French Open 2026 wetten: Wer anbieten darf, wie die Quoten funktionieren

Updated November 2026
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Stand: 26. Oktober 2026 · Lizenzen geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026.

Wer auf die French Open wetten will, steht in Deutschland vor einer ungewöhnlichen Ausgangslage. Das Turnier ist gespielt, die Sieger stehen fest, die Wettmärkte für die Ausgabe 2027 füllen sich erst nach den Australian Open. Was bleibt, ist die Frage, an wen man sich beim nächsten Sandplatz-Sommer halten kann – und was die Quoten, die man dann sieht, eigentlich abbilden. Die Ausgabe 2026 lief vom 24. Mai bis zum 7. Juni 2026 in Paris und ist abgeschlossen. Dieser Artikel gibt einen Überblick, was eine Wette auf ein Grand-Slam-Turnier in Deutschland kostet, welche Märkte die Anbieter führen und wer die Erlaubnis hat, sie überhaupt anzubieten.

Ein Sandplatz im frühen Morgenlicht, frisch gewalzt, mit weißen Linien und einem Netz im Hintergrund, keine Menschen.
Die French Open (Roland Garros) werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand (Terre battue) ausgetragen; Veranstalter ist der Weltverband ITF.

Die rechtliche Seite ist eng, aber überschaubar: Wetten auf Profiturniere darf in Deutschland nur anbieten, wer eine Erlaubnis der GGL besitzt. Die Behörde führt die zugelassenen Veranstalter auf einer einzigen Whitelist; was dort nicht steht, ist in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel. Die GGL selbst hat am 17. September 2026 noch einmal ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt. Was eine Wette auf Sand konkret bedeutet – drei Gewinnsätze bei den Herren, zwei bei den Damen, Tiebreak im Entscheidungssatz bis 10 – entscheidet, welche Märkte überhaupt sinnvoll sind. Und die Quote selbst trägt die Marge des Anbieters in sich; sie zeigt nicht, wer das Turnier gewinnt, sondern wie der Anbieter das Risiko eines Marktes bewertet.

Die zehn Anbieter im Vergleich führen alle eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis. Sie unterscheiden sich in den Märkten, die sie für die French Open anbieten, in der Live-Berichterstattung und in der Frage, wer die Wettsteuer trägt. Die wichtigsten Begriffe – Erlaubnis, Whitelist, OASIS, LUGAS, Mindestquote – wiederholen sich, weil sie für jede Wette in Deutschland gleichermaßen gelten.

Rechtslage: Wer in Deutschland auf die French Open wetten darf

Tenniswetten fallen in Deutschland unter den Glücksspielstaatsvertrag 2021, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Die zuständige Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, kurz GGL, mit Sitz in Halle an der Saale. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet und beaufsichtigt die zugelassenen Anbieter. Die Wettsteuer selbst ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL; das ist ein Unterschied, der auf den ersten Blick untergeht, an dem aber ein Streit über die Frage hängt, wer die 5,3 % am Ende zahlt.

Eine Messingwaage steht auf einem Holzschreibtisch neben einer Kaffeetasse, im Hintergrund ein helles Fenster.
Die GGL warnte am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Die Whitelist als einziger Lackmustest

Was legal ist, sagt die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV – und zwar abschließend. Eine .de-Domain allein beweist nichts; eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine Gültigkeit. Die GGL führt im Stand vom 02.10.2026 insgesamt 30 Einträge, davon 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis – zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten – und drei weitere nur für Pferdewetten zugelassene Veranstalter. Jede zugelassene Sportwetten-Domain ist eine .de-Domain; wer dort steht, darf auf Turniere wie die French Open Wetten annehmen.

Eine Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt und kann verlängert werden; die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung und der Folgeerlaubnis, nie ein Enddatum. Wer eine Erlaubnis besitzt, schuldet der GGL den Nachweis, dass die Spieler geschützt sind, das Geld auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto liegt und die Limits eingehalten werden. Wer auf der Whitelist nicht steht, hat in Deutschland keine Handhabe gegen den Anbieter, falls eine Auszahlung hakt.

Ein einzelner Tennisball liegt auf rotem Sand neben einer weißen Linie, geringe Schärfentiefe.
Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt.

Was bei einem Verstoß passiert

Wer ohne Erlaubnis Sportwetten an deutsche Kunden vermittelt, betreibt nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Der organisatorische Straftatbestand nach § 284 StGB sieht bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe vor, die Werbung bis zu einem Jahr. Für einzelne Spieler sieht § 285 StGB bis zu sechs Monate oder eine Geldstrafe vor; verfolgt wird das in der Praxis nicht, das ist weder ein Freifahrtschein noch eine Drohung, die sich aufbauschen ließe. Die GGL kann Anbietern Verbote auferlegen, Zahlungen blockieren und seit 2024 auch Netzsperren verhängen.

Zivilrechtlich haben deutsche Gerichte in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die EU-Dienstleistungsfreiheit dem entgegensteht; in dem Verfahren fordert ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich gehalten, dass nicht zugelassene Anbieter Einsätze zurückzahlen müssen – außer Behörden haben zugesichert, die Pflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist kein Versprechen auf Rückzahlung; es ist eine offene Rechtsfrage.

Wer zahlt die Wettsteuer

Die Sportwettensteuer ist in §§ 16 bis 25 RennwLottG geregelt. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ – das sind rund 5,03 % des gezahlten Betrags, weil 5,3 geteilt durch 105,3 zu Buche schlägt. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler; ob und wie der Anbieter die Steuer an den Kunden weiterreicht, entscheidet er selbst. Manche Anbieter ziehen sie vom Einsatz ab, andere schlagen sie auf den Gewinn drauf, einzelne werben damit, sie selbst zu tragen. Wer die Steuer trägt, gehört zu den Punkten, die vor einer Anmeldung in den AGB stehen – wer die Spalte überfliegt, entdeckt den Unterschied erst auf der Quittung.

Verantwortungsvolles Wetten: Limits, Sperren und das, was OASIS und LUGAS leisten

Wer in Deutschland bei einem zugelassenen Anbieter spielt, ist an ein System aus Limits und Sperren angeschlossen, das außerhalb des Marktes nicht existiert. Drei Bausteine tragen den Spielerschutz: das monatliche Einzahlungslimit, das übergreifende Sperrsystem OASIS und die Aktivitätsdatei LUGAS, die Parallelspiel verhindert. Daneben stehen Fristen und Verifikationspflichten, die den Ernstfall – ein Spieler verliert die Kontrolle – auffangen sollen, bevor er eintritt.

Das monatliche Einzahlungslimit

Seit dem GlüStV 2021 gilt eine Obergrenze von 1.000 € pro Kalendermonat, und zwar über alle Anbieter hinweg. Das funktioniert technisch über die Limitdatei, einen Server, an dem jeder zugelassene Anbieter angeschlossen ist und auf dem jeder Einzahlungsversuch geprüft wird, bevor er gebucht wird. Wer im Monat schon 700 € bei Anbieter A eingezahlt hat, kann bei Anbieter B nur noch 300 € einzahlen, bis der Monat wechselt. Eine Senkung des eigenen Limits gilt sofort; eine Anhebung erst nach sieben Tagen Bedenkzeit.

Eine Erlaubnis kann Anbietern gestatten, für einen bestimmten Spieler ein höheres Limit zu setzen – bis zu 10.000 €, in Ausnahmen bis 30.000 €, aber höchstens für ein Prozent der aktiven Kunden. Dafür verlangt der Anbieter einen nachprüfbaren Einkommens- oder Vermögensnachweis; eine Selbsterklärung reicht nicht. Wer mit einem höheren Limit spielt, muss das in seinem Konto sehen können, und es steht in den AGB des Anbieters, wie er die Anhebung begründet.

OASIS und der Panikbutton

OASIS ist die zentrale Sperrdatei, die jeder Anbieter bei der Registrierung und bei jedem Login abfragt. Wer sich selbst sperrt, bleibt mindestens drei Monate gesperrt, wenn eine Frist genannt wurde, ansonsten mindestens ein Jahr. Eine Fremdsperre – etwa durch Angehörige – ist möglich und läuft mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus; sie kostet nichts, gilt sofort und ist nicht widerrufbar innerhalb der 24 Stunden. Beide Sperren ziehen den Spieler automatisch aus der Werbung des Anbieters heraus, soweit das technisch möglich ist.

Parallel dazu läuft LUGAS, die Aktivitätsdatei: Sie verhindert, dass ein und derselbe Spieler zur selben Zeit bei mehreren Anbietern aktiv ist. Wer parallel spielen will, scheitert an der Logik; wer ein Konto bei zwei Anbietern hat, kann nur eines aktiv nutzen. Das ist unbequem, wenn man Quoten vergleichen will, und es ist gleichzeitig der Grund, warum die Anbieter untereinander nicht um denselben Kunden in derselben Sekunde konkurrieren.

Vollständige Verifikation, Konto pro Anbieter

Spielen in Deutschland läuft ausschließlich über ein verifiziertes Konto pro Anbieter, mit voller Identitätsprüfung. Vor der Verifikation darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € erlauben, und er darf in dieser Zeit keine Auszahlung vornehmen. Wer sich also ohne Ausweiskopie anmeldet, kann setzen, aber nicht abheben. Auszahlungen müssen auf ein Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz erfolgen; anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, prepaid Karten ohne Identifizierung – sind ausgeschlossen. Das ist der Mechanismus, der Krypto- und Prepaid-Wetten aus dem lizenzierten Markt heraushält.

Wettmärkte und Quoten: Was die Zahl neben dem Spielernamen wirklich sagt

Wer bei einem deutschen Anbieter die French Open öffnet, sieht nicht „Quote“ und dann eine Zahl; er sieht eine Liste von Märkten, und jeder Markt hat eine andere Quote. Drei Klassen prägen das Bild: Sieger- und Turnierwetten, die langfristig vor dem Turnier laufen, Rundenmärkte für einzelne Matches, und Live-Märkte während eines Spiels. Jede Klasse folgt ihrer eigenen Mechanik, und jede Quote enthält die Marge des Anbieters – den Anteil, den der Anbieter pro eingesetztem Euro behält.

Sieger- und Turniermärkte

Die Siegerwette auf das gesamte Turnier wird vor dem ersten Aufschlag abgeschlossen. Sie wird als „Outright“ geführt; wer hier setzt, wettet auf den späteren Champion, nicht auf ein einzelnes Match. Die Quoten auf Ausnahmekönnen wie Rafael Nadal standen historisch niedrig; bei weniger klaren Favoritenfeldern – 2026 war eines – liegen die Quoten über mehrere Spieler eng beieinander. Der Markt hat zwei Seiten: eine hohe Quote bedeutet eine niedrige implizite Wahrscheinlichkeit, der Anbieter sieht den Spieler also nicht vorne. Eine Quote von 5,00 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 20 % – abzüglich der Marge des Anbieters.

Outrights werden über die Dauer des Turniers gehandelt. Ein Spieler, der in der ersten Runde überraschend ausscheidet, verliert die Wette sofort; wer ihn bis ins Halbfinale trägt, kann in den späteren Runden noch eine Livewette platzieren, die mit dem Ausgang seines Matches steht und fällt. Die Outright-Märkte sind für die Anbieter lukrativ, weil sie viel länger offenstehen als einzelne Matchmärkte und entsprechend mehr Volumen pro Markt einsammeln.

Satz- und Handicapwetten

Auf einzelne Matches bieten die Anbieter Märkte auf Satzergebnisse, Handicap-Linien und Über/Unter bei der Anzahl der Spiele an. Die Handicap-Linie gleicht einen vermeintlichen Qualitätsunterschied aus: Wer auf den Außenseiter mit +1,5 Sätzen wettet, gewinnt auch dann, wenn dieser Außenseiter das Match in vier Sätzen verliert. Die Logik entspricht dem asiatischen Handicap aus dem Fußball, nur dass die Einheit hier der Satz und nicht das Tor ist.

Satzwetten sind wegen des Modus der French Open besonders interessant. Bei den Herren wird auf drei Gewinnsätze gespielt, bei den Damen auf zwei. Bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7; im Entscheidungssatz – also dem fünften Satz bei den Herren, dem dritten bei den Damen – wird seit März 2022 ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung gespielt. Diese Regelung gilt auf allen vier Grand-Slam-Turnieren einheitlich. Die Tennis-Märkte der Anbieter bilden diese Struktur ab: Wer auf „Satz 1: Spieler A“ wettet, wettet auf den Gewinn des ersten Satzes, nicht auf das Match.

Livewetten: Was in Deutschland erlaubt ist

Das deutsche Recht engt die Live-Märkte ein. Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind Live-Wetten während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf die nächste Tor-, Satz- oder ähnliche Komponente erlaubt – in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Auf den nächsten Punkt im Tennis zu wetten, ist in Deutschland nicht erlaubt; auf den nächsten Satz schon. Der nächste Korb im Basketball ist tabu, das nächste Tor im Fußball geht. Der Grund: Bei Ereignissen, die im Minutentakt fallen, kommt die Wette der Casinomechanik näher als dem Sportwetten-Charakter; die GGL will das vermeiden.

Wetten sind nur auf offiziell beendete Ereignisse auszahlbar. Bricht ein Match ab – Regen, Dunkelheit, Verletzung –, wird die Wette üblicherweise nach den Regeln des Anbieters für den entsprechenden Markt abgerechnet. Manche Anbieter stornieren, andere werten nach dem Stand zum Zeitpunkt des Abbruchs. Was im Einzelfall gilt, steht in den AGB; eine Wette auf den Turniersieger ist davon nicht betroffen, weil das Turnier offiziell beendet oder abgebrochen sein muss.

Was die Marge mit der Quote macht

Die Quote, die der Anbieter anzeigt, ist nicht die faire Wahrscheinlichkeit. Sie enthält den Anteil, den der Anbieter pro Euro Einsatz behält. Bei einem Zwei-Wege-Markt – Spieler A gewinnt, Spieler B gewinnt – und Quoten von 1,90 / 1,90 sieht die Rechnung so aus: Die Auszahlungsquote ist 1 geteilt durch (1/1,90 + 1/1,90) – also rund 0,95 oder 95 %. Die Marge, also der Anteil, der beim Anbieter bleibt, ist 1 minus 0,95, also rund 5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt – Sieg A, Sieg B, Aufgabe oder ähnliches – ist die Marge höher, weil der Anbieter eine dritte Quote einkalkuliert. Faustregel: Je mehr mögliche Ausgänge ein Markt hat, desto höher liegt seine Marge typischerweise.

Eine Auszahlungsquote von 95 % bedeutet: Von 100 €, die insgesamt auf einen Markt gesetzt werden, zahlt der Anbieter im langfristigen Durchschnitt 95 € an die gewinnenden Wetten aus, 5 € bleiben bei ihm. Ein einzelner Kunde merkt davon nichts; über Tausende Wetten mittelt sich das ein. Wer dauerhaft auf niedrigmargige Märkte – Zwei-Wege, keine Asiaten – setzt, schneidet langfristig besser ab als auf Drei-Wege-Märkten mit ähnlichen Köpfen.

Das Turnier: Spielplan, Modus, Ergebnisse 2026

Die French Open 2026 sind ausgespielt, die Sieger stehen fest, die nächsten French Open folgen 2027. Der Modus – Best of Five bei den Herren, Best of Three bei den Damen, Match-Tiebreak im Entscheidungssatz – prägt die Märkte. Wer das Turnier versteht, versteht auch, warum manche Märkte existieren und andere nicht.

Spielplan und Austragungsort

Das Turnier findet im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris statt, auf Sand (Terre battue). Veranstalter ist der Weltverband ITF. Die Qualifikation beginnt üblicherweise in der Woche vor dem Hauptfeld; das Hauptfeld startet an einem Sonntag und läuft über zwei Wochen, wobei das Herrenfinale traditionsgemäß am zweiten Sonntag stattfindet. Die Ausgabe 2026 lief vom 24. Mai bis zum 7. Juni 2026; das Damenfinale wurde am Samstag, das Herrenfinale am Sonntag ausgetragen.

Das Gesamtpreisgeld lag 2026 bei 61.723.000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber dem Vorjahr. Die Einzelsieger im Profitennis erhielten jeweils 2.800.000 €. Die Rekordsieger der Turniergeschichte sind Rafael Nadal mit 14 Titeln im Herreneinzel und Chris Evert mit 7 Titeln im Dameneinzel; beide Rekorde stehen seit Jahren und sind bei den 2026er Märkten nicht in Reichweite gewesen.

Ergebnisse 2026

Das Herreneinzel 2026 gewann Alexander Zverev im Finale gegen Flavio Cobolli. Zverev ist damit der erste deutsche Herrensieger bei den French Open seit langem und gleichzeitig ein Spieler, der auf Sand immer wieder in die Nähe des Titels gekommen war. Das Dameneinzel 2026 gewann Mirra Andrejewa im Finale gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Andrejewa, noch jung im Profitennis, war vor dem Turnier nicht in jeder Quote ganz vorne; eine Siegerwette auf sie vor dem ersten Aufschlag hätte eine deutlich höhere Quote gehabt als auf die Topgesetzten.

Wer auf eines der beiden Endspiele wettete, hatte es mit einem klaren Zwei-Wege-Markt zu tun. Wer vorher auf den Turniersieger setzte, sah eine Quote, die sich über zwei Wochen veränderte – sie sank mit jedem gewonnenen Match, stieg mit einer Verletzung, und sie verschwand, sobald der Spieler ausschied. Der Outright-Markt ist über zwei Wochen ein Spiegelbild der Spielerform, der Verletzungslage und der Wahrnehmung der Quote durch den Markt insgesamt.

Anbieter im Vergleich: Wer für die French Open in Frage kommt

Alle zehn Anbieter im folgenden Vergleich führen eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis und stehen auf der GGL-Whitelist (Stand 02.10.2026). Sie unterscheiden sich im Marktangebot, in der Live-Berichterstattung und in der Frage, wer die Wettsteuer trägt. Die Tabelle nennt die Marke, den Inhaber der Erlaubnis und das Datum der ersten Erlaubnis – nicht den Tag, an dem die Erlaubnis ausläuft; die Whitelist führt kein Enddatum.

Anbieter Whitelist-Status Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Interwetten GGL Whitelist Interwetten Gaming Limited, Malta 02.11.2020
ODDSET GGL Whitelist ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
Sportingbet GGL Whitelist Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Tiptorro GGL Whitelist Torro Tec Limited, Malta 30.06.2021
AdmiralBet GGL Whitelist Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
Winamax GGL Whitelist WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
bet-at-home GGL Whitelist Bet-at-home.com Internet Limited, Malta 02.11.2020
DAZN Bet GGL Whitelist DZBT Operations Limited, Malta 22.08.2023
888sport GGL Whitelist 888 Germany Limited 30.06.2021
NEO.bet GGL Whitelist Greenvest Betting Limited 09.10.2020

Die Tabelle zeigt das, was am schnellsten auffällt: Die Erlaubnisse sind überwiegend zwischen 2020 und 2023 erteilt worden, die Inhaber sitzen mehrheitlich in Malta. Eine maltesische Firmenadresse besagt nichts über die Rechtmäßigkeit in Deutschland – die Erlaubnis der GGL steht daneben und ist das, was zählt. DAZN Bet ist der jüngste Zugang in der Liste; die Erlaubnis stammt vom 22. August 2023. Die übrigen Anbieter haben ihre Erlaubnis im Zuge der Übergangsregelung des GlüStV 2021 erhalten und seitdem eine Folgeerlaubnis bekommen.

Interwetten

Interwetten ist einer der älteren Anbieter im deutschen Markt und führt die Whitelist mit der Interwetten Gaming Limited in Sliema, Malta. Die Erlaubnis wurde am 02.11.2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis folgte am 27.12.2022. Interwetten hat im Tennis ein ausführliches Wettprogramm, deckt Grand-Slam-Turniere mit Sieger-, Runden- und Handicap-Märkten ab und bietet Live-Wetten im Rahmen der deutschen Regelung an. Die Marke richtet sich an Spieler, die einen Anbieter mit langer Historie suchen und mit Standardmärkten zufrieden sind; ein Exot ist Interwetten nicht.

ODDSET

ODDSET ist die Sportwettenmarke des Lotto-Toto-Blocks in Deutschland und wird von der ODDSET Sportwetten GmbH betrieben, einer Tochter der Staatlichen Toto-Lotto GmbH. Die Erlaubnis wurde am 18.11.2020 erteilt, die Folgeerlaubnis datiert auf den 15.12.2022, erteilt vom Regierungspräsidium Darmstadt. ODDSET bietet Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb – die Marke steht in vielen Annahmestellen und ist über das Online-Angebot erreichbar. Für Spieler, die einen Anbieter mit deutscher Wurzel und stationärem Vertrieb suchen, ist ODDSET die nächstliegende Adresse. Das Tennis-Angebot ist breit, die Live-Berichterstattung konzentriert sich auf die Top-Märkte.

Sportingbet

Sportingbet wird in Deutschland von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben, die Erlaubnis stammt vom 09.10.2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. Das Wettangebot enthält einen „Konfigurator+“, mit dem sich Spieler eigene Märkte aus vorgegebenen Bausteinen zusammenstellen können, sowie Live-Wetten. Das Sportarten-Portfolio umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Für die French Open heißt das: ein vollständiges Wettprogramm mit der Möglichkeit, Runden- und Satzmärkte auch als Kombination zu spielen. Wer gerne Konfiguratoren nutzt, findet hier eine der ausgereifteren Lösungen.

Tiptorro

Hinter Tiptorro steht die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta. Die Erlaubnis wurde am 30.06.2021 erteilt, eine Folgeerlaubnis folgte am 27.12.2022. Die zugehörige App wird im App Store von der Torro Tec Limited angeboten, die sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL beschreibt. Tiptorro positioniert sich über Mobile-Nutzung, also über das Smartphone; die App ist für die meisten Spieler der Hauptzugang. Das Tennis-Angebot deckt Grand-Slam-Turniere ab, die Live-Märkte folgen der deutschen Regelung.

AdmiralBet

AdmiralBet wird in Deutschland von der Greentube Betting Malta Limited betrieben. Die Sportwetten-Erlaubnis wurde am 09.10.2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis folgte am 13.12.2022 und eine weitere am 29.07.2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine separate Erlaubnis seit dem 28.09.2022 – die Slots-Erlaubnis sagt nichts über das Sportwetten-Angebot, das auf einer eigenen Genehmigung beruht. AdmiralBet gehört zur österreichischen Novomatic-Gruppe und bringt die Erfahrung eines Anbieters mit, der in mehreren europäischen Märkten aktiv ist. Für die French Open heißt das: solide Standardmärkte, ein vollständiges Live-Programm im Rahmen der deutschen Regelung.

Winamax

Winamax ist die jüngere Marke in der Liste und gehört zur WINAMAX (Société anonyme). Die Erlaubnis wurde am 29.06.2021 erteilt, eine Folgeerlaubnis folgte am 08.12.2022. Winamax bewirbt sich im Footer mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 01.04.2025 bis 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Über Winamax TV bietet der Anbieter Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie, MLS, von allen vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von NBA und NFL im eigenen Kundenkonto an. Für die French Open ist das die entscheidende Information: Wer auf das Turnier wettet, kann es im selben Konto live verfolgen. Die Behauptung „beste Quote“ ist eine Marketingaussage über einen konkreten Studienzeitraum, keine Eigenschaft des Anbieters schlechthin.

bet-at-home

bet-at-home wird in Deutschland von der Bet-at-home.com Internet Limited betrieben, die Erlaubnis wurde am 02.11.2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis folgte am 22.12.2022, und für virtuelle Automatenspiele besteht eine separate Erlaubnis seit dem 28.12.2022. bet-at-home ist im deutschen Markt seit langem präsent, das Markenprofil ist konservativ. Das Tennis-Angebot deckt Grand-Slam-Turniere ab, die Live-Märkte folgen der deutschen Regelung. Wer einen Anbieter mit bekannter Marke und zurückhaltendem Auftritt sucht, landet hier.

DAZN Bet

DAZN Bet wird von der DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta, betrieben. Die Sportwetten-Erlaubnis wurde am 22.08.2023 erteilt – der jüngste Zugang im Vergleich. DAZN Bet profitiert von der Marke DAZN, die im Sport-Streaming in Deutschland bekannt ist; die Sportwetten-Plattform ist ein eigenes Produkt. Für die French Open bietet DAZN Bet ein vollständiges Wettprogramm mit Live-Märkten, die TV-Übertragung des Turniers läuft separat über DAZN. Wer beides aus einer Hand will, schaut auf den Anbieter, der das Streaming-Angebot ohnehin abonniert hat; wer nur die Wetten will, kann die Marke getrennt davon nutzen.

888sport

888sport gehört zur 888-Gruppe, deren Holding, die 888 Holdings PLC, ihren Sitz in Gibraltar hat und seit September 2005 an der Londoner Börse notiert ist. In Deutschland wird 888sport von der 888 Germany Limited betrieben, die Erlaubnis wurde am 30.06.2021 erteilt, eine Folgeerlaubnis folgte am 15.12.2022. 888sport bringt die Erfahrung eines Anbieters mit, der international im Online-Glücksspiel aktiv ist; das Tennis-Angebot deckt Grand-Slam-Turniere ab. Die Marke spricht Spieler an, die einen Anbieter mit internationaler Historie suchen.

NEO.bet

NEO.bet wird in Deutschland von der Greenvest Betting Limited betrieben, die Erlaubnis wurde am 09.10.2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis folgte am 22.12.2022. NEO.bet positioniert sich als Anbieter mit Fokus auf den deutschsprachigen Markt und einem schlanken Wettprogramm. Das Tennis-Angebot deckt Grand-Slam-Turniere mit Standardmärkten ab. Wer einen Anbieter ohne internationales Übergewicht sucht, findet hier eine der ruhigeren Optionen.

Einordnung: Welcher Anbieter für welchen Spieler

Die zehn Marken sind alle zugelassen und insofern rechtlich gleichgestellt. Sie unterscheiden sich an drei Stellen, an denen die Wahl tatsächlich wehtut: im Tennis-spezifischen Marktangebot, in der Live-Berichterstattung und in der Frage, wer die Wettsteuer trägt. Wer auf das Turnier wettet, hat mit dem Marktangebot – Outrights, Satzmärkte, Handicaps – zu tun; wer live mitfiebert, hat mit der Übertragung zu tun; wer auf Dauer spielt, hat mit der Steuerfrage zu tun.

Tennis-Marktangebot

Auf den ersten Blick führen alle Anbieter die Standardmärkte: Sieger, einzelne Matches, Sätze, Handicaps, Über/Unter Spiele. Die Unterschiede liegen in der Tiefe. Wer Outrights spielt, vergleicht die Liste der verfügbaren Spieler; wer gerne spezielle Märkte nutzt, schaut auf Konfiguratoren wie bei Sportingbet. Für die French Open, die in der zweiten Mai-Woche laufen, ist die Verfügbarkeit der Märkte über die zwei Wochen entscheidend – manche Anbieter schließen Outrights früher, andere länger.

Wer parallel auf mehrere Märkte setzt – ein Match auf Sieg, dazu ein Over/Under auf die Spiele im ersten Satz – achtet auf die Wettsteuer. Anbieter, die sie selbst tragen, geben auf den ersten Blick bessere Quoten; rechnet man die 5,03 % des Einsatzes zurück, die der Anbieter einbehält, ist der Unterschied kleiner, als er aussieht. Die Behauptung „beste Quote“ ist, wie das Beispiel Winamax zeigt, eine Aussage über einen Studienzeitraum und eine Auswahl von Spielen, nicht über jede beliebige Tenniswette.

Live-Berichterstattung

Die Live-Wetten unterliegen der deutschen Regelung: nächster Satz geht, nächster Punkt nicht. Innerhalb dieses Rahmens ist das Angebot unterschiedlich dicht. Winamax hebt sich mit dem eigenen Live-Stream-Angebot ab, das alle vier Grand-Slam-Turniere einschließt; bei anderen Anbietern ist die Live-Wette von einer externen Übertragung – etwa Eurosport – abhängig. Wer auf den Matchverlauf wettet, braucht die Quoten in Echtzeit und ein Bild, das den Stand erklärt. Anbieter ohne eigenen Live-Stream sind hier im Nachteil, was die Frage angeht, ob der Kunde bleibt und setzt.

Wer den Live-Stream bei Winamax nutzt, muss ein verifiziertes Konto haben und positives Guthaben auf dem Wettkonto – das ist die übliche Voraussetzung. Die Streams laufen im Kundenkonto und sind nicht öffentlich zugänglich; eine Zweitübertragung über andere Plattformen ist möglich, aber nicht Teil des Wettenangebots.

Steuer und Auszahlung

Die Wettsteuer wird in allen zehn Häusern auf eine eigene Art behandelt. Manche ziehen sie vom Einsatz ab, andere vom Bruttogewinn, einzelne tragen sie selbst. Wer das nicht liest, entdeckt den Unterschied erst auf der Quittung. Ein Anbieter, der die Steuer selbst trägt, hat bei identischer Bruttoquote für den Kunden den besseren Nettogewinn; ein Anbieter, der sie auf den Gewinn aufschlägt, behält mehr von jedem Schein. Welche Variante fairer ist, hängt vom Spielverhalten ab; wer viele kleine Wetten setzt, ist anders betroffen als jemand, der einmal pro Monat einen Outright spielt.

Die Auszahlung läuft auf das verifizierte Zahlungskonto im eigenen Namen; Auszahlungen innerhalb von fünf Werktagen nach Kontoschließung sind gesetzlich garantiert. Welche Zahlungsmethoden ein Anbieter im Detail akzeptiert, steht in dessen AGB; generell gilt, dass nur Konten unter deutschem Geldwäscherecht zulässig sind. Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, nicht identifizierte Prepaidkarten – sind ausgeschlossen.

Was ein Zwei-Wege-Markt zur Marge lehrt: 5 % über die Quoten

Eine Wette zu verstehen heißt, die Quote zu verstehen. Sie ist der Preis, den der Anbieter für den Ausgang eines Ereignisses zahlt; sie enthält seinen Anteil. Wer zwei Quoten für die zwei Seiten eines Marktes sieht – Spieler A gewinnt, Spieler B gewinnt –, kann daraus ableiten, wie viel der Anbieter pro Euro Einsatz behält.

Beispielrechnung

Bei einem Zwei-Wege-Markt und Quoten von 1,90 auf beide Seiten ist die Auszahlungsquote 1 geteilt durch (1/1,90 + 1/1,90), also rund 0,95 oder 95 %. Die Marge, also der Anteil, der beim Anbieter verbleibt, ist 1 minus 0,95, also rund 5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt – etwa Sieg A, Sieg B, ein dritter Ausgang – und vergleichbaren Quoten liegt die Marge höher, weil der Anbieter drei Quoten einkalkuliert. Bei Live-Märkten, die sich während eines Spiels anpassen, kann die Marge von Aufruf zu Aufruf schwanken; bei Outrights, die über Wochen offenstehen, ist sie tendenziell höher, weil der Anbieter das Risiko länger trägt.

Diese Spanne – etwa 5 % bei einem fair quotierten Zwei-Wege-Markt – ist ein typischer Wert für die großen Anbieter in Deutschland. Sie variiert von Markt zu Markt und von Anbieter zu Anbieter; sie ist auch der Grund, warum ein Outright mit Quote 5,00 nicht „fünf Prozent Gewinnchance“ bedeutet, sondern eine niedrigere implizite Wahrscheinlichkeit, abzüglich der Marge. Wer die Quote als Entscheidungsgrundlage nimmt, muss die Marge mitdenken.

Was die Marge für die Wette bedeutet

Eine Marge von 5 % heißt: Pro 100 €, die insgesamt auf den Markt gesetzt werden, zahlt der Anbieter im Durchschnitt 95 € an die Gewinner aus. Das ist ein statistischer Durchschnitt über viele Wetten; ein einzelner Kunde merkt nichts davon. Wer über ein Turnier hinweg konsequent auf niedrigmargige Märkte setzt – Zwei-Wege, klare Favoriten, früh im Match – schneidet im Schnitt besser ab als auf Drei-Wege-Märkten mit ähnlichen Quoten. Das ist keine Empfehlung, das Wetten zu lassen, und keine Versicherung gegen Verluste; es ist eine Aussage darüber, wie der Markt funktioniert.

Wer einen Anbieter mit „besten Quoten“ wirbt, sollte fragen, auf welchen Märkten und in welchem Zeitraum das gilt. Die Winamax-Studie zu 2.967 Spielen aus April bis August 2025 bezieht sich auf einen konkreten Ausschnitt; sie ist ein Hinweis, kein Versprechen. Wer die Quoten vor dem Setzen vergleicht – fünf Anbieter, identisches Match, identischer Zeitpunkt –, bekommt ein realistischeres Bild.

Was bei Aufgabe oder Abbruch passiert

Ein Tennismatch kann enden, bevor der Sieger feststeht. Aufgabe, Verletzung, Regen, Dunkelheit, technischer Defekt – die Gründe sind vielfältig. Was mit der Wette passiert, hängt vom Anbieter und vom Markt ab. Die GGL schreibt vor, dass Wetten nur nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt werden dürfen; was im Einzelfall als „offiziell“ gilt, entscheidet der Anbieter in seinen AGB.

Wette auf den Match-Sieger

Wurde das Match offiziell gewertet – etwa weil ein Spieler nach dem ersten Satz aufgibt –, wird die Wette in der Regel nach dem Stand zum Zeitpunkt der Aufgabe ausgewertet. Ein Spieler, der 6:4, 2:1 vorne lag und dann aufgibt, hat das Match aus Sicht der meisten Anbieter verloren; die Wette auf ihn wird als verloren gewertet. Wurde das Match nicht offiziell gewertet – keine Wertung nach ATP- oder WTA-Regeln –, wird die Wette storniert und der Einsatz zurückgezahlt. Das variiert von Anbieter zu Anbieter und sollte vor einer Livewette gelesen werden.

Wette auf einen Satz

Bei einer Wette auf den ersten Satz gilt das Ergebnis nach dem ersten Satz; Aufgabe im zweiten Satz berührt die Wette auf den ersten Satz nicht. Anders liegt es bei einer Wette auf den Entscheidungssatz: Wenn der Match-Tiebreak im fünften Satz nicht zu Ende gespielt wird, fällt der Markt. Die Anbieter regeln das in den AGB; die meisten stornieren und zahlen den Einsatz zurück. Wer auf einen Live-Markt auf den „nächsten Satz“ gesetzt hat, sieht, dass die Quote nach der Aufgabe neutralisiert wird.

Outright auf den Turniersieger

Eine Outright-Wette wird durch Aufgabe oder Abbruch eines Matches grundsätzlich nicht berührt; sie läuft weiter, bis der Sieger des Turniers feststeht oder das Turnier offiziell abgebrochen wird. Bei einem vollständigen Turnierabbruch – etwa einer Pandemiesituation – kommt es auf die Anbieterregeln an: Manche stornieren und zahlen zurück, andere werten nach dem letzten offiziellen Stand. Diese Fälle sind selten; die AGB enthalten die Antwort.

Häufige Fragen

Wer gewann die French Open 2026 im Herren- und im Dameneinzel?

Das Herreneinzel 2026 gewann Alexander Zverev im Finale gegen Flavio Cobolli. Das Dameneinzel gewann Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Beide Finals fanden in der zweiten Turnierwoche statt; das Damenfinale am Samstag, das Herrenfinale am Sonntag. Wer auf eines der Endspiele wettete, hatte einen klaren Zwei-Wege-Markt vor sich; wer vorher auf den Turniersieger setzte, sah eine Quote, die sich über die zwei Wochen veränderte.

Wie unterscheiden sich Siegwetten, Satzwetten und Handicapwetten bei Tennisturnieren?

Die Siegwette auf einen Match setzt auf den Sieger des Matches. Die Satzwette setzt auf den Gewinner eines bestimmten Satzes – etwa „Satz 1: Spieler A“. Die Handicapwette gleicht einen Qualitätsunterschied aus: Wer auf Spieler B mit +1,5 Sätzen wettet, gewinnt auch dann, wenn Spieler B in vier Sätzen verliert. Die drei Märkte haben unterschiedliche Quoten, weil sie unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten abbilden. Outright-Wetten auf den Turniersieger funktionieren ähnlich wie eine Siegwette, nur dass der Markt über zwei Wochen offensteht.

Welche Livewetten sind während eines Tennismatches in Deutschland erlaubt?

Während eines laufenden Matches sind in Deutschland Live-Wetten auf das Endergebnis und auf den nächsten Satz erlaubt – in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis sind nicht erlaubt; ebensowenig der nächste Korb im Basketball. Der Grund: Bei Ereignissen, die im Minutentakt fallen, kommt die Wette der Casinomechanik näher als dem Sportwetten-Charakter. Die deutschen Anbieter filtern ihre Live-Märkte entsprechend; was im Programm auftaucht, ist nach GlüStV zulässig.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Siegwette, und wie wirkt die Wettsteuer?

Die Auszahlung ist Einsatz × Quote. Bei 10 € Einsatz und Quote 1,90 erhält der Spieler im Erfolgsfall 19 € zurück, der Nettogewinn ist 9 €. Die Wettsteuer von 5,3 % wird auf der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer“ berechnet, also rund 5,03 % des Einsatzes; ob und wie der Anbieter sie weitergibt, ist in seinen AGB geregelt. Manche ziehen sie vom Einsatz ab, andere schlagen sie auf den Gewinn auf, einzelne tragen sie selbst. Wer die Frage stellt, sollte vor der Anmeldung prüfen, wo der Anbieter sie verbucht.

Woran ist auf der GGL-Whitelist zu erkennen, ob ein Anbieter für Tennis eine deutsche Erlaubnis hat?

Die Whitelist der GGL führt für jeden Inhaber die Domain und das Datum der Erteilung. Eine Sportwetten-Domain ist immer eine .de-Domain; eine .de-Domain allein beweist nichts, weil auch nicht zugelassene Anbieter .de-Domains nutzen. Das entscheidende Merkmal ist, dass die Domain in der Whitelist mit dem Eintrag „Sportwetten“ und einem gültigen Datum erscheint. Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele oder für Pferdewetten allein berechtigt nicht zu Sportwetten; die Spalten sind getrennt zu lesen.

Was geschieht mit einer Wette, wenn ein Spieler aufgibt oder ein Match abgebrochen wird?

Bei einer Aufgabe innerhalb eines Matches wird die Wette nach dem Stand zum Zeitpunkt der Aufgabe ausgewertet, sofern das Match offiziell gewertet wurde. Ein Spieler, der 6:4, 2:1 vorne lag und aufgibt, hat aus Sicht der meisten Anbieter verloren. Wurde das Match nicht offiziell gewertet, wird die Wette storniert und der Einsatz zurückgezahlt. Bei Outright-Wetten auf den Turniersieger gilt: Die Wette läuft weiter, bis der Sieger feststeht oder das Turnier offiziell abgebrochen wird. Die Details stehen in den AGB des Anbieters; ein Blick vor einer Livewette lohnt sich.

Inhalt erstellt vom Team «Ligawetten Info»