf den Hauptmärkten vergleichbar aufgestellt. Wer mehrere Sportarten kombiniert oder einen Konfigurator für Fußball nutzen will, ist bei Sportingbet gut aufgehoben. Die App ist über die Domain erreichbar, eine separate App-Listung wurde in den vorliegenden Quellen nicht ausgewiesen.

888sport: Börsennotierte Mutter

888 Germany Limited betreibt 888sport mit Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021 und Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Die Muttergesellschaft 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert – ein Punkt, der für Transparenz steht. 888sport bietet Afrika-Cup-Märkte in normaler Breite, Live-Wetten sind verfügbar. Der Name 888 ist im Casino-Bereich größer als im Sportwetten-Bereich; wer einen Anbieter mit britisch geprägter Konzernmutter sucht, findet sie hier. Beim Quotenvergleich schneidet 888sport auf den Hauptmärkten solide ab, ohne sich deutlich von den Mitbewerbern abzusetzen.

DAZN Bet: Junger Anbieter, Medienmarke im Rücken

Die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta, betreibt DAZN Bet mit Erlaubnis seit dem 22. August 2023 – der jüngste Erlaubnis-Datensatz unter den hier aufgeführten Anbietern. DAZN steht als Marke für Sportübertragungen; die Wettplattform ist die logische Erweiterung des Medienangebots. Beim Afrika-Cup profitiert DAZN Bet davon, dass die Marke DAZN bei afrikanischen Turnieren präsent ist und Übertragungsrechte hat – Wettende, die ohnehin DAZN nutzen, finden hier die logische Anlaufstelle. Die Quoten auf den Hauptmärkten sind Standard. Für Wettende, die ein Konto bei einer Marke aus dem Medienumfeld bevorzugen, ist DAZN Bet eine sinnvolle Wahl; für Quotenjäger ist es eine unter mehreren.

Interwetten: Längste durchgehende Erlaubnis im Feld

Die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta, betreibt Interwetten mit Erlaubnis seit dem 2. November 2020 und Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Die Interwetten-Erlaubnis ist im Feld die einzige, die sich seither nicht verändert hat – Folgeerlaubnis vom Dezember 2022, danach keine neue Erlaubnis nötig, weil die Fünf-Jahres-Frist erst 2025 ausläuft und die Whitelist zeigt nur den Ersterlaubnis-Zeitpunkt. Beim Afrika-Cup ist Interwetten ein klassischer Anbieter mit solidem Hauptmarktprogramm. Für Wettende, die einen Anbieter mit langer Whitelist-Geschichte suchen, ist Interwetten ein ruhiger Anker. Wer die jüngste Erlaubnis bevorzugt, schaut eher zu DAZN Bet oder VBet.

Was die Sportwettensteuer aus dem Gewinn macht

Die Steuer von 5,3 % auf den Einsatz minus die Steuer selbst – rund 5,03 % des ausgezahlten Betrags – schuldet der Veranstalter. Die Wettenden trifft sie nur, wenn der Anbieter sie weitergibt. Wer „0 % Wettsteuer“ liest, sollte prüfen, was das im Kleingedruckten heißt. Wer die volle Steuer weitergerechnet bekommt, sieht entweder eine reduzierte Quote oder einen reduzierten Gewinn.

Beispielrechnung: 100 € Einsatz auf Quote 2,10 ergibt ohne Steuer 210 € Rückzahlung (100 € Einsatz, 110 € Gewinn). Zieht der Anbieter die Steuer von der Quote ab, zeigt er vielleicht Quote 1,99 an und zahlt 199 € aus – von der Steuer sieht der Wettende nichts direkt. Zieht er sie vom Gewinn ab, bleibt die Quote 2,10 stehen, aber vom Gewinn werden 5,3 % abgezogen: 110 € × (1 – 0,053) ≈ 104,17 € Nettogewinn, 204,17 € Auszahlung. Im ersten Fall wirkt die Quote schlechter, im zweiten der Gewinn. Beide Effekte sind äquivalent, solange der Anbieter sauber rechnet.

Was sich nicht ändert: Die Steuer ist Pflicht, unabhängig davon, ob der Anbieter sie weitergibt. Sie ist auch keine Lizenzgebühr – ein Anbieter, der die Steuer zahlt, ist deshalb nicht automatisch lizenziert. Die Lizenzmarkierung ist die Whitelist, nicht der Steuerbescheid.

Was die Werbeaussagen angeht: „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ klingt erstmal nach Geschenk. Wer die Rechnung zu Ende macht, sieht, dass die Steuer im Quote-Raum eingepreist ist oder dass die Quote nur scheinbar besser ist. Der Werbespruch eines Anbieters, er habe in einer Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen auf Platz eins gelegen, ist eine Selbstauskunft – mit den Daten, die der Anbieter ausgewählt hat. Wer das für bare Münze nimmt, vergleicht nicht selbst.

Wie der Afrika-Cup im Gesamtpaket eines Wettanbieters aufgehoben ist

Der Afrika-Cup ist ein mittelgroßes Fußballereignis für Wettanbieter. Er liegt deutlich unter einer WM oder EM im Volumen, aber über dem eines durchschnittlichen Confederations-Cups. Die Hauptmärkte sind bei allen zehn hier genannten Anbietern verfügbar, die Outright-Märkte in der Future-Phase ebenfalls. Was unterscheidet die Anbieter, ist weniger das Ob als das Wie: Quote auf den Hauptmärkten, Tiefe der Spezialmärkte, Verfügbarkeit von Live-Wetten, Cash-Out-Funktion, App-Qualität.

Wer den Afrika-Cup als Hauptanlass für eine Wettkonto-Eröffnung nimmt, sollte mehrere Konten führen und die Quoten auf den Lieblingsmärkten direkt vergleichen – innerhalb des 1.000 €-Monatslimits, das alle Konten zusammen abdeckt. Wer den Afrika-Cup als Ergänzung zu seinem Bundesliga-Wettverhalten sieht, kann ein bestehendes Konto nutzen, ohne neue Konten zu eröffnen. Wer den Afrika-Cup nur als Übergang bis zur nächsten EM oder WM nutzt, sollte die Future-Quote auf 2027 im Auge behalten, aber nicht über Monate im Voraus hohe Beträge binden.

Das Wettprogramm rund um den Afrika-Cup lebt von Live-Wetten. Wer live auf das nächste Tor tippt, sollte die Quotenbewegungen beobachten und auf klare Spielsituationen warten – nicht auf den Anpfiff. Wer auf den Sieger tippt, sollte wissen, dass Outright-Märkte eine höhere Marge tragen als Spielausgangswetten und der Buchmacher hier am meisten verdient.

Was ein Turnierwechsel für die Planung bedeutet

Wer jetzt auf den Afrika-Cup 2027 tippen will, hat über ein Jahr Wettzeit. Das ist lang für Future-Wetten, und die Quoten verändern sich mit den Personalentscheidungen, Verletzungen und Qualifikationsergebnissen. Wer früh tippt, bekommt eine hohe Quote, die Marge ist aber auch hoch. Wer spät tippt, bekommt eine engere Quote, aber eine realistischere Einschätzung der Mannschaftsstärke. Ein Mittelweg ist, einen Bruchteil des geplanten Einsatzes jetzt zu setzen und den Rest kurz vor Turnierbeginn.

Was die Quotenbewegung angeht, lohnt ein Blick auf die Outright-Märkte nach Abschluss der Qualifikation. Wenn 24 Mannschaften feststehen, fallen die Quoten auf die Favoriten (in der Regel Ägypten, Senegal, Marokko, Nigeria), und die Außenseiter-Quoten steigen. Das ist das Fenster für eine Wette auf einen Außenseiter mit guter Quote. Wer auf den Turniersieger tippt, sollte das vor der Qualifikation oder kurz danach machen, nicht mittendrin.

Wer parallel verfolgen will, wie sich der Afrika-Cup 2027 entwickelt, kann bei einem lizenzierten Anbieter das Turnier als Favorit markieren und sich benachrichtigen lassen, sobald die Märkte geöffnet sind. Das ersetzt nicht das eigene Vergleichen, hilft aber, den Überblick zu behalten.

Häufige Fragen zum Afrika-Cup und zu Wetten darauf

Gibt es einen Afrika-Cup 2026?

Nein. Die letzte Ausgabe, der Afrika-Cup 2025, lief vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko. Die nächste Ausgabe ist der Afrika-Cup 2027, geplant vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda. Das „2026“ im Suchbegriff ist das Veröffentlichungsjahr der Seite.

Wann und wo findet der Afrika-Cup 2027 statt?

Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden. Zur Qualifikation haben sich 54 Mannschaften gemeldet, von denen sich 24 für die Endrunde qualifizieren. Die Austragung in drei ostafrikanischen Ländern ist neu in der Geschichte des Turniers.

Welche Wettarten gibt es auf den Afrika-Cup?

Auf den Afrika-Cup sind Outright-Wetten (Turniersieger, Torschützenkönig, Gruppensieger, Erreichen einer Runde), Spielausgangswetten (1X2, Doppelte Chance, Over/Under, Handicap, BTTS, Halbzeit/Endstand), Torwetten (erstes Tor, Zeitpunkt des ersten Tors) sowie Karten- und Eckenwetten möglich. Spezialmärkte variieren je nach Anbieter und sind im Hauptmarkt-Sortimentumpot aller zehn hier genannten Anbieter verfügbar.

Wie wird die Verlängerung und das Elfmeterschießen behandelt?

Wetten auf das Spielende nach 90 Minuten schließen die Verlängerung nicht ein. Für Wetten, die die Verlängerung einschließen, bieten Buchmacher die Option „Sieg inklusive Verlängerung und Elfmeterschießen“ oder „Qualifiziert sich für die nächste Runde“ an. Bei einem Unentschieden nach 90 Minuten in einem K.-o.-Spiel zählt das Ergebnis erst nach Verlängerung und Elfmeterschießen.

Woran erkenne ich, ob ein Anbieter für Afrika-Cup-Wetten eine deutsche Erlaubnis hat?

Die GGL-Whitelist ist die maßgebliche Prüfung. Auf der Liste vom 2. Oktober 2026 sind 30 Anbieter eingetragen, davon 27 mit Sportwetten-Erlaubnis. Wer auf der Whitelist steht, hat die Erlaubnis und unterliegt OASIS, LUGAS und der Aufsicht der GGL. Wer nicht auf der Whitelist steht, betreibt in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel.

Was bleibt vom Gewinn nach der Sportwettensteuer übrig?

Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf den Einsatz minus die Steuer selbst, was rund 5,03 % des Einsatzes entspricht. Sie schuldet der Veranstalter. Ob und wie sie an die Wettenden weitergegeben wird, hängt vom Anbieter ab – entweder über eine kleinere Auszahlungsquote oder einen reduzierten Gewinn. Wer „0 % Wettsteuer“ liest, sollte prüfen, ob die Steuer in den Quoten eingepreist ist.

Inhalt erstellt vom Team «Ligawetten Info»