Regionalliga Wetten – was erlaubte Anbieter listen dürfen und was nicht
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Wer in Deutschland auf die Regionalliga wetten will, stößt zuerst auf eine juristische Sperre, dann auf eine praktische. Die Spielklasse gilt für die Erlaubnisbehörde als überwiegend von Amateuren bestritten, und genau solche Veranstaltungen sind vom erlaubten Wettprogramm ausgenommen. Das hat Folgen fürs Angebot, für die Quoten und für den Spielerschutz, und es trennt die Frage „kann ich tippen?“ sauber von der Frage „bei wem?“. Beide verdienen eine eigene Antwort.

Stand der Daten: 30. Oktober 2026; abgeglichen gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.
Rechtslage: warum die Regionalliga für erlaubte Anbieter tabu ist
Die Rechtsgrundlage für Sportwetten im Internet ist der Staatsvertrag zur Neuregulierung des Glücksspielwesens in Deutschland (GlüStV 2021), in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Erlaubnisse vergibt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale); die bundesweite Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige verlässliche Quelle dafür, ob ein Anbieter Sportwetten in Deutschland anbieten darf. Wer dort nicht steht, ist unerlaubt – gleichgültig, ob die Seite auf eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan verweist.

Was überhaupt gewettet werden darf, regelt § 21 GlüStV in seinen Details. Erlaubt sind Einzel- und Kombinationswetten auf feste Quoten, und zwar auf das Ergebnis eines Ereignisses, auf einen Abschnitt davon oder auf Vorkommnisse im Spiel. Was die GGL im „Sportwettprogramm“ zulässt, ist abschließend. Ausdrücklich nicht erlaubt sind Wetten auf Veranstaltungen, die überwiegend von Minderjährigen oder Amateuren bestritten werden. Die Aufsichtspraxis der GGL stuft Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich ein – und damit fällt die Regionalliga genau in diese Sperre.
Die Sperre ist nicht symbolisch. Wer bei einem Whitelist-Anbieter eine Regionalliga-Partie sucht, wird sie nicht finden. Wer sie anderswo findet, bewegt sich außerhalb der deutschen Erlaubnis. Der Anbieter organisiert dann unerlaubtes Glücksspiel im Sinne von § 4 Abs. 1 GlüStV, und für den Spielenden greifen weder OASIS noch LUGAS, weder das Einzahlungslimit noch die Verifizierungspflicht. Im Zweifel bleibt nur der Weg zum Anwalt – nicht zu einer Aufsichtsbehörde, die hier zuständig wäre.
Die GGL selbst hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt. Solche Warnungen stehen nicht im luftleeren Raum: 2024 hat der Bundesgerichtshof (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; ein Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € an Verlusten aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit einer Ausnahme dort, wo Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist keine Garantie auf Erstattung; es zeigt nur, wohin die Linie in Europa läuft.
Spielerschutz: was nur bei Whitelist-Anbietern greift
Die Schutzmechanik des GlüStV ist an die Erlaubnis gekoppelt. Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, hat keinen Zugriff auf sie.

Teilnehmen darf, wer volljährig ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Jeder Anbieter mit deutscher Erlaubnis verifiziert das Konto vollständig – das Gesetz schreibt eine Identitätsprüfung vor dem Spiel vor (§ 6a). In der Praxis heißt das: Vor der Verifizierung darf höchstens 72 Stunden gespielt werden, mit einem Einzahlungslimit von 100 €, und Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich.
Das Einzahlungslimit (§ 6c Abs. 1) beträgt im Default 1.000 € pro Kalendermonat, und zwar über alle Anbieter hinweg. Die technische Seite ist die Limitdatei LUGAS, die Anbieter vor einer Einzahlung abfragen. Eine Anhebung ist nur möglich, wenn der Anbieter für einen konkreten Spielenden eine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit prüfbar nachweist; reicht der Nachweis, sind bis zu 10.000 € möglich, in Ausnahmefällen bis zu 30.000 € – und auch dann nur für höchstens ein Prozent der aktiven Kundinnen und Kunden. Eine Selbstauskunft reicht nicht. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.
Parallel zu LUGAS läuft die Aktivitätsdatei. Sie soll verhindern, dass parallel bei mehreren Anbietern gespielt wird (§ 6h). Wer bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis spielt, kann in der Regel nicht zur selben Zeit ein zweites Konto bei einem anderen Whitelist-Anbieter aktiv halten.
Die bundesweite Sperrdatei heißt OASIS (§§ 8, 8a). Sie wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der oder die Spielende einen Zeitraum benennt, sonst mindestens ein Jahr. Hinzu kommt der Panikbutton nach § 6i Abs. 3, der eine sofortige 24-Stunden-Sperre auslöst. Offshore-Anbieter sind an OASIS nicht angeschlossen – wer dort spielt, kann sich nicht zentral sperren lassen, und ein dort gesetzter Selbstausschluss greift nur auf der jeweiligen Seite.
Zahlungen sind nach § 6b Abs. 4 nur von einem Konto möglich, das auf den Namen des Spielenden lautet und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Lösungen – sind damit im erlaubten Markt praktisch außen vor. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird der Saldo innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).
Die Quintessenz ist nüchtern. Wer bei einem Whitelist-Anbieter spielt, bekommt weniger Auswahl und ein striktes 1.000-€-Limit – aber OASIS, LUGAS, Verifizierung und deutsche Zuständigkeit. Wer diese Schutzmechanik nicht hat, hat auch keine deutsche Anlaufstelle, wenn etwas schiefgeht.
Wettarten, Quoten und das, was die Regionalliga nicht hat
Wer aus der Bundesliga oder der Champions League kommt, kennt das Vokabular: Dreiwege-Wette (1, X, 2), Handicap, Über/Unter Tore, Halbzeit/Endstand, Torschützen, Kombiwetten. Bei erlaubten Anbietern ist dieses Wettprogramm für die Regionalliga nicht vorgesehen, weil das Ereignis selbst nicht im zugelassenen Programm auftaucht. Was in den Büchern der Whitelist-Anbieter steht, sind die oberen Ligen und ausgewählte ausländische Wettbewerbe – nicht die vierte Liga.
Eine Quote ist der Preis, den der Wettanbieter für einen Ausgang zahlt. Sie ist eine Dezimalzahl: 2,10 bedeutet, dass ein Einsatz von 10 € bei einem Gewinn 21 € zurückbringt, davon 11 € Reingewinn. Wer Kombiwetten spielt, multipliziert die Quoten der einzelnen Tipps zu einer Gesamtquote – kombinierte 1,80 mit 2,20 ergibt etwa 3,96. In der Regionalliga ist das alles Theorie, weil es kein offizielles Wettprogramm gibt.
Was im erlaubten Markt bleibt, ist die Live-Wette nach § 21 Abs. 4 – und sie ist für Fußball enger, als der Name vermuten lässt. Während eines laufenden Spiels darf nur auf das Endergebnis gewettet werden, oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz, den nächsten Satzball in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja, nächster Punkt im Tennis nein, nächster Korb im Basketball nein. Der Anbieter muss jeden Tipp live bewerten; Cash Out ist kein Statut, sondern eine Funktion, die jeder Anbieter für sich anbietet.
Hinter jeder Quote steckt die Marge des Buchmachers – der Anteil, den der Anbieter von jedem Euro Einsatz einbehält. Wer das prüfen will, rechnet die Auszahlungsquote eines Marktes aus: Man teilt 1 durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes und erhält den Anteil, den der Markt über alle Ausgänge zurückgibt. Was fehlt, ist die Marge.
Rechenbeispiel: Marge eines 1X2-Marktes
Nehmen wir einen fiktiven 1X2-Markt mit Heimsieg 2,10, Unentschieden 3,40 und Auswärtssieg 3,60. Das ist ein Beispiel, kein abgelesener Preis. Die Auszahlungsquote ergibt sich als 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60). Mit 1/2,10 ≈ 0,4762, 1/3,40 ≈ 0,2941 und 1/3,60 ≈ 0,2778 liegt die Summe bei rund 1,0481. Der Kehrwert ist etwa 0,954 – die Auszahlungsquote liegt also in der Bandbreite von etwa 95 %. Die Marge liegt entsprechend bei rund 5 %, je nach tatsächlicher Quote mit ein paar Zehnteln nach oben oder unten.
Eine Marge von 5 % heißt konkret: Von 100 €, die über alle Ausgänge gesetzt werden, fließen rund 95 € als Gewinne zurück, 5 € bleiben beim Anbieter. Das ist auf dem deutschen Markt ein gesunder Wert – die Bundesliga-Hauptmärkte liegen oft in einer ähnlichen Größenordnung, beliebte Live-Märkte und Nischenmärkte können deutlich darüber liegen. Wer Anbieter vergleicht, sollte weniger auf das einzelne Spitzenangebot schauen als auf den Durchschnitt über das Programm. Die Auszahlungsquote ist dabei nur eine Momentaufnahme; sie schwankt mit Spieltag, Saisonphase und Anbieter.
Die Regionalliga als Wettbewerb: Aufbau, Staffeln, Aufstieg
Die Fußball-Regionalliga ist die vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball. Sie wurde 1963 erstmals ausgetragen; ihre heutige Form als vierthöchste Klasse besteht seit der Saison 2008/09. Seit der Saison 2012/13 liegt die Hauptverantwortung nicht mehr beim DFB, sondern bei fünf regionalen Ligaverbänden.
Die Spielklasse ist in fünf eingleisige Staffeln gegliedert: Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern. Je Staffel spielen 18 bis 20 Mannschaften. Eine ganze Staffel über eine Saison zu verfolgen ist also kein Kompaktprogramm, sondern erstreckt sich über 34 bis 38 Spieltage – Heim- und Auswärtsspiele, dazu Nachholspiele, dazu Pokaltermine. Für Datenanbieter und Wettanbieter ist das ein Wust von Einzelereignissen, die wenig mit dem Mainstream-Fußball gemein haben.
Seit 2019 steigen die Meister von drei Staffeln direkt in die 3. Liga auf. Die verbleibenden zwei Staffelmeister spielen in einem Playoff den vierten Aufsteiger aus. Damit hängt an jedem Spieltag der Regionalliga ein Aufstiegs- oder Abstiegskampf, der sportlich viel wiegt – nur wetttechnisch eben nicht im erlaubten Markt abgebildet wird. Wer sich für die Aufstiegsspiele interessiert, schaut sie am ehesten über Stadion, Livestream oder Regionalsender an.
Anbieter im Überblick: zehn erlaubte Wettanbieter und ihre Ligen
Die folgende Tabelle vergleicht die zehn Anbieter aus dem Whitelist-Snapshot vom 2. Oktober 2026, die auf einer .de-Domain Sportwetten anbieten. Sortiert ist nach Whitelist-Status und Erlaubnisbeginn; das ist keine Empfehlung und kein Ranking. Eine Spalte zum Regionalliga-Angebot fehlt bewusst – die Spielklasse ist bei keinem der zehn Anbieter Teil des Wettprogramms.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| bet365 | Whitelist-Eintrag; Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta | 09.10.2020 |
| Sportingbet | Whitelist-Eintrag; Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| bpremium | Whitelist-Eintrag; Ladbrokes (Deutschland) Limited, Gzira, Malta | 09.10.2020 |
| AdmiralBet | Whitelist-Eintrag; Greentube Betting Malta Limited; Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024 | 09.10.2020 |
| Sportwetten.de | Whitelist-Eintrag; NetX Betting Limited, Birkirkara, Malta | 19.11.2020 |
| Betano | Whitelist-Eintrag; Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| Betway | Whitelist-Eintrag; Betway Limited | 09.03.2021 |
| 888sport | Whitelist-Eintrag; 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| MERKUR BETS | Whitelist-Eintrag; Merkur Bets Malta Limited, St. Julian’s, Malta | 06.11.2023 |
| VBet | Whitelist-Eintrag; SCGO Limited, St. Julian’s, Malta | 05.12.2023 |
Mehrere dieser Anbieter sind in Malta eingetragen – das ist die Handelsregisteradresse des Erlaubnisinhabers, nicht der Lizenzgeber. Die deutsche Erlaubnis erteilt die GGL, und die ist an die .de-Domain gebunden. Eine Whitelist-Domain wie Admiralbet.de ist nicht automatisch für eine andere Domain des gleichen Inhabers erlaubt; jede Domain braucht ihren eigenen Eintrag.
Allen zehn gemein ist: Die Regionalliga taucht im Wettprogramm nicht auf. Die Bundesliga, die zweite Liga, die 3. Liga, Champions League, Europa League, Premier League, LaLiga, Serie A – das steht auf dem Programm. Wer also ernsthaft auf den deutschen Fußball wetten will, bleibt im Mainstream; die vierte Liga bleibt außen vor.
Die zehn Anbieter einzeln: was sie zeigen, was sie kosten
bet365
Whitelist-Inhaber ist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Die Erlaubnis für die .de-Domain besteht seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Das Programm ist breit – Bundesliga und Champions League in der Tiefe, dazu Tennis, Basketball, Eishockey, NFL und mehr. Die Regionalliga fehlt.
Wer das maximale Wettprogramm innerhalb des erlaubten Marktes sucht, ist hier richtig. Wer auf die vierte Liga will, bleibt außen vor – und muss sich entscheiden, ob er dafür das Wettangebot verlässt.
Sportingbet
Sportingbet wird in Deutschland von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben, Whitelist-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 21. Dezember 2022. Das Programm nennt unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Hinzu kommen ein Konfigurator+ und Live-Wetten.
Der Konfigurator erlaubt es, mehrere Märkte aus verschiedenen Partien zu kombinieren – was bei Spielen der oberen Ligen die Tiefe erhöht, für die Regionalliga aber irrelevant bleibt. Wer Wert auf übergreifende Kombinationen legt, bekommt sie hier.
bpremium
Hinter bpremium steht die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Gzira, Malta, Registernummer C92799. Whitelist-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 21. Dezember 2022. Die Marke gehört zur Entain-Gruppe, die auch Sportingbet betreibt – insofern sind Teile des Programms verwandt.
Wer eine ruhigere Oberfläche sucht und mit dem Standardprogramm zufrieden ist, ist hier nicht schlecht aufgehoben. Wer eine besondere Stärke für deutsche Amateur- oder Halbprofispielklassen sucht, wird sie auch hier nicht finden.
AdmiralBet
Whitelist-Inhaber ist die Greentube Betting Malta Limited. Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, dazu Folgeerlaubnisse vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024 – das ist der aktuellste Folgebescheid in der Tabelle. Eine separate Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf einer anderen Domain besteht seit dem 28. September 2022.
Drei Erlaubnisschritte in sechs Jahren deuten auf eine Anbieterin hin, die ihr deutsches Sportwettenangebot beharrlich weiterentwickelt. Das ist nützlich zu wissen, wer auf Bestandsschutz Wert legt – für die Frage Regionalliga ändert es nichts.
Sportwetten.de
Whitelist-Inhaber ist die NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta. Erlaubnis seit dem 19. November 2020, Folgeerlaubnis 16. Dezember 2022. Der Markenkern ist der deutsche Markt, das Programm ist auf Bundesliga, zweite Liga und 3. Liga sowie die europäischen Top-Ligen zugeschnitten.
Wer ein auf den deutschen Wettbewerb fokussiertes Angebot sucht, ist hier richtig. Die vierte Liga bleibt außen vor.
Betano
Whitelist-Inhaber ist die Betkick Sportsbetting Limited. Erlaubnis seit dem 19. Februar 2021, Folgeerlaubnis 16. Dezember 2022. In der App-Beschreibung nennt der Anbieter Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.
Die Stärke liegt im breiten Live-Angebot. Wer Spiele der oberen Ligen mit Stream verfolgen will, findet hier viel. Für die Regionalliga ändert das nichts.
Betway
Whitelist-Inhaber ist die Betway Limited. Erlaubnis seit dem 9. März 2021, Folgeerlaubnis 23. Dezember 2022. Cash Out erscheint in der App unter „Meine Wetten“ mit grünem Symbol; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der Betrag ganz oder teilweise. Hinzu kommt ein Wettkonfigurator für einzelne Fußballspiele und ein Konfigurator+ für Kombinationen aus verschiedenen Partien.
Das ist eine solide Standardausstattung. Wer Cash Out schätzt, findet ihn hier implementiert; wer auf die vierte Liga will, geht leer aus.
888sport
Whitelist-Inhaber ist die 888 Germany Limited. Die Mutter, 888 Holdings PLC, sitzt in Gibraltar und ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis 15. Dezember 2022.
Die Marke ist Teil einer größeren Glücksspielgruppe, der Börsenstatus steht für Transparenz. Für die Frage Regionalliga gilt dasselbe wie überall: kein Angebot.
MERKUR BETS
Whitelist-Inhaber ist die Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Erlaubnis seit dem 6. November 2023. Die App nennt über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten, dazu MERKUR SLOTS in derselben App.
70 Sportarten klingt nach Tiefe, ändert aber nichts an der § 21-Schranke für Amateurspiele. Wer auf exotische Disziplinen ausweicht, findet sie hier; wer auf die Regionalliga will, bleibt blockiert.
VBet
Whitelist-Inhaber ist die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023 – das ist die jüngste Erlaubnis in der Tabelle. VBet positioniert sich international; die deutsche .de-Domain ist erst seit Kurzem whitelisted.
Ein junger Erlaubnisnehmer ist nicht schlechter als ein alter, aber er hat weniger deutsche Historie. Wer auf ein etabliertes deutsches Wettkonto Wert legt, schaut eher zu Anbietern mit Erlaubnis aus 2020.
Steuern, Quoten, Auszahlung: was am Ende wirklich zählt
Die Sportwettensteuer ist keine Spielersteuer. Sie ist nach §§ 16-25 RennwLottG eine 5,3-prozentige Wettsteuer auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingesetzten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter, nicht vom Spielenden (§ 19). Wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Entscheidung – manche ziehen sie vom Einsatz ab, manche vom Gewinn, manche übernehmen sie komplett. Was wo gilt, steht in den AGB des Anbieters; pauschal lässt sich das nicht sagen.
Eine bezahlte Wettsteuer ist kein Beleg für eine Erlaubnis. Auch unerlaubte Anbieter führen sie formal ab. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Gewinne privater Spielender sind auf Primärebene nicht abschließend geregelt – die Frage gehört in die Steuerberatung, nicht in den Wettschein. Wer größere Beträge bewegt, spricht mit dem Finanzamt oder einem Steuerberater, bevor er sich auf eine Faustregel verlässt.
Was am Ende zählt, ist die Quote minus die Marge minus die eventuell durchgereichte Steuer. Eine Bundesliga-Quote von 2,10 mit 5 % Marge und 5 % Steuerdurchreichung ist nicht „besser“ als eine 2,20 mit 4 % Marge und voller Steuerübernahme – das hängt vom Anbieter ab, und es ändert sich mit jedem Spieltag.
Was die Regionalliga-Suche stattdessen hergibt
Wer die vierte Liga aus sportlichem Interesse verfolgt, hat mehrere Wege, die nichts mit unerlaubten Wetten zu tun haben. Die fünf Staffeln haben jeweils eigene Auftritte, dazu die Aufstiegsspiele zur 3. Liga. Vereine und Ligaverbände veröffentlichen Spielpläne und Tabellen direkt; Regionalsender und Livestreams übertragen ausgewählte Partien. Wer auf Spieler oder Vereine wetten will, die in der Regionalliga auffallen, kann das in der 3. Liga oder einer höheren Klasse tun – mit Erlaubnis, mit OASIS, mit deutschem Schutz.
Wem das nicht reicht, der sollte sich klarmachen, was er mit einem Wechsel zu einem Offshore-Anbieter kauft: ein möglicherweise breiteres Wettprogramm mit der Regionalliga, aber ohne deutsche Erlaubnis, ohne OASIS, ohne LUGAS, ohne Verifizierungspflicht, ohne 1.000-€-Limit, ohne Anlaufstelle in Deutschland. Wenn etwas schiefgeht, bleibt nur der Zivilweg, und der führt gerade über den EuGH, wo die Linie noch nicht abschließend gezogen ist.
Wer auf dem Boden des erlaubten Marktes bleiben will, hat zwei saubere Optionen: die Regionalliga als Sport ohne Wette verfolgen, oder in den höheren Ligen tippen, wo das Wettprogramm vorhanden und der Schutz greift.
Häufig gestellte Fragen zur Regionalliga und zu Wetten in Deutschland
Kann man in Deutschland auf die Regionalliga wetten?
Bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis nicht – die Spielklasse gilt als überwiegend von Amateuren bestritten und ist nach § 21 GlüStV vom erlaubten Wettprogramm ausgenommen. Wer die Spiele anderswo findet, bewegt sich außerhalb der Whitelist.
Warum zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich, und was folgt daraus für Wetten?
Die GGL stuft Fußball unterhalb der 3. Liga in ihrer Aufsichtspraxis als Amateurbereich ein. Damit fallen die Regionalliga und die fünf Staffeln unter das Verbot von Wetten auf Veranstaltungen überwiegend von Amateuren – und fehlen im Programm der Whitelist-Anbieter.
Was bedeutet es, wenn ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis Regionalliga-Spiele listet?
Es handelt sich um unerlaubtes Glücksspiel im Sinne von § 4 Abs. 1 GlüStV. OASIS, LUGAS und das 1.000-€-Einzahlungslimit greifen dort nicht, der Anbieter unterliegt keiner deutschen Aufsicht, und im Streitfall bleibt nur der Zivilweg, dessen Ausgang derzeit offen ist.
Woran ist erkennbar, ob ein Wettanbieter auf der GGL-Whitelist steht?
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige verlässliche Quelle. Sie führt Domain, Erlaubnisinhaber und Datum der Erteilung; eine .de-Domain allein oder eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan reicht nicht.
Welche Folgen hat ein Angebot außerhalb von OASIS und LUGAS für Einzahlungslimit und Spielersperre?
Bei einem Offshore-Anbieter gibt es weder das 1.000-€-Standardlimit noch die zentrale Selbstsperre über OASIS. Ein Selbstausschluss gilt nur auf der jeweiligen Plattform, und ohne LUGAS gibt es keine bundesweite Kontrolle, ob parallel bei anderen Anbietern gespielt wird.
Wie funktionieren Quoten und Auszahlung bei höheren Ligen, und welche Rolle spielt die Sportwettensteuer?
Die Quote ist der Preis, zu dem ein Anbieter einen Ausgang bewertet – als Dezimalzahl, Einsatz mal Quote ergibt die Brutto-Rückzahlung. Hinter jeder Quote steht die Marge des Buchmachers, also der Anteil, der nicht als Gewinn zurückfließt. Die Sportwettensteuer von 5,3 % auf den Nettoeinsatz wird vom Anbieter geschuldet; ob er sie an die Spielenden durchreicht, regelt er in seinen AGB.
Fußball – Ligawetten Info
Inhalt erstellt vom Team «Ligawetten Info»
