Tour de France Wetten 2026 – Anbieter, Märkte und Margen im Überblick

Updated November 2026
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Stand: 1. November 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und die offiziellen deutschsprachigen Anbieterbedingungen

Eine Landstraße schlängelt sich durch Hügel im Morgennebel, am Straßenrand liegen Heuballen auf einem abgemähten Feld.
Die Tour de France 2026 fand vom 4. bis 26. Juli 2026 mit Start in Barcelona und Ziel in Paris statt und umfasste 21 Etappen über insgesamt 3.245 km.

Die 2026er-Austragung der Tour de France ist gefahren: Start am 4. Juli in Barcelona, Ziel am 26. Juli in Paris, 21 Etappen, 3.245 km, Gesamtsieger Tadej Pogačar. Wer in Deutschland auf das nächste Radrennen wetten will, kann das nur bei Anbietern mit einer Sportwetten-Erlaubnis der GGL tun. Wer wochenlang Etappen verfolgt und dabei mit spielt, sollte die Mechanik hinter Quote, Kombiwette und Steuer kennen, bevor er loslegt. Die folgende Übersicht ordnet zehn Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis nach ihren Rahmenbedingungen für Radsportwetten ein, zeigt, welche Märkte typischerweise angeboten werden, und rechnet nach, was eine Quote tatsächlich auszahlt.

Rechtslage in Deutschland: Warum die Whitelist entscheidet

Sportwetten auf Rennen wie die Tour de France sind in Deutschland nur erlaubt, wenn der Wettanbieter eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) nach § 9 Abs. 8 GlüStV besitzt. Geprüft wird das auf der Whitelist der Behörde; eine .de-Domain allein sagt nichts darüber aus, ob der dahinterstehende Veranstalter tatsächlich eine deutsche Erlaubnis hat. Wer bei einem Anbieter ohne diese Erlaubnis spielt, nimmt an unerlaubtem Glücksspiel teil. Die GGL hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt und ihre Aufsichtstätigkeit in diesem Bereich bekräftigt.

Ein Smartphone liegt auf einem Tisch neben einem Notizbuch mit handschriftlichen Notizen und einer Tasse Kaffee.
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Die Whitelist ist insoweit abschließend. Eine Erlaubnis ist nach § 4c Abs. 1 GlüStV grundsätzlich auf fünf Jahre ausgestellt; in der Liste selbst tauchen ausschließlich das Datum der Erteilung sowie das Datum einer verlängerten Folgeerlaubnis auf; ein Enddatum existiert dort nicht. Wer auf der Liste steht, darf Sportwetten veranstalten und vermitteln – Werbung für solche Wetten ist dann ebenfalls zulässig (§ 5 Abs. 7). Was die Lizenz nicht einschließt: Slots, Online-Casinospiele und Online-Poker sind eigene Erlaubnistatbestände. Eine Sportwetten-Erlaubnis erlaubt keine Online-Casinoangebote und umgekehrt.

Wer ohne deutsche Erlaubnis spielt, hat zudem keinen Zugriff auf die Spielerschutzmechanismen, die das deutsche Recht vorsieht. Das Sperrsystem OASIS (§§ 8, 8a) und die Limit- und Aktivitätsdatei LUGAS (§§ 6c, 6h) greifen nur bei lizenzierten Anbietern; bei Offshore-Seiten existiert weder die Selbstsperre über OASIS noch die Durchsetzung des monatlichen Einzahlungslimits. Dass ein Anbieter mit Sitz in Malta, Curaçao oder Anjouan lizenziert ist, ändert daran nichts; diese Lizenzen haben in Deutschland keine Geltung.

Die Folgen für den einzelnen Spieler fallen verhältnismäßig überschaubar aus, sind aber nicht null. Die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel kann nach § 285 StGB mit einer Geldbuße oder einer Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten geahndet werden, etablierte Verfolgungen einzelner Spielerinnen und Spieler liegen jedoch nicht vor. Zivilrechtlich ist die Lage im Fluss. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Im Verfahren geht es um die Rückforderung von mehr als 3.700 € Verlusten aus den Jahren 2013 bis 2018 gegen Tipico. Der Generalanwalt hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 es grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten. Verlassen sollte sich darauf niemand: Eine zugesicherte Aussetzung der Lizenzpflicht durch Behörden kann den Anspruch kippen, und eine offene Vorlage an den EuGH bedeutet, dass es derzeit keine endgültige Linie gibt.

Spielerschutz bei langen Wettkampfwochen

Die Tour de France zieht sich über drei Wochen mit täglichen Etappen, dazu kommen Livewetten auf Bergetappen, Zeitfahren und Sprints. Genau das macht Radsportwetten für Spielende besonders anfällig für nach­haltiges Verlusterleben: jede Etappe ein neues Wettprogramm, jedes Zeitfahren ein weiterer Anlass. Wer hier mitspielt, sollte Spielerschutz nicht als Pflichtprogramm verstehen, sondern als Teil der Vorbereitung.

Ein Rennrad lehnt an einer Steinmauer in einer Bergkurve, im Hintergrund eine weite Hügellandschaft im Gegenlicht.
Die Tour de France wurde von der Sportzeitung „L’Auto“ gegründet; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern.

Drei Bausteine sind gesetzlich vorgeschrieben. Erstens: die Volljährigkeit – mitspielen darf nur, wer volljährig ist. Zweitens: ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter das Spiel für längstens 72 Stunden und mit einem Einzahlungslimit von 100 € zulassen; Auszahlungen sind in dieser Phase ausgeschlossen. Drittens: das monatliche Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1, das alle Anbieter einer Anbieter-Erlaubnis zusammenrechnet. Standard sind 1.000 € pro Kalendermonat, technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Eine Erhöhung für eine einzelne Person ist nur möglich, wenn ein Anbieter, dessen Erlaubnis das gestattet, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen kann – eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.

Parallel ist nach § 6h verboten: Aktivitätsdatei sorgt dafür, dass nicht zeitgleich bei mehreren Anbietern gespielt werden kann. Wer sich selbst ausschließen möchte, nutzt OASIS; eine Selbstsperre läuft mindestens drei Monate, wenn ein Zeitraum genannt ist, ansonsten mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 verschafft für 24 Stunden eine sofortige Sperre.

Was sich daraus für die Praxis ergibt: Das monatliche 1.000 €-Limit gilt quer über alle lizenzierten Anbieter zusammen, nicht pro Anbieter. Wer mehrere Konten unterhält, darf nicht über alle zusammen mehr als 1.000 € einzahlen, sofern das Limit nicht hochgesetzt wurde. Auf das Wettprogramm hat das keine Auswirkungen – das Sportwetten­angebot bleibt erreichbar, gezahlt wird nur bis zur Limitgrenze. Einzahlungen sind zwingend von einem Konto, das auf den eigenen Namen lautet und bei einem Geldwäsche-pflichtigen Institut geführt wird (§ 6b Abs. 4). Das schließt anonyme Zahlungsmittel und Kryptowährungen aus der Zahlungsabwicklung aus. Guthaben sitzt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird der Restbetrag innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Ein Spielbudget, das drei Wochen durchhält, ist daher eine Frage der Disziplin vor dem ersten Geldtransfer. Wer das monatliche Limit voll ausschöpft, hat über 21 Etappen hinweg weniger als 50 € pro Etappe zur Verfügung – und keinerlei Spielraum, etwaige Verluste durch höhere Einsätze auszugleichen. Wer sich Budgetgrenzen setzt und wer seine Einzahlungen als Ausgaben und nicht als Investitionen versteht, ist hier schon auf der sicheren Seite.

Wettarten, Quoten und die Marge, die in jeder Zahl steckt

Das Wettprogramm für die Tour de France umfasst in Deutschland vor allem vier große Märkte: Gesamtsieger, Etappensieger, Trikotwertungen und Head-to-Head-Vergleiche zwischen Fahrern. Hinzu kommen je nach Anbieter Wetten auf das Zeitfahren, auf das Team der Gesamtwertung, auf Ausreißergruppen oder auf Platzierungen unter den besten Zehn. Einzelwetten auf eine konkrete Etappe funktionieren wie bei jedem Sportereignis: Eine Wette gewinnt, wenn das Ergebnis zutrifft.

Wer darauf achtet, was sein Geld kostet, sollte eine Zahl lesen können: die Marge. Sie steckt in jeder Quote und macht den Unterschied aus zwischen dem, was die Wettteilnehmer zusammen eingesetzt haben, und dem, was der Buchmacher wieder auszahlt. Die Rechnung: Für jeden Ausgang eines Marktes wird 1 durch die Quote geteilt, diese Werte werden addiert – das Ergebnis teilt 1 in dem Verhältnis auf, das der Buchmacher auszahlt. Die Marge ist die Differenz zu 100 %.

Die illustrative Rechnung an einem einfachen Markt mit zwei Ausgängen zu je 1,90: Die Auszahlungsquote beträgt 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (2 × 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,9500, also 95,00 %. Die Marge liegt entsprechend bei 5,00 %. Wer 100 € verteilt auf beide Seiten eines perfekt ausbalancierten Marktes zu 1,90/1,90 setzt, bekommt beim Treffer 95 € zurück; die restlichen 5 € behält der Veranstalter als Vorteil.

Aus der Marge ergibt sich auch, was eine einzelne Wette tatsächlich auszahlt. Eine 10 €-Wette zu Quote 2,50 auf den Gesamtsieger gibt im Erfolgsfall 10 € × 2,50 = 25 € brutto, also 15 € Netto­gewinn zurück. Zieht man die durchschnittliche Marge des Marktes heran – beim Gesamtsiegermarkt kalkulieren Anbieter bewusst breiter als in den klassischen 1-X-2-Märkten –, liegt die Quote durchschnittlich niedriger als bei vergleichbar liquiden Märkten, und die Auszahlung fällt entsprechend kleiner aus. Wer mehrere Favoriten auf einem Kombischein kombiniert, multipliziert die Quoten, gibt aber einen Teil des Vorteils auf, weil nicht alle Ausgänge gleich wahrscheinlich sind und die Buchmacher über alle Beine hinweg kalkulieren.

Wer Wetten kombiniert, sollte wissen, dass die Marge nicht konstant bleibt: Eine Einzelwette auf den Etappensieger zu 4,00 enthält eine andere Auszahlungsquote als eine Kombiwette, die dieselben Wahrscheinlichkeiten auf vier Beinen zu 250 bündelt. Mit jedem Bein wächst die Marge, weil das Buchmacher-Risiko breiter wird. Eine Wette, die sich „sicher“ anfühlt, ist über Kombinationen oft teurer, als sie aussieht. Wer den Sport ernst nimmt, bleibt in der Regel bei Einzelwetten auf das, was er wirklich einschätzen kann.

Eine Sonderform sind die Livewetten während einer Etappe. Was hier nach § 21 Abs. 4 erlaubt ist: Wetten auf das Endergebnis laufender Sportereignisse sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ähnliche Abschnittsmarken – das nächste Tor im Fußball, der nächste Satz im Tennis. Was nicht erlaubt ist: Mini-Ereignisse, die innerhalb weniger Sekunden entschieden werden, etwa der nächste Ballwechsel im Tennis oder der nächste Korb im Basketball. Beim Radsport fallen Tor- und Korbmärkte weg; was bleibt, sind Etappenergebnisse, nächste Bergwertung, nächster Etappensieg. Wer live mit­spielt, bekommt diese Märkte, aber nicht mehr.

Tour de France 2026 als Wettbewerb und Streckenbild

Die Tour de France ist seit 1903 ein Sommerereignis im Radsportkalender, gegründet von der Pariser Sportzeitung „L’Auto“, die später mit „Le Parisien“ zur Tageszeitung wurde. Seit 1992 richtet die Amaury Sport Organisation (ASO) das Rennen aus. Über 21 Etappen geht es meist rund 3.500 km weit, mit der kürzesten Tour 1903 (2.428 km) und der längsten 1926 (5.745 km) als historischen Endpunkten. Der Kader besteht seit 2018 aus acht Fahrern pro Team; alle 18 UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet.

Vier Trikotwertungen prägen die Gesamtkonzeption der Tour. Das gelbe Trikot steht für die Gesamtwertung nach addierten Zeiten, das grüne Trikot für die Punktewertung, das gepunktete für die Bergwertung und das weiße für die Nachwuchswertung. Wertungsgewinne in den einzelnen Etappen landen jeweils in einer dieser Tabelle. Das Rennen endet seit 1967 traditionell an einem Sonntag auf den Champs-Élysées.

Die Tour de France 2026 lief vom 4. bis 26. Juli 2026 mit Start in Barcelona und Ziel in Paris, 21 Etappen und 3.245 km Gesamtdistanz. Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG) gewann das Gelbe Trikot mit seinem fünften Gesamtsieg und zog damit mit Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain gleich. Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) wurde Zweiter, Isaac del Toro (UAE Team Emirates XRG) Dritter. Mads Pedersen (Lidl-Trek) holte das Grüne Trikot, Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) das Gepunktete. Wer diese Austragung als Referenz für die kommende Tour nimmt, blickt auf ein Rennen, in dem das UAE-Team den Takt vorgegeben hat.

Für Wetten heißt das: Wer den nächsten Gesamtsieger sucht, muss den Favoritenstatus der vergangenen Austragung kennen – und die Spätform, Verletzungen, Mannschaftsaufstellungen zum Grand Départ 2027. Radsportwetten sind kein Sport, bei dem die Saison im Mai entschieden wird; sie beginnen im Vorlauf mit Etappenrennen wie dem Critérium du Dauphiné, der Tour de Romandie oder der Tour de Suisse. Ein Blick auf die Formkurve unmittelbar vor dem Start liefert meist ein klareres Bild als jede Saisonstatistik.

Anbieter mit deutscher Erlaubnis im Vergleich

Wer in Deutschland auf Radsport wetten will, hat eine überschaubare Auswahl an Anbietern mit GGL-Erlaubnis. Die folgende Tabelle stellt die zehn Wettanbieter nebeneinander, die im Oktober 2026 auf der Whitelist standen. Sortiert wird nach Erstdatum der Erlaubnis – ein Sortierkriterium, das nichts über das laufende Angebot aussagt, aber zeigt, wer seit wann auf dem deutschen Markt aktiv ist.

Wettanbieter GGL-Status und Erlaubnisinhaber Erlaubnis seit
Interwetten Whitelist – Interwetten Gaming Limited, Sliema 02.11.2020
Wettarena Whitelist – I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema 09.10.2020
bwin Whitelist – bwin (Deutschland) Limited, Gzira 09.10.2020
bet365 Whitelist – Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex 09.10.2020
Bet3000 Whitelist – I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema 22.04.2026
DAZN Bet Whitelist – DZBT Operations Limited, Zebbug 22.08.2023
Betano Whitelist – Betkick Sportsbetting Limited, Malta 19.02.2021
Winamax Whitelist – WINAMAX (Société anonyme), Paris 29.06.2021
Tiptorro Whitelist – Torro Tec Limited, Malta 30.06.2021
Betway Whitelist – Betway Limited, Malta 09.03.2021

Reihenfolge nach Erstdatum der Erlaubnis (Stand Whitelist 02.10.2026). Eine .de-Domain allein besagt noch nichts; maßgeblich ist der Eintrag auf der GGL-Whitelist. Die Erlaubnis deckt ausschließlich Sportwetten ab. Das Erstdatum steht für die erstmalige Erlaubniserteilung; Folgeanträge sind nicht dargestellt.

Was die Erlaubnis nicht garantiert: ein großes Tour-de-France-Wettprogramm. Lizenzierten Anbietern steht frei, wie tief sie Radsportmärkte bespielen – einige beschränken sich auf den Gesamtsieger und die Trikots, andere listen alle 21 Etappen mit Etappensieger-Wetten und Head-to-Head-Vergleichen zwischen Fahrern. Wer auf eine bestimmte Etappenform wetten will (Berg­wertung Einzelwertung, Ausreißer ja/nein) muss vorher ins Wettprogramm des jeweiligen Anbieters schauen. Hier entscheidet sich, ob ein Anbieter für den Tour-Sommer in Frage kommt oder nur am Rande.

Eine Reihenfolge zu bilden fällt daher bewusst schwer: Anbieter, die Tour-de-France-Wetten nicht prominent listen, sind für Radsport-Spielende weniger relevant. In den folgenden Einzel­besprechungen sind die Anbieter nach ihrer Eignung für eine Tour-de-France-Wette geordnet, mit der Einschränkung, dass die Eignung jährlich neu zu prüfen ist und das Wettprogramm zur jeweiligen Austragung stärker wiegt als jedes pauschale Urteil.

Interwetten

Interwetten führt auf der Whitelist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta; die Erlaubnis für Interwetten ist dort seit dem 2. November 2020 verzeichnet. Radsport gehört seit Jahren zum festen Repertoire; die österreichische Wurzel des Hauses bringt eine gewisse Selbstverständlichkeit mit, wenn es um die Tour geht. Interwetten ist seit langem als solider Anbieter im europäischen Wettmarkt etabliert und gehört zu den ersten Häusern, die in Deutschland eine GGL-Erlaubnis erhalten haben.

Wer vor der Saison einsteigt, bekommt in der Regel sowohl Frühjahrs-Klassiker (Mailand–Sanremo, Paris–Roubaix, Lüttich–Bastogne–Lüttich) als auch die drei großen Landesrundfahren mit Etappen und Gesamtwertung. Aussagekräftig ist das aber erst beim Blick ins Programm zur jeweiligen Tour, das der Anbieter etwa vier bis sechs Wochen vor dem Grand Départ veröffentlicht. Wer auf Etappen­siege oder Bergwertungen als Einzelmärkte setzen will, sollte vorab prüfen, ob das betreffende Rennen tatsächlich mit der gewünschten Tiefe gelistet ist.

Für Radsport-Spielende mit kleinem Budget ist Interwetten eine solide Wahl, sofern das Wettprogramm zur Tour die gewünschten Märkte abdeckt. Wer nur auf den Gesamtsieger oder die Trikots wetten will, ist hier gut aufgehoben. Wer auf zwanzig Etappenmärkte gleichzeitig setzen will, sollte das Programm vorab prüfen.

Wettarena

Wettarena wird laut AGB von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, betrieben; die GGL-Erlaubnis für Wettarena ist auf der Whitelist seit dem 9. Oktober 2020 verzeichnet. Hinter Wettarena steht dieselbe Mutter wie hinter Bet3000 (siehe unten) – einer der größten inhabergeführten Wettanbieter im deutschsprachigen Raum. Die Marke führt das Radsortiment in einem kleineren Auftritt als das Schwesterhaus.

Wer Wettarena nutzt, bekommt eine funktionale Oberfläche ohne Schnörkel. Das Tour-Programm ist solide, ohne übertrieben breit zu sein; wer viele Vorab-Wetten auf Einzel­etappen sucht, wird hier tendenziell nicht so üppig bedient wie bei den großen internationalen Häusern. Wer nur auf Gesamtsieger und das Gelbe Trikot setzt, kommt zurecht.

Für Wettfreunde, die Wert auf Übersichtlichkeit und eine konzentrierte Marktauswahl legen, ist Wettarena eine vernünftige Wahl. Wer ein möglichst breites Etappenprogramm sucht, sollte sich hier vor der Tour­saison einmal kon­kret das Programm anschauen und notfalls auf einen Anbieter mit tieferer Marktabdeckung umstellen.

bwin

bwin führt auf der Whitelist die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta; die Erlaubnis für bwin ist dort seit dem 9. Oktober 2020 verzeichnet. bwin gehört zu den großen europäischen Marken, mit einer großen internationalen Wettbasis und einem breit aufgestellten Radsport-Angebot. Die internationale Datenbasis schlägt sich in einer vergleichsweise breiten Etappenabdeckung nieder: Wer auf den Gesamtsieger, die Trikotwertungen und die Etappensieger setzt, bekommt hier in der Regel das volle Programm.

Hinzu kommen die üblichen Cross-Selling-Mechaniken großer Häuser: Kombiwetten, Systemwetten, gelegentliche Aktionen zur Tour, Cash-Out auf laufende Wetten. Gerade bei Livewetten auf Etappensieger oder das Zeitfahren ist die Marktabdeckung eines internationalen Hauses für anspruchsvolle Spielende ein praktischer Vorteil.

Für Tour-de-France-Spielende ist bwin eine der verlässlicheren Adressen, weil Marktabdeckung, Quoten­tiefe und Livewetten-Tiefe stimmen. Für Gelegenheits­spielende ist es leicht überdimensioniert, weil das Angebot größer ist, als man es beim ersten Blick überschauen kann. Wer mit Kombinationen spielt, sollte die Quoten­multiplikation im Auge behalten – das ist mit kürzeren Scheinen überschaubar.

bet365

Hinter bet365 steht die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta; die GGL-Erlaubnis ist auf der Whitelist seit dem 9. Oktober 2020 verzeichnet. bet365 zählt zu den größten Wettanbietern Europas. Das Radsport-Programm zur Tour ist in der Regel tief, mit Quoten auf den Gesamtsieger, die Trikots und die Etappensieger. Wer auf das große internationale Wettangebot Wert legt, ist hier richtig.

Anders als viele Mitbewerber hat bet365 in den letzten Jahren erheblich in Livewetten und in Live-Streaming investiert. Wo Radsport-Livestreams angeboten werden, finden sich vor allem World-Tour-Eintages­rennen und manche Etappen­rennen; für die Tour ist das Angebot an Streams allerdings traditionell eingeschränkt, weil die Übertragungsrechte bei den TV-Sendern liegen. Wer auf eine laufende Etappe live wetten will, findet aber in der Regel ausreichend Live­märkte, vor allem Etappensieger und Etappenwetten.

Für Radsport-Spielende mit klaren Vorlieben ist bet365 eine sichere Wahl, weil Marktabdeckung, Quoten und Live-Infrastruktur zusammenpassen. Das Haus ist nicht das billigste im Markt – die Marge in den Quoten bewegt sich auf dem branchenüblichen Niveau – aber die Verlässlichkeit wiegt das in den meisten Fällen auf. Wer kein Konto hat und eines anlegen will, kann sich bei bet365 wie bei allen anderen Häusern darauf einstellen, dass die vollständige Verifizierung verlangt wird.

Bet3000

Bet3000 führt auf der GGL-Whitelist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta; die Erlaubnis für Bet3000 ist dort seit dem 22. April 2026 verzeichnet. Damit ist Bet3000 der jüngste Eintrag in der vorgestellten Auswahl – die deutsche Erlaubnis ist 2026 erteilt worden. Bet3000 gehört zu den klassischen inhabergeführten deutschen Sportwetten-Anbietern, mit Schwerpunkt Fußball und klassischen Wettmärkten. Radsport ist Teil des Programms, aber nicht der Kern.

Wer bei Bet3000 auf die Tour setzt, bekommt in der Regel die Standardmärkte: Gesamtsieger, Etappensieger, Trikot­wertungen. Bei Head-to-Head-Wetten auf bestimmte Fahrer und bei Spezialmärkten wie der Anzahl der Etappensiege eines Teams wird es dünner. Wer im deutschsprachigen Raum spielt und einen bodenständigen Anbieter schätzt, ist hier richtig.

Für Tour-de-France-Spielende ist Bet3000 eine solide Wahl für Standard­märkte. Wer ein besonders tiefes Etappenprogramm sucht, sollte vorab prüfen, ob die gewünschten Märkte gelistet werden – gerade bei Spezialwetten kann es vorkommen, dass nur die große Auswahl angeboten wird, nicht jeder Etappenausreißer-Markt. Wer ohnehin nur auf Gesamtsieger und die Trikots setzt, kommt hier voll auf seine Kosten.

DAZN Bet

Hinter DAZN Bet steht die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta; die GGL-Sportwetten-Erlaubnis ist dort seit dem 22. August 2023 verzeichnet. DAZN Bet ist die Sportwetten-Marke des Streaming­anbieters DAZN und gehört damit zu den jüngeren Einträgen auf der Whitelist. Die Marke profitiert von der Medien­expertise des Hauses und ist auf die Verbindung von Streaming und Wette ausgelegt.

Wer bei DAZN Bet auf die Tour setzt, bekommt ein solides Grundprogramm. Besonders interessant ist das Haus für Spielende, die ohnehin ein DAZN-Abo haben und Streams direkt neben dem Wettschein nutzen wollen. Beim Radsport ist zu beachten, dass DAZN in Deutschland nur einen Teil der Tour-Übertragungs­rechte hält – den vollen Etappen-Live­stream bieten andere Sender an – aber für Spielende, die ohnehin mit DAZN-Inhalten arbeiten, ist die Kombination aus Stream und Wettschein bequem.

DAZN Bet ist für Tour-de-France-Spielende eine interessante Wahl, wenn das Streaming ohnehin über DAZN läuft und man auf integriertes Wett­angebot Wert legt. Wer das Tour-Vollprogramm mit tiefer Etappenabdeckung und großen Head-to-Head-Vergleichen sucht, ist bei etablierteren Mitbewerbern vermutlich besser aufgehoben, aber die Marktabdeckung ist solide und wächst mit jeder Austragung.

Betano

Betano steht hinter der Betkick Sportsbetting Limited, Malta; die GGL-Erlaubnis ist auf der Whitelist seit dem 19. Februar 2021 verzeichnet. Betano setzt stark auf mobile Nutzung und Livewetten. Das Radsport-Programm zur Tour ist in der Regel vollständig, mit Gesamtsieger, Trikots und Etappensieger. Im App-Store-Eintrag ist die App unter „Betano Sportwetten und Slots“ zu finden; angepriesen werden Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem für Fußball, Tennis-Grand-Slams und NBA. Radsport gehört nicht zu den primär beworbenen Streaming-Sportarten.

Wer bei Betano auf die Tour setzt, bekommt ein solides Grundprogramm und kann die mobilen Angebote nutzen. Cash Out ist verfügbar, was beim Livewetten auf Etappensieger auf den letzten Kilometern interessant ist; ein vorzeitig ausgewerteter Schein vor dem Etappen­ende ist beim Live-Sport oft eine praktische Option, wenn sich die Lage kurz vor dem Ziel verschiebt. Spezialmärkte zur Tour sind in der Regel vorhanden, aber nicht jede Position wie „Anzahl der Tage im Gelben Trikot“ wird garantiert angeboten.

Für Tour-de-France-Spielende ist Betano eine solide Wahl mit guter mobiler Nutzung. Wer auf Standardmärkte und Live­wetten setzt, kommt zurecht. Wer die volle Tiefe an Spezialmärkten sucht, sollte vorab prüfen. Für Spielende mit kleinem Budget ist das monatliche 1.000 €-Limit auch hier der harte Rahmen – das gilt für alle Anbieter gleichermaßen.

Winamax

Winamax führt auf der Whitelist die WINAMAX (Société anonyme), Paris; die Erlaubnis für Winamax ist seit dem 29. Juni 2021 verzeichnet. Winamax ist im deutschsprachigen Raum vor allem als Poker­anbieter bekannt und tritt mit einer eigenen Marketingstrategie auf: Im Footer wirbt das Haus mit „0% Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist dafür auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen April und August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Radsport war in dieser Studie nicht enthalten; auf welchen Märkten Winamax in Deutschland besonders stark ist, sollte vor dem Hintergrund der eigenen Spielgewohnheiten geprüft werden.

Wer auf die Tour wetten will, bekommt das Standardprogramm. Wer auf den Quotenvergleich achtet und im Studiensinn ausgewählte Sportarten spielt, kann hier sehr günstige Preise finden. Für reine Radsportwetten ist das Bild weniger eindeutig, weil die genannte Stärke der Quoten nicht im Radsport gemessen wurde. Dafür punktet Winamax mit der Kombination aus Poker- und Sportwetten-Angebot unter einem Dach, was für Spielende, die ohnehin beide Welten nutzen, praktisch ist.

Für Tour-de-France-Spielende ist Winamax eine interessante Wahl für alle, die ohnehin Poker spielen und einen Anbieter mit einem klaren Profil suchen. Wer auf Quoten achtet und auf andere Sportarten setzt, ist hier ohnehin gut aufgehoben. Reine Radsport­strategien sollten aber vorher prüfen, ob das Tour-Programm die gewünschte Tiefe hat. Eine Quotenstudie für den deutschen Markt wäre hier wertvoll, lässt sich aber derzeit nicht belastbar belegen.

Tiptorro

Hinter Tiptorro steht die Torro Tec Limited, Malta; die GGL-Erlaubnis ist seit dem 30. Juni 2021 verzeichnet. Im App-Store-Eintrag „Tiptorro“ beschreibt sich die Torro Tec Limited als behördlich zugelassener Sport­wett­veranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Whitelist). Tiptorro gehört zum Verbund um den deutschen Wettanbieter Tipico und tritt nach außen hin eigenständig auf.

Das Radsport-Programm ist solide; in den Standardmärkten ist Tiptorro üblicherweise gut aufgestellt. Für Spielende, die einen deutschen Anbieter mit eingespielter Plattform suchen, ist Tiptorro eine Option. Spezialmärkte zur Tour sind in der Regel vorhanden, aber nicht jede Etappe hat über 20 Head-to-Head-Vergleiche im Programm – das hängt vom Anbieter ab.

Für Tour-de-France-Spielende ist Tiptorro eine solide Wahl für Standardmärkte. Wer auf ein umfangreiches Spezialprogramm zur einzelnen Etappe aus ist, sollte vorab ins Wettprogramm schauen. Die Whitelist-Erlaubnis steht, der Anbieter ist im deutschen Markt etabliert.

Betway

Betway führt auf der Whitelist die Betway Limited, Malta; die Erlaubnis ist seit dem 9. März 2021 verzeichnet. Betway gehört zu den international etablierten Marken mit einem breit aufgestellten Sportwetten-Angebot. Im App-Store-Eintrag „Betway Sports Live Sportwetten“ wird das Cash-Out-Feature mit grünem Symbol unter „Meine Wetten“ beschrieben, der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der Betrag vollständig oder teilweise. Erwähnt wird zudem ein Wettkonfigurator für Fußballspiele; Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien.

Für Radsport-Spielende ist Betway eine Option für Standardmärkte. Beim Cash Out während laufender Etappen ist die Hauslösung praktisch, wenn man Etappen­sieg­wetten auf den letzten Kilometern vorzeitig auswerten möchte. Die Radsport­tiefe ist solide, aber nicht das einzige Standbein des Hauses.

Für Tour-de-France-Spielende ist Betway eine solide Wahl mit gut funktionierender Cash-Out-Lösung. Wer die mobile Anwendung schätzt und auf Standard­märkte setzt, ist hier richtig. Für Spezialmärkte zur Tour ist das Bild etwas dünner – hier hilft ein Blick ins Wettprogramm vor der ersten Wette.

Quoten, Steuer und das, was am Ende übrig bleibt

Die Sportwettensteuer beträgt nach §§ 17, 18 RennwLottG 5,3 % auf der Basis „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ – das entspricht 5,3 / 105,3 ≈ 5,03 % des eingezahlten Betrags. Verpflichtet ist der Veranstalter, nicht der Spielende; ob und wie der Anbieter die Steuer an die Spielenden weitergibt, hängt vom Geschäftsmodell ab. Manche Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab, andere reduzieren die Quote, andere schlucken sie komplett. Welcher Mechanismus greift, regelt jeder Anbieter in seinen eigenen AGB. Anbieter wie Winamax werben ausdrückmlich damit, die Wettsteuer nicht zu erheben; andere Häuser verfahren anders.

Wer bei einem Anbieter spielt, der die Steuer auf den Bruttoeinsatz schlägt und ihn entsprechend kürzt, bekommt faktisch weniger Einsatz auf den Schein und damit weniger zurück. Wer bei einem Anbieter spielt, der die Quote reduziert, bekommt den vollen Einsatz, aber die Quote ist niedriger. Beide Wege haben denselben Effekt: Die Brutto-Auszahlung pro 100 € Einsatz fällt niedriger aus als 100 € × Quote. Welcher Anbieter welchen Weg geht, ist Bestandteil der AGB und gehört zur Vorprüfung.

Werbung mit „bester Quote“ ist nicht regulatorisch geschützt. Wer eine Wette platziert, sollte mindestens in die AGB schauen und prüfen, ob der Einsatz um die Steuer gekürzt wird oder ob die Quote mit Steueraufschlag gestellt wird. Wer einen Anbieter wählt, der die Steuer trägt, hat davon den Vorteil, dass die ausgelobte Quote tatsächlich 1:1 zur Auszahlung führt. Welche Wettsteuer-Regelung im Haus greift, ist eine der Fragen, die sich vor der ersten Einzahlung lohnt.

Eine weitere Frage betrifft die Auszahlung am Ende. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Rennens ausgezahlt; bei Etappen­wetten entsprechend nach dem offiziellen Etappen­ergebnis. Wer vor dem Ende aussteigen will, nutzt Cash Out – das ist ein eigenes Angebot des Anbieters und unterliegt dessen eigener Mechanik, nicht dem Glücksspielrecht. Was Cash Out tatsächlich wert ist, hängt vom aktuellen Spiel­stand und der verbleibenden Spanne ab. Wer auf laufende Etappen setzt, sollte die Cash-Out-Schwelle als Teil der Wett­strategie mitdenken.

Sportwettensteuer: So rechnet sie sich auf eine Quote

Eine Wette zu Quote 2,50 mit 10 € Einsatz ergibt vor Steuer 10 € × 2,50 = 25 €. Wird die Wettsteuer mit ≈ 5,03 % vom Einsatz vom Veranstalter eingezogen und nicht weitergegeben, kommt die Auszahlung in voller Höhe. Wird die Steuer im Wege einer Quoten­reduktion weitergegeben, liegt die ausgewiesene Quote um den Steuer­anteil niedriger – die Auszahlung fällt entsprechend kleiner aus. Welche Variante greift, hängt vom Anbieter ab.

Wer seine eigene Auszahlung im Kopf nachrechnen will, geht so vor: Bruttoauszahlung = Einsatz × ausgewiesene Quote × (1 − Reduktion). Eine Wette zu ausgewiesener Quote 2,38 (reduziert um ≈ 5,03 %) zu 10 € Einsatz gibt 10 × 2,38 = 23,80 € brutto, was effektiv der 25 €-Auszahlung des ungekürzten Modells entspricht. Wird die Steuer hingegen auf den Gewinn geschlagen, was regulatorisch nicht vorgesehen ist, sondern unter bestimmten Geschäftsbedingungen praktiziert wird, kommt es zu anderen Auszahlungs­werten. Beide Pfade stehen in den AGB; welche Auszahlung übrig bleibt, hängt vom konkreten Anbieter ab.

Überblick: Tour de France 2026 in Zahlen

Kennzahl Wert
Austragung 2026
Start Barcelona
Ziel Paris
Zeitraum 4.–26. Juli 2026
Etappen 21
Strecke 3.245 km
Gesamtsieger Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG)
Gesamtsiege Pogačar 5
Punktewertung Mads Pedersen (Lidl-Trek)
Bergwertung Richard Carapaz (EF Education-EasyPost)
Veranstalter Amaury Sport Organisation (ASO)

Häufige Fragen

Welche Wettanbieter sind in Deutschland für Tour-de-France-Wetten erlaubt?

Wer auf die Tour de France wetten will, braucht einen Anbieter mit Sportwetten-Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Auf der Whitelist stehen unter anderem bet365, bwin, Interwetten, DAZN Bet, Betano, Winamax, Tiptorro, Betway, Bet3000 und Wettarena. Eine .de-Domain allein sagt nichts aus; maßgeblich ist der Eintrag auf der Whitelist der GGL.

Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France?

Das Standard­programm umfasst Gesamtsieger, Etappen­sieger, die Trikot­wertungen (gelb, grün, gepunktet, weiß) und Head-to-Head-Vergleiche. Je nach Anbieter kommen Zeitfahren, Teamwertung, Ausreißer-Märkte oder Platzierungen in den Top Ten hinzu. Welche Tiefe ein Anbieter zur Tour anbietet, ist im Wettprogramm des jeweiligen Anbieters zu prüfen.

Wie wird die Auszahlung berechnet?

Eine Wette mit Einsatz E zu ausgewiesener Quote Q zahlt im Erfolgsfall E × Q. Bei Quote 2,50 und 10 € Einsatz sind das 25 € brutto, also 15 € Nettogewinn. Wird die Wettsteuer abgezogen oder in der Quote eingepreist, kommt der effektive Auszahlungsbetrag entsprechend niedriger heraus. Die Wettsteuer richtet sich nach §§ 17, 18 RennwLottG.

Was darf bei Livewetten auf die Tour gesetzt werden?

Erlaubt sind Wetten auf das Endergebnis laufender Etappen sowie auf bestimmte Abschnitts­ereignisse – etwa das nächste Ziel einer Ausreißer­gruppe auf einer Etappe. Nicht erlaubt sind Wetten auf Mini­ereignisse, die in Sekunden entschieden werden, etwa den nächsten Sprint-Zwischen­spurt. Was genau erlaubt ist, regelt § 21 Abs. 4 GlüStV; einzelne Anbieter geben das Live-Programm vor.

Wie wirkt sich die Wettsteuer auf Quote und Auszahlung aus?

Die Wettsteuer beträgt ≈ 5,03 % des Einsatzes und wird vom Veranstalter ans Finanzamt abgeführt. Ob der Anbieter sie vom Einsatz abzieht, die Quote senkt oder selbst trägt, hängt vom Geschäfts­modell ab. Im ersten und zweiten Fall liegt die tatsächliche Auszahlung niedriger als die ausgelobte Quote vermuten lässt. Welcher Pfad greift, ist in den AGB des Anbieters geregelt.

Greift das 1.000 €-Limit pro Anbieter oder insgesamt?

Das 1.000 €-Limit pro Kalendermonat aus § 6c Abs. 1 GlüStV gilt quer über alle lizenzierten Anbieter, technisch umgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Eine Anhebung ist nur mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungs­fähigkeit möglich; das Standardlimit wird auf Anbieter­ebene technisch durchgesetzt und nicht durch paralleles Spielen umgangen.

Inhalt erstellt vom Team «Ligawetten Info»