Premier League Wetten 2026 – Anbieter, Märkte und Rahmenbedingungen

Updated November 2026
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Stand: 30. Oktober 2026 · Lizenz- und Anbieterdaten geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Ein englisches Fußballstadion mit rotbraunen Backsteintribünen unter bedecktem Himmel, davor ein nasser Rasen mit Spielfeldlinien.
In der Premier League spielen 20 Vereine zwischen August und Mai je zweimal gegeneinander (Hin- und Rückspiel); das ergibt 38 Spiele pro Verein und 380 Spiele pro Saison.

Wer auf die Premier League wetten will, hat in Deutschland genau einen Lackmustest: den Eintrag auf der Whitelist der GGL. Nur dort geführte Anbieter verfügen über eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 des Glücksspielstaatsvertrags 2021 und dürfen hierzulande Sportwetten – auch auf den englischen Spitzenfußball – veranstalten. Eine maltesische oder curaçaoische Konzuli sagt darüber nichts. Wer sich auf eine dieser Konzulen verlässt, bekommt weder den Schutz der LUGAS-Limitdatei noch den OASIS-Sperrdatei-Anschluss und riskiert, dass Auszahlungen über die zivilrechtliche Schiene eingeklagt werden müssen.

Die Saison 2025/26 ist am 24. Mai 2026 zu Ende mit 40 Spieltagen, dem FC Arsenal als Meister (85 Punkte) und Erling Haaland als Torschützenkönig (27 Tore) – die neue Saison 2026/27 beginnt Mitte August 2026, sobald der Spielplan steht. Wer jetzt schon wetten will, kann auf den nächsten Meister, den ersten Torschützen oder den frischen Transfermarkt setzen. Wer erst zum Saisonstart einsteigt, bekommt die volle Spielwoche mit 380 Partien.

Hier erfahren Sie, wie Sie sicher auf die Premier League wetten: vom Whitelist-Check über die Wettmärkte bis hin zu den Schutzregeln, die für alle Sportwetten in Deutschland gelten.

Überblick: Premier League als Wettgegenstand

Die Premier League ist seit der Gründung am 20. Februar 1992 als „FA Premier League“ ein eigenständiger Wettbewerb – und sie ist die meistgesehene Fußballliga der Welt. 20 Vereine spielen zwischen August und Mai je zweimal gegeneinander (Hin- und Rückspiel), das ergibt 38 Spiele pro Verein und 380 Spiele pro Saison. Drei Punkte gibt es für einen Sieg, einen für ein Unentschieden, keinen für eine Niederlage; bei Punktgleichstand entscheidet zuerst die Tordifferenz, dann die erzielten Tore.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines Rasenplatzes im ersten Morgenlicht, Tau glänzt auf dem Gras.
In der Premier League gibt es 3 Punkte für einen Sieg, 1 Punkt für ein Unentschieden und 0 Punkte für eine Niederlage; bei Punktgleichheit entscheiden zuerst die Tordifferenz, dann die erzielten Tore.

Die drei Letztplatzierten steigen in die Championship ab und werden durch die beiden besten Championship-Klubs sowie den Sieger der Play-offs der Plätze drei bis sechs ersetzt. Die Liga wird gemeinsam von den 20 Klubs getragen – jeder Verein hat eine Stimme, die Football Association einesigtens nur bei der Wahl des Vorsitzenden, des Geschäftsführers und bei Regeländerungen. Was den Wettmarkt angeht, heißt das: Solange ein Verein in der Liga spielt, ist er Saison für Saison ein Wettgegenstand; ein Abstieg nimmt ihn für ein Jahr aus dem Spielplan.

Aus der Premier League kommt eine begrenzte Auswahl an Großereignissen, die längerfristig gehandelt werden: der Meister zu Saisonbeginn, der Torschützenkönig nach den ersten Spieltagen, die ersten Absteiger nach der Hinrunde, einzelne Top-Spieler im Langzeitmarkt. Aus der laufenden Saison kommen wöchentlich drei bis zehn Spiele, an denen Buchmacher Märkte wie Spielausgang, asiatisches Handicap, Über/Unter Tore, Torschützen oder Halbzeit/Endstand anbieten. Welche Spiele welche Tiefe haben, hängt vom Buchmacher ab.

Rekorde, die auf den Wettzettel durchschlagen: Manchester City hält den Punkterekord mit 100 Punkten aus 2017/18. James Milner ist Rekordspieler mit 658 Einsätzen, Alan Shearer Rekordtorschütze mit 260 Toren. Wer auf einen neuen Rekord wettet, sollte wissen, dass Bücher in den letzten Jahren gegen diese Marken gefallen sind – aber jeder Datensatz, der „nur 18 Spiele für die Bestmarke“ trägt, ist Presseleese, kein Wettmarkt.

Rechtslage: Wer in Deutschland Premier-League-Wetten anbieten darf

Die Rechtsfrage ist eindeutig, die Folgen sind es nicht: Sportwetten auf englischen Fußball dürfen in Deutschland nur Anbieter mit deutscher Erlaubnis veranstalten. Eine ausländische Konzuli – aus Malta, Curaçao, Anjouan – gilt hier nicht. Wer auf einer Domain ohne Whitelist-Eintrag spielt, spielt im Sinne des § 4 Abs. 1 GlüStV ohne Erlaubnis.

Eine Messingwaage und ein Richterhammer aus Holz stehen auf einem hellen Tisch vor einer ruhigen Wand.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Wer die Erlaubnis erteilt: die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Sie vergibt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV. Sie führt die Aufsicht und verhängt Bußgelder nach § 28a. Die Steuer ist hingegen Sache des Finanzamts, nicht der GGL. Der einzige Lackmustest für eine Erlaubnis ist die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV – der Snapshot vom 2. Oktober 2026 listet 30 Einträge, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich für Pferdewetten) und drei reine Pferdewetten-Inhaber. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain – aber eine .de-Domain allein beweist nichts.

Eine Ersterlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1). Die Whitelist zeigt nur Ausstellungsdaten, kein Enddatum. Wichtig für den Spieler: Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis geführt wird, nimmt Sportwetten entgegen – Konzulen für Spielautomaten, Poker oder Casino gelten anderen Regeln und sagen über das Sportwettenangebot nichts.

Was gewettet werden darf: Wetten mit festen Quoten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder eines Abschnitts davon, einzeln oder in Kombination (§ 21 Abs. 1) – und nur Wettarten, die die GGL im Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 zugelassen hat. Live-Wetten nach § 21 Abs. 4 dürfen während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten gesetzt werden, in denen solche Ereignisse selten sind – das nächste Tor im Fußball ja, der nächste Satz im Tennis ja; der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball nein. Verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (GGL-Praxis: Fußball unterhalb der 3. Liga zählt als Amateur), auf manipulationsanfällige Ereignisse und auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Soziale oder politische Ereignisse sind nicht wettbar. E-Sport: Die GGL stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist – lizenzierte E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Zu virtuellen Sportwetten wurde kein belastbarer Stand ermittelt – dazu schweigt diese Seite.

Was nach deutschem Recht strafbar ist: das Veranstalten unerlaubter Glücksspiele nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, das Bewerben mit bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Strafverfahren gegen einzelne Spieler sind nicht etabliert – weder ein Freifahrtschein noch eine Warnung zum Dramatisieren. Die GGL geht mit Verbotsverfügungen, Zahlungs- und Netzsperren nach § 9 vor.

Zivilrechtlich haben deutsche Gerichte in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit solcher Verträge entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahren 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) hält EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung zu verpflichten – Ausnahme: Behörden haben zugesichert, die Erlaubnispflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist kein Versprechen auf Rückzahlung; es ist eine offene Rechtsfrage mit einer Tendenz, die gegen Offshore-Anbieter steht.

Was die Werbung angeht: nur Erlaubnisinhaber dürfen überhaupt Werbung machen (§ 5 Abs. 7). Das Werbeverbot von 06:00 bis 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) betrifft Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casinospiele – Sportwetten sind ausdrücklich ausgenommen. Für Sportwetten gelten: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung eines Ereignisses in diesem Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Der GlüStV kennt keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus begrenzt oder verbietet; Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten kommen allein aus den AGB des jeweiligen Anbieters.

Die ehrliche Gegenüberstellung: Offshore-Anbieter bedeuten keine Erlaubnis, keinen OASIS- oder LUGAS-Anschluss, keinen deutschen Rechtsweg und höhere Limits. Whitelist-Anbieter bedeuten Rechtssicherheit und Spielerschutz, aber auch das 1.000-€-Standard-Einzahlungslimit, eingeschränkte Live-Märkte, vollständige Verifizierung und Zahlungen nur vom eigenen Konto.

Spielerschutz: OASIS, LUGAS, Einzahlungslimit und Verifizierung

Der Spielerschutz ist nicht ein Bonus, den der Anbieter einräumt – er ist gesetzliche Pflicht und gilt auf jedem Whitelist-Anbieter gleich.

Mindestalter: 18 Jahre (§ 4 Abs. 3). Wer jünger ist, darf weder Konto eröffnen noch Wetten platzieren.

Verifizierung: Pro Anbieter genau ein Konto mit vollständiger Verifizierung (§ 6a). Vor der Verifizierung darf ein Anbieter für höchstens 72 Stunden spielen lassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Wer in dieser Phase auszahlen will, muss zuerst die Verifizierung abschließen.

Einzahlungslimit (§ 6c Abs. 1): Standard 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Anbieter mit entsprechender Erlaubnis dürfen für einen Einzelnen gegen Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ein höheres Limit setzen – bis 10.000 €, im Bereich 10.000 bis 30.000 € für höchstens ein Prozent der aktiven Spieler. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.

Paralleles Spiel: nach § 6h verboten. Die Aktivitätsdatei protokolliert, wer wo aktiv ist – wer parallel spielt, verstößt gegen die Regeln und riskiert den Account.

OASIS (§§ 8, 8a): die bundesweite Sperrdatei, die bei Registrierung und Anmeldung geprüft wird. Eine Selbstausschluss dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer in OASIS steht, wird abgewiesen – nicht nur auf einem Anbieter, sondern auf allen Anbietern, die an die Sperrdatei angeschlossen sind. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen.

Panikbutton (§ 6i Abs. 3): sofortige 24-Stunden-Sperre, ausgelöst durch den Spieler selbst.

Zahlungen (§ 6b Abs. 4): nur von einem Zahlungskonto auf den Namen des Spielers, bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt – das ist der Mechanismus, der Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus der lizenzierten deutschen Wetten heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter tatsächlich akzeptiert, steht in dessen AGB.

Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Steuer: Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18), also rund 5,03 % des gezahlten Einflusses (5,3 / 105,3). Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler (§ 19). Ob und wie sie an den Kunden weitergegeben wird, ist Entscheidung des Anbieters – beschrieben wird das nur aus den AGB des jeweiligen Anbieters. Die Aussage „5,3 % vom Einsatz“ ist falsch; die korrekte Aussage lautet „5,3 % der Bemessungsgrundlage Einsatz minus Steuer“.

Was das für den Wettenden konkret heißt: Wer 100 € einzahlt und auf eine Wette mit Quote 2,00 setzt, bekommt im Erfolgsfall 200 € zurück, wenn der Anbieter die Steuer selbst trägt – oder 194,70 €, wenn er sie vom Gewinn abzieht, oder 195 €, wenn er sie vom Einsatz abzieht. Die Variante steht in den AGB. Gewinne privater Spieler: nicht abschließend geregelt – allgemeine Information, „Steuerberater fragen“.

Die GGL selbst hat am 17. September 2026 Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt – namentlich vor „Platincasino“. Die Warnung ist kein Einzelfall, sondern Teil einer Linie, die seit Monaten sichtbar ist.

Prognosen und Strategie: Was eine Premier-League-Vorhersage trägt – und was nicht

Eine Prognose ist kein Tipp, ein Tipp ist kein Versprechen. Wer auf die Premier League wettet, bekommt Woche für Woche Dutzende von Vorhersagen angeboten – von Pressekonferenzen, von YouTubern, von Wettportalen. Der Unterschied zwischen einer nützlichen Vorhersage und einer Glaskugel liegt in vier Bausteinen: Form, Torverhältnis, Verletzungen und Auswärtsbilanz.

Form heißt: Wie hat die Mannschaft ihre letzten fünf Spiele bestritten – nicht das Ergebnis, sondern die Spielweise. Ein 2:1-Sieg mit zwei Kontern und 30 % Ballbesitz ist eine andere Form als ein 2:1-Sieg mit 65 % Ballbesitz und 22 Torschüssen. Wer nur das Ergebnis liest, sieht nur die halbe Geschichte. Torverhältnis heißt: Wie viele Tore schießt die Mannschaft, wie viele kassiert sie – über die Saison und über die letzten zehn Spiele. Ein Klub mit 2,1 Toren pro Heimspiel und 1,0 Gegentoren pro Heimspiel hat ein anderes Profil als einer mit 1,4 und 1,6. Verletzungen heißt: Welche Stammspieler fehlen – und sind die Auswechselspieler auf gleichem Niveau. Eine Mannschaft, die ohne ihren Top-Torjäger spielt, verliert im Schnitt 0,3 Tore pro Spiel – aber nicht jede Mannschaft verliert gleich viel. Auswärtsbilanz heißt: Wie schlägt sich ein Klub in fremden Stadien – manche Klubs sind zuhause Spitze und auswärts Mittelmaß, andere umgekehrt.

Was diese vier Bausteine ergeben, ist eine Erwartung, keine Gewissheit. Jede Quote enthält eine Marge – den Anteil, den der Buchmacher einbehält. Eine Quote von 2,00 auf einen Sieg bedeutet nicht 50 % Wahrscheinlichkeit; sie bedeutet weniger, weil der Buchmacher seine Marge eingepreist hat. Eine Value-Wette liegt vor, wenn die eigene Wahrscheinlichkeitseinschätzung höher liegt als die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote – also dort, wo der eigene Wert über dem Marktpreis liegt. Bauchgefühl ist keine Wahrscheinlichkeit; es ist eine Stimmung.

Was nicht trägt: Tipps aus sozialen Medien ohne Begründung, „heiße Serien“, die in der nächsten Woche weitergehen sollen, und Trends, die kein statistisches Fundament haben. Wer eine Quote von 1,30 auf einen FC Arsenal-Sieg gegen einen Aufsteiger sieht, sieht 77 % implizite Wahrscheinlichkeit – und fragt sich, ob die eigene Einschätzung wirklich höher liegt. Wer eine Quote von 6,00 auf einen Abstiegsklub gegen Manchester City sieht, sieht 17 % implizite Wahrscheinlichkeit – und überlegt, ob 17 % angemessen sind oder zu hoch.

Was noch nicht trägt: die Annahme, dass der Wettanbieter den Ausgang „vorhersagen“ kann. Der Anbieter bewertet Wahrscheinlichkeiten und baut seine Marge ein – er weiß nicht, wer gewinnt, und er versucht nicht, es zu wissen. Wer dem Anbieter vertraut, weil der Anbieter es „weiß“, vertraut der falschen Instanz.

Die ehrliche Empfehlung zum Saisonstart 2026/27: auf die Hinrunde warten, Formkurven lesen, Verletzungen beobachten, dann entscheiden. Wer auf den Meister vor dem ersten Spieltag wettet, wettet gegen den Markt – die Quote ist oft eng, die Marge ist oft hoch, die eigene Information oft dünn.

Wettmärkte und Quoten: Von Einzelwette bis Kombiwette

Die Premier League bietet eine breite Palette an Wettmärkten – einige über ein einzelnes Spiel, andere über die ganze Saison.

Der Spielausgang (1X2) ist der einfachste Markt: Sieg Heimmannschaft (1), Unentschieden (X), Sieg Auswärtsmannschaft (2). Bei einer Quote von 2,10 auf den Heimsieg, 3,40 auf das Unentschieden und 3,60 auf den Auswärtssieg liegt die Auszahlungsquote dieses Marktes bei 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) ≈ 0,912 – also rund 91,2 %. Der Buchmacher behält etwa 8,8 % Marge. Das ist ein Beispiel, kein tagesaktueller Preis; jede Partie hat ihre eigene Quote.

Handicap-Wetten gleichen ungleiche Paarungen aus: ein Klub startet virtuell mit -1 Toren, der andere mit +1. Bei einem Quote auf das Handicap entstehen drei oder zwei mögliche Ausgänge. Asiatisches Handicap gibt es in halben Toren; ein Handicap von -1,5 macht das Unentschieden unmöglich.

Über/Unter Tore wetten auf die Gesamtzahl der Tore in einem Spiel – üblich sind Linien 1,5, 2,5 und 3,5. Bei einer Linie von 2,5 bedeutet Über, dass drei oder mehr Tore fallen, Unter, dass zwei oder weniger fallen.

Torschützenwetten gibt es als Einzelmatch-Wetten (wer schießt das erste Tor, wer schießt ein Tor zu jeder Zeit) und als Saisonwetten (Torschützenkönig). Bei einem Torschützenkönig-Markt beginnt die Quote bei rund 4,00 für einen klaren Favoriten und kann für einen Außenseiter auf 100,00 oder mehr steigen.

Meisterschafts- und Abstiegswetten sind Langzeitmärkte: Wer wird Meister, wer steigt ab, wer kommt in die Top vier (Champions League), wer kommt in die Top sechs (Europa League). Die Quote auf den Meister wird zu Saisonbeginn festgelegt und sinkt mit jeder erfolgreichen Partie des Favoriten – oder steigt, wenn der Favorit verliert.

Kombiwetten (Accumulator) verbinden mehrere Einzelwetten zu einer Wette; die Quoten multiplizieren sich. Bei drei Wetten mit Quoten 2,00, 1,80 und 1,50 ergibt sich eine Kombiquote von 5,40. Der Einsatz wird nur ausgezahlt, wenn alle Teile gewinnen. Das Risiko steigt mit jeder weiteren Beinigung – eine Kombiwette mit fünf Beinen gewinnt statistisch seltener als eine mit drei.

Die Auszahlung einer Einzelwette folgt einer einfachen Rechnung: Auszahlung = Einsatz × Quote, Nettogewinn = Einsatz × (Quote − 1). Bei 50 € Einsatz und einer Quote von 2,00 beträgt die Auszahlung 100 € und der Nettogewinn 50 €. Bei einer Kombiwette mit Quote 5,40 und 50 € Einsatz: Auszahlung 270 €, Nettogewinn 220 €.

Was eine Quote tatsächlich bedeutet: Eine Quote von 2,00 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 50 %. Eine Quote von 4,00 entspricht 25 %. Eine Quote von 1,50 entspricht 66,7 %. Das ist die „faire“ Lesart – die tatsächliche Wahrscheinlichkeit liegt meistens darunter, weil der Buchmacher seine Marge eingepreist hat.

Was Quoten über den Anbieter sagen: Ein Anbieter mit niedrigerer Marge gibt mehr vom Einsatz zurück. Eine Marge von 5 % auf einem 1X2-Markt ist im deutschen Markt günstig; eine Marge von 10 % ist hoch. Die Marge schwankt zwischen Anbietern, zwischen Märkten und zwischen Spielen.

Was Quoten über das Spiel sagen: Quoten auf einen klaren Favoriten liegen nahe 1,20; Außenseiter-Quoten liegen über 5,00. Ein Ausgleich zweier Top-Klubs hat Quoten um 2,30 zu 2,80 für den Heimsieg, 3,20 für das Unentschieden, 2,80 zu 3,10 für den Auswärtssieg.

Beispielrechnung für die Auszahlung: 100 € Einsatz auf Quote 2,10 ergeben 210 € Auszahlung und 110 € Nettogewinn – sofern der Anbieter die Sportwettensteuer selbst trägt. Zieht der Anbieter die Steuer vom Gewinn ab, sinkt der Nettogewinn auf etwa 110 − 5,83 = 104,17 €. Welche Variante gilt, steht in den AGB.

Beispielrechnung für die Marge: Bei Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 auf einen 1X2-Markt liegt die Auszahlungsquote bei etwa 91,2 %, die Marge bei etwa 8,8 %. Das ist ein Beispiel, kein tagesaktueller Wert; jede Partie hat ihre eigene Quote und damit ihre eigene Marge. Eine Marge von 8,8 % ist im europäischen Vergleich hoch – Anbieter mit 4 bis 6 % Marge auf Top-Spiele sind möglich.

Saison, Spielplan und Wettbewerbe: Was wann läuft

Die Premier League-Saison 2025/26 lief vom 15. August 2025 bis zum 24. Mai 2026. Der FC Arsenal wurde mit 85 Punkten (26 Siege, 7 Unentschieden, 5 Niederlagen) Meister. West Ham United (39 Punkte), der FC Burnley (22 Punkte) und die Wolverhampton Wanderers (20 Punkte) stiegen ab. Torschützenkönig wurde Erling Haaland von Manchester City mit 27 Toren.

Die Saison 2026/27 beginnt Mitte August 2026 – sobald der Spielplan veröffentlicht ist, lassen sich Spielausgangs-, Handicap- und Torschützenmärkte auf die ersten Partien setzen. Langzeitmärkte (Meister, Torschützenkönig, Top-Klubs, Aufsteiger, Absteiger) sind in der Regel ab dem Ende der Vorsaison verfügbar, oft schon ab Juni und Juli.

Spielplan: 20 Vereine spielen 38 Spieltage je einmal zuhause und auswärts gegen jeden anderen Verein. Pro Spieltag gibt es zehn Spiele, verteilt auf Samstag, Sonntag und teilweise Montag oder Mittwoch. Top-Spiele (Manchester Derby, North-Date vs. Liverpool, Top-Klubs gegen Mittelfeld) sind in der Regel Samstag um 13:30 Uhr, 16:00 Uhr oder 18:30 Uhr deutscher Zeit. Der Boxing Day (26. Dezember) ist ein traditionell dichtes Programm.

Wettbewerbe innerhalb der Liga: Der FA Cup und der League Cup (Carabao Cup) laufen parallel; englische Klubs spielen zudem in der Champions League, der Europa League oder der Conference League. Wer auf einen Sieg in der Champions League wettet, wettet auf einen anderen Markt als auf einen Ligasieg – die Formkurven unterscheiden sich.

Welche Spiele zu welcher Tiefe angeboten werden: Top-Spiele haben bei allen Whitelist-Anbietern Märkte für Spielausgang, Handicap, Über/Unter, Torschützen, Halbzeit/Endstand und gelegentlich Spezialmärkte wie Eckbälle oder Karten. Mittelfeldspiele haben oft nur Spielausgang, Handicap und Über/Unter. Spiele am unteren Tabellenende haben die geringste Tiefe.

Welche Spiele Live-Wetten tragen: alle 380 Spiele der regulären Saison – wobei die Live-Märkte nach § 21 Abs. 4 GlüStV eingeschränkt sind. Was live geht, steht im Abschnitt zu Live-Wetten.

Live-Wetten: Was geht und was nicht

Live-Wetten auf die Premier League sind möglich – aber das Angebot ist enger als bei vielen ausländischen Anbietern. § 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind.

Was das in der Praxis heißt: Im Fußball geht das nächste Tor live. Nicht geht: der nächste Eckball, die nächste gelbe Karte, die nächste Ecke, die nächste Hereingabe, das nächste Foul, der nächste Einwurf. Wer auf den nächsten Torschützen live wetten möchte, kann das tun, sofern der Anbieter diesen Markt führt – der ist nicht verboten, aber auch nicht in jedem Live-Programm zu finden. Im Tennis geht der nächste Satz live; nicht geht der nächste Punkt. Im Basketball geht keine Live-Komponente – der nächste Korb ist nach GGL-Praxis zu häufig.

Was zusätzlich gilt: Wetten auf das Endergebnis sind live grundsätzlich erlaubt, solange sie nicht während der letzten Phase eines Spiels angeboten werden – die GGL schließt Wetten aus, die das Ergebnis vorhersagen, bevor es feststeht. Bei Spielen, die in Echtzeit übertragen werden, gilt zudem: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Übertragung in diesem Kanal (§ 5 Abs. 3).

Cash Out: Es gibt keine gesetzliche oder GGL-Regel zu Cash Out – beschrieben wird er nur als Feature des jeweiligen Anbieters. Wer Cash Out nutzt, lässt sich vom Anbieter die Wette vor dem eigentlichen Ende abkaufen – zu einer Quote, die der Anbieter festlegt. Cash Out ist kein Markt im Wettsinn, sondern eine vorzeitige Auszahlung.

Wichtig: Gewinne werden grundsätzlich erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt – Live-Auszahlungen sind über Cash Out möglich, ansonsten muss das Ergebnis feststehen.

Welche Anbieter das breiteste Live-Programm haben, hängt vom einzelnen Anbieter ab. Microsoft und andere Marktführer bieten typischerweise Hunderte von Live-Märkten pro Top-Partie – aber das Spektrum ist enger als bei ausländischen Anbietern, und zwar nicht wegen fehlender Technik, sondern wegen der regulatorischen Beschränkung.

Buchmacher im Vergleich: 10 Anbieter mit deutscher Erlaubnis

Die folgende Übersicht zeigt die zehn Sportwetten-Anbieter, die zum Stand des Whitelist-Snapshots vom 2. Oktober 2026 eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis führen und damit in Deutschland legal Premier-League-Wetten anbieten dürfen. Die Tabelle ist nach Markenstärke im Wettbewerb sortiert, nicht nach Empfehlung – sie zeigt, was jeder Anbieter offiziell mitbringt, nicht was er im Einzelfall bietet.

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
bwin bwin (Deutschland) Limited, Gzira (Malta) 09.10.2020
bpremium Ladbrokes (Deutschland) Ltd, Gzira (Malta) 09.10.2020
Interwetten Interwetten Gaming Limited, Sliema (Malta) 02.11.2020
bet365 Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex (Malta) 09.10.2020
VBet SCGO Limited, St. Julian’s (Malta) 05.12.2023
ODDSET ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
Tiptorro Torro Tec Limited (Malta) 30.06.2021
Wettarena I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema (Malta) 09.10.2020
bet-at-home Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
LeoVegas LVSports Limited 21.10.2024

Was die Tabelle zeigt: Acht von zehn Erlaubnisinhabern sind Gesellschaften mit Sitz in Malta. ODDSET ist die deutsche Ausnahme als deutsche GmbH. VBet und LeoVegas sind die jüngsten Erlaubnisse – beide aus dem Jahr 2023 und 2024. Die übrigen Erlaubnisse stammen aus 2020 und 2021.

Was die Tabelle nicht zeigt: Angebotsbreite, Quotenniveau, Live-Programm, Zahlungswege, Verifizierungsprozess. Wer nach dem passenden Anbieter sucht, prüft diese im eigenen Konto oder über die AGB.

Was die Tabelle ebenfalls nicht zeigt: Unterschiede zwischen den Whitelist-Erlaubnissen für Sportwetten und für virtuelle Automatenspiele. Manche Inhaber führen mehrere Erlaubnisse – die in der Tabelle gezeigte ist die Sportwetten-Erlaubnis.

bwin – Quotenkonzern mit breitem Live-Programm

bwin gehört zu den größten Sportwetten-Marken Europas. Die deutsche Erlaubnis liegt bei der bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta; die Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erteilt und am 23. Dezember 2022 um eine Folgeerlaubnis ergänzt. Auf der Whitelist der GGL ist Bwin.de unter dieser Erlaubnis geführt.

bwin bietet eine breite Palette an Premier-League-Märkten – von Spielausgang über Handicap, Über/Unter, Torschützen und Halbzeit/Endstand bis zu Spezialmärkten wie Eckbällen und Karten. Das Live-Programm ist umfangreich, allerdings durch die deutschen Live-Regeln beschränkt: nur Endergebnis und nächste Tor-Komponente sind live erlaubt, was die Breite gegenüber ausländischen Anbietern begrenzt.

Für wen bwin sich eignet: für Spieler, die einen breiten Markt und ein bekanntes Markenprofil schätzen. Wer auf der Suche nach dem niedrigsten Quotenniveau ist, vergleicht – bwin ist im europäischen Top-Quoten-Cluster, aber nicht in jedem Markt Spitze.

Was die Erlaubnis nicht garantiert: dass jede Quote auf jeder Partie verfügbar ist. Märkte für Aufsteiger oder Kellerkinder können schmaler sein als für Top-Klubs.

bpremium – Ladbrokes-Konzern für den deutschen Markt

Bpremium.de wird von der Ladbrokes (Deutschland) Ltd betrieben, mit Sitz in Gzira, Malta. Die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Die Nutzungsbedingungen datieren auf den 3. April 2023.

bpremium ist die deutsche Marke des Ladbrokes-Konzerns, einer der ältesten Wettmarken Großbritanniens. Das Profil ähnelt bwin in der Angebotsbreite, mit Fokus auf britische und europäische Top-Ligen. Die Premier League gehört zum Standardprogramm; Live-Märkte unterliegen den deutschen Beschränkungen.

Für wen bpremium sich eignet: für Spieler, die den Ladbrokes-Konzern kennen und eine deutsche Marke mit britischer Tradition suchen. Wer ein besonders tiefes Live-Programm sucht, prüft die AGB – die deutsche Erlaubnis begrenzt Live-Wetten ohnehin.

Ob bpremium für Ihre Wette jeweils die attraktivste Option darstellt, prüfen Sie am besten im direkten Vergleich.

Interwetten – langjähriger Anbieter mit österreichischer Tradition

Interwetten.de wird von der Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta betrieben. Die Erlaubnis besteht seit dem 2. November 2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Interwetten ist eine österreichische Marke mit langer Geschichte; das Profil ist auf Fußball fokussiert.

Die Premier League gehört zum Standardprogramm mit den üblichen Märkten – Spielausgang, Handicap, Über/Unter, Torschützen, Halbzeit/Endstand. Das Live-Programm folgt den deutschen Regeln.

Für wen Interwetten sich eignet: für Spieler, die einen traditionsreichen österreichisch-deutschen Anbieter mit Fußball-Fokus suchen. Wer ein hohes Quotenniveau auf Bundesliga oder Premier League erwartet, prüft das im Einzelfall.

Den besten Preis für eine bestimmte Begegnung finden Sie häufig erst durch einen schnellen Vergleich der Wettmärkte.

bet365 – Weltmarke mit deutscher Lizenz

Bet365.de wird von der Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta betrieben. Die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. bet365 ist eine der weltweit größten Wettmarken und gehört im deutschen Markt zu den Anbietern mit dem breitesten Wettprogramm.

Die Premier League ist bei bet365 in voller Tiefe verfügbar – von Spielausgang über Handicap, Über/Unter, Torschützen, Halbzeit/Endstand bis zu Spezialmärkten. Das Live-Programm ist umfangreich, beschränkt sich aber auf das, was nach § 21 Abs. 4 GlüStV live erlaubt ist. Der bet365-Konzern ist für seine Live-Streams bekannt; im deutschen Markt ist das Angebot regulatorisch eingeschränkt.

Für wen bet365 sich eignet: für Spieler, die ein Höchstmaß an Markttiefe suchen und einen Weltmarken-Anbieter mit deutscher Erlaubnis schätzen. Wer auf eine besonders breite Live-Plattform Wert legt, wird hier fündig – innerhalb des regulatorischen Rahmens.

Was die Erlaubnis nicht garantiert: dass bet365 jeden Markt anbietet, den ein einzelner Spieler sucht. Manche Spezialmärkte (z. B. auf Einzelspielerstatistiken) sind nur in ausgewählten Ligen verfügbar.

VBet – Newcomer mit dynamischem Quotenniveau

Vbet.de wird von der SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta betrieben. Die Erlaubnis besteht seit dem 5. Dezember 2023. VBet ist ein internationaler Anbieter mit Wurzeln in Osteuropa, der in den letzten Jahren in mehrere westliche Märkte expandiert ist.

Die Premier League gehört zum Programm, wobei die Tiefe etwas schmaler sein kann als bei den großen Vier. Das Quotenniveau ist dynamisch und reagiert schnell auf Marktveränderungen. VBet hat in den letzten Jahren in Marketing investiert, was sich in erhöhter Sichtbarkeit niederschlägt.

Für wen VBet sich eignet: für Spieler, die einen aufstrebenden Anbieter mit dynamischen Quoten suchen und bereit sind, eine etwas schmalere Marktbreite in Kauf zu nehmen.

Was die Erlaubnis nicht garantiert: dass VBet in jedem Premier-League-Markt verfügbar ist. Wer auf Tiefe Wert legt, prüft das vor der Kontoeröffnung.

ODDSET – deutscher Anbieter mit stationärem Hintergrund

Oddset.de wird von der ODDSET Sportwetten GmbH betrieben. Die Erlaubnis wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 erteilt; Aufsichtsbehörde ist die GGL. ODDSET ist eine deutsche Marke mit Wurzeln im stationären Wettgeschäft (Toto/Lotto-Annahmestellen).

ODDSET bietet ein klassisches Sportwettenprogramm mit Fokus auf die europäischen Top-Ligen. Die Premier League gehört zum Standard. Das Profil ist konservativ, weniger auf Bonus-Aktionen ausgerichtet als andere Anbieter.

Für wen ODDSET sich eignet: für Spieler, die einen klassischen deutschen Anbieter mit stationärem Hintergrund suchen und ein schmales, konzentriertes Wettprogramm schätzen.

Was die Erlaubnis nicht garantiert: dass ODDSET das niedrigste Quotenniveau hat. Konservative Anbieter liegen preislich oft im Mittelfeld.

Tiptorro – Tipico-Konzern unter eigenem Namen

Tiptorro.de wird von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta betrieben. Die Erlaubnis besteht seit dem 30. Juni 2021 mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Tiptorro ist die offizielle Sportwetten-Marke des Tipico-Konzerns in Deutschland, der zugleich den stationären Markt bedient.

Das Profil ähnelt Tipico: konzentriertes Wettprogramm mit Fokus auf die großen europäischen Ligen, Live-Wetten nach den gesetzlichen Regeln, breite Präsenz in den Medien.

Für wen Tiptorro sich eignet: für Spieler, die den Tipico-Konzern kennen und eine deutsche Marke mit stationärem Hintergrund suchen. Die Marke Tiptorro steht parallel zu Tipico; sie nutzt die gleiche Konzernstruktur, aber eine eigene deutsche Erlaubnis.

Was die Erlaubnis nicht garantiert: dass Tiptorro in jedem Premier-League-Markt verfügbar ist. Das Profil ähnelt Tipico, ist aber nicht identisch.

Wettarena – I.B.C.-Konzern für den deutschen Markt

Wettarena.de wird von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta betrieben. Die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Wettarena ist eine Marke des I.B.C.-Konzerns, der in mehreren europäischen Märkten aktiv ist.

Das Wettprogramm umfasst die Premier League mit Standardmärkten. Die Marktbreite kann je nach Spiel variieren.

Für wen Wettarena sich eignet: für Spieler, die einen kleineren Anbieter mit solider Erlaubnis suchen und das Markenprofil des I.B.C.-Konzerns akzeptieren.

Was die Erlaubnis nicht garantiert: dass Wettarena in jedem Premier-League-Markt das niedrigste Quotenniveau hat. Wer auf Top-Quoten Wert legt, vergleicht.

bet-at-home – österreichisch-deutsche Marke mit langer Geschichte

Bet-at-home.de wird von der Bet-at-home.com Internet Limited betrieben. Die Erlaubnis besteht seit dem 2. November 2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Die Marke bet-at-home hat eine österreichische Gründung und ist seit den frühen 2000er-Jahren in Deutschland aktiv.

Die Premier League gehört zum Standardprogramm. Das Profil ist konservativ, mit Fokus auf Fußball. Live-Wetten folgen den deutschen Regeln.

Für wen bet-at-home sich eignet: für Spieler, die eine langjährige Marke mit konservativem Profil suchen und nicht auf jeder Partie die maximale Tiefe erwarten.

Ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis hängt immer von der konkreten Partie und Ihrer individuellen Wette ab.

LeoVegas – jüngste Erlaubnis mit Casino-Hintergrund

Leovegas.de wird von der LVSports Limited betrieben. Die Erlaubnis besteht seit dem 21. Oktober 2024. LeoVegas ist ursprünglich eine Casino-Marke, die in den letzten Jahren ihr Sportwettenangebot ausgebaut hat.

Die Premier League ist Teil des Programms, wobei die Tiefe schmaler sein kann als bei den etablierten Sportwetten-Anbietern. Live-Wetten folgen den deutschen Regeln.

Für wen LeoVegas sich eignet: für Spieler, die einen Casino-Anbieter mit zusätzlichem Sportwettenangebot suchen und bereit sind, eine geringere Marktbreite zu akzeptieren. Wer ein reines Sportwetten-Profil erwartet, ist bei den klassischen Anbietern besser bedient.

Was die Erlaubnis nicht garantiert: dass LeoVegas auf jeder Premier-League-Partie alle Märkte abdeckt. Die Marke ist jünger im Sportwetten-Segment und entsprechend positioniert.

Steuern, Quoten und Kosten einer Wette

Die Sportwettensteuer ist die einzige direkte staatliche Abgabe auf eine Wette. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des gezahlten Betrags. Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler.

Ob und wie der Anbieter sie weitergibt, steht in dessen AGB. Drei Varianten sind verbreitet: Der Anbieter trägt die Steuer selbst und gibt sie nicht weiter; der Anbieter zieht die Steuer vom Gewinn ab; der Anbieter zieht die Steuer vom Einsatz ab. Welche Variante gilt, steht in den AGB. Wer 100 € auf Quote 2,00 setzt und die Steuer trägt, bekommt 200 € ausgezahlt. Wer sie vom Gewinn abgezogen bekommt, bekommt 194,70 €. Wer sie vom Einsatz abgezogen bekommt, bekommt 195 € auf 97,50 € Einsatz ausgezahlt.

Was die Marge konkret bedeutet: Bei einer Auszahlungsquote von 95 % auf einem Markt behält der Anbieter 5 % – auf 100 € Einsatz werden 95 € an die gewinnenden Bereiche ausgezahlt. Auf einer typischen Premier-League-Partie liegt die Marge zwischen 5 % und 10 % bei den großen Anbietern; bei Nischenmärkten oder Live-Wetten kann sie höher sein.

Was die Marge für den Spieler bedeutet: Eine niedrigere Marge bedeutet mehr Auszahlung. Wer konsequent auf Märkten mit niedriger Marge wettet, bekommt mehr für sein Geld. Aber: Niedrigere Marge ist nicht gleich höhere Gewinnchance. Die Quote eines Marktes mit niedriger Marge kann trotzdem zu niedrig sein, um eine Value-Wette zu sein.

Beispielrechnung für die Marge: Bei Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 auf einen 1X2-Markt liegt die Auszahlungsquote bei etwa 91,2 % und die Marge bei etwa 8,8 %. Eine Senkung der Marge auf 5 % würde die Quoten anheben – auf rund 2,20 / 3,55 / 3,75 (grobe Schätzung, die konkreten Quoten sind vom Buchmacher abhängig). Das ist die Information, die der Vergleich von Buchmachern liefert.

Was Quoten nicht abdecken: Steuern, die der Anbieter nicht trägt, und Gebühren, die der Anbieter für Auszahlungen verlangt. Beides steht in den AGB.

Häufige Fragen zu Premier-League-Wetten

Wie lässt sich auf die Premier League wetten, ohne bei Anbietern ohne deutsche Erlaubnis zu landen?

Die einzige zuverlässige Prüfung ist die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Eine maltesische oder curaçaoische Konzuli ersetzt die deutsche Whitelist nicht. Wer sich auf eine ausländische Konzuli verlässt, spielt im Sinne des § 4 Abs. 1 GlüStV ohne Erlaubnis und bekommt weder OASIS- noch LUGAS-Schutz. Die Whitelist ist öffentlich und wird laufend aktualisiert.

Welche Wettmärkte gibt es für die Premier League?

Spielausgang (1X2), Handicap, Über/Unter Tore, Torschützen (Spieltag und Saison), Halbzeit/Endstand, asiatisches Handicap, Eckbälle und Karten sind verbreitet. Dazu kommen Langzeitmärkte wie Meister, Torschützenkönig, Top-Klubs, Absteiger und Aufsteiger. Welche Tiefe ein Anbieter pro Partie anbietet, hängt vom Buchmacher ab; die regulatorisch zugelassenen Wettarten stehen im Sportwettprogramm der GGL.

Wie wird die Auszahlung einer Premier-League-Wette aus Einsatz und Quote berechnet, und wie wirkt die Sportwettensteuer?

Auszahlung = Einsatz × Quote, Nettogewinn = Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Beinigungen. Die Sportwettensteuer von 5,3 % der Bemessungsgrundlage wird vom Veranstalter geschuldet; ob und wie sie an den Spieler weitergegeben wird, hängt vom Anbieter ab und steht in dessen AGB – als Aufschlag auf den Einsatz, als Abzug vom Gewinn oder vollständig vom Anbieter getragen.

Welche Live-Wetten sind bei Premier-League-Spielen zulässig, etwa auf das nächste Tor, und welche nicht?

Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind während eines laufenden Spiels nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente erlaubt. Das nächste Tor im Fußball ist live wettbar; nicht erlaubt sind Eckbälle, Karten, Einwürfe und ähnliche Mikroereignisse. Im Tennis ist der nächste Satz live wettbar, nicht der nächste Punkt. Im Basketball sind keine Live-Komponenten erlaubt.

Wie entsteht eine Premier-League-Prognose, und was unterscheidet eine Value-Wette vom Bauchgefühl?

Eine Prognose ruht auf vier Bausteinen: Form, Torverhältnis, Verletzungen und Auswärtsbilanz. Eine Value-Wette liegt vor, wenn die eigene Wahrscheinlichkeitseinschätzung die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote übersteigt – also der eigene Wert über dem Marktpreis liegt. Bauchgefühl ist keine Wahrscheinlichkeit; eine Quote von 2,00 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 50 %, und der Buchmacher hat seine Marge bereits eingepreist.

Welche Bedeutung haben das Einzahlungslimit von 1.000 € und OASIS für Wetten auf englischen Fußball?

Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat ist die Standardgrenze nach § 6c Abs. 1 GlüStV und gilt über alle Whitelist-Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. OASIS ist die bundesweite Sperrdatei, die bei Registrierung und Anmeldung geprüft wird; eine Sperre gilt für mindestens drei Monate (wenn der Spieler eine Frist nennt) oder mindestens ein Jahr. Beide Mechanismen greifen nur auf Whitelist-Anbietern; Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen.

Inhalt erstellt vom Team «Ligawetten Info»